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Stadt Pulheim

Oskar und die Dame in Rosa

Mittwoch, 17. Mai 2021 | 20 Uhr
Donnerstag, 18. Mai 2021 | 20 Uhr

Ersatzveranstaltung für Schtonk vom 20.5.2020

Veranstaltungsinformationen

Datum & Uhrzeit

Schauspiel von Eric-Emmanuel Schmitt mit Doris Kunstmann

Oskar ist erst zehn, aber er weiß, dass er sterben wird. ‚Eierkopf‘ nennen ihn die anderen Kinder im Krankenhaus. Doch das ist nur ein Spitzname und tut nicht weiter weh. Schlimmer ist, dass der Arzt und Oskars Eltern Angst haben, darüber zu reden, dass weder Chemotherapie noch Knochenmarkstransplantation sein Leben retten können. Nur die ‚Dame in Rosa’, hat den Mut, mit ihm über seine Fragen nachzudenken.

»Oma Rosa, ich hab das Gefühl, daß mir niemand sagen will, daß ich sterben muß.«
»Warum willst du , daß man es dir sagt, Oskar, wo du es doch weißt!«
»Man tut immer so, als käme man nur in ein Krankenhaus, um gesund zu werden.
Dabei kommt man auch rein, um zu sterben.«
»Ich glaube, daß wir beim Leben den gleichen Fehler machen. Wir vergessen, daß das Leben zerbrechlich ist und vergänglich.«

Die ‚Dame in Rosa‘ gehört zu den Frauen in rosa Kitteln, die sich in der Klinik ehrenamtlich um schwerkranke Kinder kümmern. Sie, die Oskar liebevoll Oma Rosa nennt, rät ihm, dem lieben Gott jeden Tag in einem Brief zu schreiben, was ihn bewegt.

»Was soll ich ihm denn schreiben?«
»Vertrau ihm deine Gedanken an. Gedanken, die man nicht ausspricht, machen schwer.«

Oskar, der nicht mal an den Weihnachtsmann glaubt, findet die Idee nicht wirklich prima. Oma Rosa bringt ihn dazu, sich jeden Tag wie zehn Jahre seines Lebens vorzustellen. Auf diese Weise durchlebt Oskar ein ganzes Menschenleben: erste Liebe, Eifersucht, Midlife-Crisis und das Alter – bis er mit 110 Jahren zu müde ist, um noch älter zu werden.

Wie soll man den Sog dieses zum Welterfolg gewordenen Meisterwerks beschreiben? Vielleicht so: Es zieht von der ersten Zeile an in seinen Bann – vergleichbar der Lebensklugheit und heiteren Phantasie von Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“. Wer den Text einmal gelesen hat, wird Oskar nicht so schnell vergessen. Wahrscheinlicher ist, man vergisst ihn nie mehr. Uraufgeführt wurde Schmitts Stück 2003, ab Februar 2005 lief es in der Comédie des Champs-Elysées mit Danielle Darrieux; ihr hatte der Autor sein Stück auch gewidmet. In Frankreich wurde „Oskar und die Dame in Rosa“ weit über 500.000 Mal verkauft, und auch bei uns ist Eric-Emmanuel Schmitt mittlerweile ein Kultautor, der die Bestseller-Listen anführt. „Oskar und die Dame in Rosa“ gehört wie sein anderer Bestseller „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ zu Schmitts Monologen über die Weltreligionen.

Eric-Emmanuel Schmitt sagt über „Oskar und die Dame in Rosa“: »Mein Buch ist eine Hommage an die Kinder, die ich im Krankenhaus erlebt habe. Sie wissen genau, was mit ihnen los ist. Es sind die Erwachsenen, die sich verstecken und damit das Vertrauen der Kinder enttäuschen. Dies ist wahrscheinlich der autobiographischste aller meiner Texte. Mit dreißig wurde ich plötzlich sehr krank – eine lebensbedrohliche Krankheit. Ich bin Oskar gewesen, der unter den Fragen leidet, die ohne Antwort bleiben.«

Mit Doris Kunstmann (Preisträgerin des INTHEGA-Vorstands 2012), Leontine DickRegie: Petra Dannenhöfer
Neueinrichtung, Leitung der Wiederaufnahmeproben: Heike Lutter
Kostüme und Raum: Sylvia Wanke
Musik: Eric Satie, Vangelis, Antonio Vivaldi
Regiemitarbeit: Marc Kunstmann

Eintritt

25,50 | 22 | 17,50 | 13,50 €

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • (c) Bernd Böhner

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