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Aktuelles

Ausgabe der ersten 40 Ehrenamtskarten
Bürgermeister Frank Keppeler: „Ehrenamtliches Engagement würdigen und honorieren!“

Zur offiziellen Ausgabe der ersten Ehrenamtskarten hatte Bürgermeister Frank Keppeler 40 Bürgerinnen und Bürger ins Pulheimer Rathaus eingeladen. Im Ratssaal übergab er die Karten gemeinsam mit dem Beigeordneten Uwe Zaar und den beiden zuständigen Mitarbeiterinnen Gabriele Busmann und Petra Lewicki. Der Bürgermeister übermittelte die Glückwünsche von Rat und Verwaltung: „Die Einführung der Ehrenamtskarte NRW ist in Pulheim beschlossen worden, um das Engagement für zeitlich überdurchschnittlich geleistete ehrenamtliche Tätigkeiten zu würdigen und honorieren zu können. Mit der Übergabe setzen wir ein Zeichen der Anerkennung für alle Ehrenamtlichen, die sich in ganz besonderer Weise für das Gemeinwesen einsetzen.“
Nachdem die Einführung der Ehrenamtskarte NRW im November des vergangenen Jahres vom Rat der Stadt Pulheim beschlossen worden war, gingen seit Anfang 2019 die ersten Anträge bei der Stadtverwaltung ein. Nach Prüfung der Voraussetzungen konnten die ersten 40 Karten jetzt ausgegeben werden.
Eingeladen waren auch eine Vertreterin und ein Vertreter der Unternehmen, die in Pulheim Vergünstigungen anbieten. Regionaldirektorin Rosemarie Katzenbach von der Kreissparkasse Köln und Stefan Dalewski von der Kronen-Apotheke informierten über ihre besonderen Angebote, die Ehrenamtskarteninhabern gewährt werden. Der Bürgermeister bedankte sich für diese Unterstützung und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass weitere Unternehmen diesen guten Beispielen folgen werden.
In Pulheim stehen den Inhaberinnen und Inhabern der Ehrenamtskarte NRW derzeit Vergünstigungen bei folgenden Einrichtungen und Unternehmen zur Verfügung:
30% Ermäßigung bei den Gebühren der Stadtbücherei
30% Ermäßigung für den Eintritt zur Aquarena
30% Ermäßigung für kulturelle Veranstaltungen der Stadt Pulheim
10% Ermäßigung auf alle nicht rezeptpflichtigen Artikel der Kronen Apotheke
15% auf sämtliche Leistungen der Firma CZ Car Wellness
1 Jahr kostenfreie Nutzung des S-GiroPlus Kontos (XL und XXL)der Kreissparkasse Köln
Darüber hinaus können landesweit ca. 4.000 Vergünstigungen bei vielen städtischen und kulturellen Einrichtungen sowie bei Einzelhändlern, Apotheken, Reisebüros, Sportstätten oder Hotels genutzt werden. Alle Angebote sind auf der Internetseite des Landes NRW www.ehrensache.nrw.de aufgeführt.
Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung zwischen dem Land NRW und der Stadt ist im Februar der offizielle Startschuss für die Beantragung der Karte in Pulheim gegeben. Die Ehrenamtskarte NRW ist ein gemeinsames Projekt der Landesregierung und der Kommunen in Nordrhein-Westfalen, das im Jahr 2008 eingeführt wurde. Die Ehrenamtskarte NRW wurde bisher in insgesamt 248 Städten und Gemeinden in ganz Nordrhein-Westfalen eingeführt.
Informationen zu den Pulheimer Vergünstigungen finden sich auf der Webseite der Bildungslandschaft Pulheim unter https://www.bildungslandschaft-pulheim.de/ehrenamt/ehrenamtskarte-nrw/wer-bietet-welche-verguenstigung-in-pulheim.html.
Wer als Unternehmen die Ehrenamtskarte NRW in Pulheim unterstützen möchte, kann sich hier informieren: https://www.bildungslandschaft-pulheim.de/ehrenamt/ehrenamtskarte-nrw/werden-sie-partnerin-oder-partner.html
Weitere Informationen erteilt das Bildungsbüro im Rathaus, Gabriele Busmann und Petra Lewicki, Telefon: 02238-808-0 /-353 /-641 oder E-Mail ehrenamtskarte@pulheim.de.

Informationen und Antragstellung:
Bildungsbüro der Stadt Pulheim, Gabriele Busmann oder Petra Lewicki, Telefon 02238-808-353 oder 808-641, E-Mail ehrenamtskarte@pulheim.de

Arthur-Koepchen-Realschule schließt

Mehr als 40 Jahre hat die Arthur-Koepchen-Realschule die Bildungslandschaft der Stadt Pulheim mit geprägt. Jetzt haben die letzten Schülerinnen und Schüler ihre Abschlusszeugnisse erhalten – die Schule in Brauweiler schließt ihre Türen. In einer kleinen Feierstunde verabschiedeten sich das Kollegium, die ehemalige Direktorin und ehemaligen Direktoren, Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler von „ihrer“ Realschule.
Bürgermeister Frank Keppeler erinnerte in seiner Rede an die turbulenten Anfänge in den siebziger Jahren: „Diese Zeit war geprägt von Provisorien und vor allem durch das Pendeln zwischen Pulheim und Brauweiler.“ 1976 gegründet war der Standort der zweiten Realschule zunächst ebenfalls Pulheim. Doch schon 1977 wurden die 5. und 6. Klassen in Brauweiler untergebracht, die Klassen sieben bis zehn verblieben noch in Pulheim. Ostern 1979 waren dann alle Bauten in Brauweiler fertiggestellt – die Arthur-Koepchen-Realschule hatte nun eine Heimat.
Seit 2013 steht fest, dass die Schule auslaufen wird, im gleichen Jahr hatte der Rat die Einrichtung einer Gesamtschule beschlossen. Bürgermeister Keppeler würdigte die Arbeit von Schulleiter Markus Jansen sowie des gesamten Kollegiums: „Ihnen ist es gelungen, bis zuletzt eine Atmosphäre zu schaffen, in der die Schülerinnen und Schüler gut lernen und arbeiten konnten.“ Schulleiter Jansen leitet bereits seit einiger Zeit auch die Kölner Henry-Ford-Realschule. Dorthin wechseln jetzt einige Kolleginnen und Kollegen. „Es freut mich, dass Mitglieder des Kollegiums sowie die Schulsekretärin an die Gesamtschule wechseln“, fügte der Bürgermeister hinzu.
Schulleiter Markus Jansen blickte auf erfolgreiche vier Jahrzehnte Schulgeschichte zurück: Sogar noch in diesem Schuljahr erreichten Schülerinnen und Schüler mit ihrem Beitrag den zweiten Platz beim Video-Wettbewerb „ScienceTube Rhein-Erft“. Er wies außerdem auf die hervorragende Zusammenarbeit mit den Nachbarschulen – dem Abtei-Gymnasium sowie der neuen Gesamtschule – hin. Man habe seit sechs Jahren gewusst, dass dieser Tag kommen werde. „Wir gehen ohne Wehmut, sondern sagen ‚Danke‘“, sagte Jansen, der zum Abschluss noch einmal sein Kollegium auf die Bühne bat. Dort verabschiedeten sie sich mit dem „Leed för Tschö ze saare“ von Kasalla.

Mobilitätskonzept für Pulheim
Aufruf zur interaktiven Beteiligung im Internet

Ab Montag, 1. Juli, sind alle Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Pulheim eingeladen, sich als Experten für ihre alltäglichen Wege und Aufenthaltsorte an einer interaktiven Beteiligung im Internet einzubringen. Mit Hilfe einer interaktiven Ideen-Karte ist es möglich, besonders attraktive Bereiche zu markieren oder andere Hinweise zu geben, Wünsche und Ideen zu nennen. Selbstverständlich ist es dabei unerlässlich auch Mängel, Problembereiche sowie mögliche unsichere Stellen mitzuteilen und diese in der Karte festzuhalten. Die Ergebnisse dieser Online-Beteiligung fließen als Bestandteil in die Stärken-Schwächen-Analyse ein. Sie helfen dabei, Maßnahmen zu entwickeln und aufzuzeigen, wie der zukünftige Verkehr innerhalb der Stadt Pulheim verbessert und stadtverträglich organisiert werden kann. Eine Teilnahme ist im Internet auf der Homepage http://www.buergerbeteiligung.de/mobilitaetpulheim bis zum 30. September möglich.
Der Klimawandel und die damit verbundenen Folgen beschäftigen die Menschen. Zur Abwendung der schlimmsten Auswirkungen ist eine deutliche Reduzierung der weltweiten Treibhausgasemissionen notwendig. Eine entscheidende Rolle nimmt hierbei der Verkehrsbereich ein. Die Stadt Pulheim hat sich dieser Herausforderung gestellt und im Jahr 2017 ein integriertes Klimaschutzkonzept verabschiedet.
Das Thema klimafreundliche Mobilität spielt im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes eine wichtige Rolle. Derzeit fehlen der Stadt Pulheim jedoch konkrete Aussagen über die Verkehrszusammenhänge. Zur strukturierten und zielgerichteten Umsetzung erfolgt daher die Erstellung eines Teilkonzeptes Mobilität.
Die zukünftige Mobilität spielt für den Klimaschutz allgemein und für die Entwicklung der Stadt eine wichtige Rolle. Sie ist ein wichtiger Baustein zur Verbesserung der Lebensqualität der Bevölkerung und für die Erhöhung der Attraktivität als Lebens- und Wirtschaftsstandort. Daher sind die Mobilität und Erreichbarkeiten mit möglichst geringem Verkehrsaufwand und mit geringen Verkehrsbeeinträchtigungen zu sichern und zu verbessern. Das zu erstellende Klimaschutzteilkonzept muss sich mit allen Verkehrsmitteln, insbesondere aber mit Fuß- und Fahrradverkehr sowie öffentlichem Personennahverkehr (OPNV), Car-Sharing-Angeboten und dem motorisierten Individualverkehr auseinander setzen. Wesentliche Funktion des Konzepts ist es, die Verkehrsplanung unter dem Gesichtspunkt des Klimaschutzes weiterzuentwickeln und Maßnahmen zu initiieren, die die Bürgerinnen und Bürger zu einer klimafreundlichen Verkehrsmittelwahl motivieren, um so die Ziele in Pulheim zu verwirklichen.
Dabei ist von Bedeutung, dass die Ergebnisse von allen anerkannt und für die Weiterentwicklung verbindlich zugrunde gelegt werden. Um von Anfang an diesen Rückhalt auch in der Bevölkerung sowie den ansässigen Unternehmen und weiteren Institutionen und Akteuren zu sichern, wird bei der Entwicklung des Klimaschutzteilkonzeptes besonderer Wert auf die Einbindung aller Akteure im Rahmen eines breiten Kommunikations- und Beteiligungsprozesses gelegt. Nach den Sommerferien soll in Workshops und Arbeitsgruppen gemeinsam ein Weg zu einer nachhaltigen städtischen Mobilität gefunden werden.

Online-Beteiligung

Hebammensprechstunde

Alica Rennerich

Die Frühen Hilfen im Jugendamt der Stadtverwaltung Pulheim haben ihr Angebot erweitert und bieten jeweils dienstags von 9 Uhr bis 12 Uhr in der Erziehungsberatungsstelle, Rathauscenter, Alte Kölner Straße 44, eine offene Hebammensprechstunde an. Anmeldungen sind nicht notwendig. Informationen erteilt Iwan Peters, Telefon 02238/ 808316.
Die Sprechstunde mit der Hebamme Alica Rennerich möchte (werdenden) Eltern die Möglichkeit geben, über Gesundheitsthemen zu sprechen. Die Hebamme kann eine Lotsenfunktion durch das Gesundheitssystem übernehmen. Eine medizinische Behandlung findet nicht statt.

Umgestaltung Guidelplatz und Ehrenfriedstraße

Ehrenfriedstraße in den Sommerferien gesperrt
Die Arbeiten für die Gestaltung der Guidelplatzfläche werden nach den Sommerferien aufgenommen. Die Ehrenfriedstraße wird in den Sommerferien für die Umgestaltungsarbeiten gesperrt. Die vorbereitenden Arbeiten beginnen schon vor den Sommerferien statt. Auf der Fahrbahn wird Asphalt verlegt. Um die Geschwindigkeit des Fahrzeugverkehrs zu verringern, wird die Ehrenfriedstraße schmaler. Dafür werden die Poller einen halben Meter zur Ehrenfriedstraße versetzt. Zusätzlich werden „Berliner Kissen“ eingebaut (wie vor dem Schulzentrum Brauweiler).

Hohe Aufenthaltsqualität für einen besonderen Ort
In einer Bürgerinformationsveranstaltung hat Architektin Anne Höing vom Düsseldorfer Planungsbüro Fritschi die Gestaltungspläne für den Guidelplatz in Brauweiler vorgestellt. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Frank Keppeler hörten die fast 100 interessierten Besucherinnen und Besucher zunächst zu, bevor sie Gelegenheit bekamen, Fragen zu stellen und zu diskutieren.
Das Planungsbüro schlägt vor, den Platz, der sich zur Prälatur aufweitet, mit einem Naturstein (Basaltlava anstatt des zunächst vorgesehenen belgischen Blaustein) als Fußgängerzone barrierefrei zu gestalten. Streifen aus hellem Granit sollen als teilende Elemente hinzukommen. Der Naturstein soll mit einem kurzen Abstand bis an die Prälatur heranreichen. Zwei helle Granitstreifen werden die Ehrenfriedstraße begrenzen. Die Straßenfläche wird einen Meter schmaler und mit farbigem Asphalt versehen. Zusätzlich wird zur Verkehrsberuhigung vorgeschlagen, Berliner Kissen, wie vor dem Schulzentrum Brauweiler, einzubauen. Die Fußgängerampel soll entfallen.
Im Eingangsbereich des Platzes wird ein Solitärbaum gepflanzt, der mit einer Rundbank versehen wird. Ein Brunnen mit einer kubischen Form und einer Plastik soll an Nikolaus Lauxen, den Architekten der Prälatur, erinnern.
An den Platzseiten werden geschwungene Bänke stehen. Für Fahrradständer sind drei Standorte vorgesehen. Stelenartige Lampen vor den Gebäuden werden den Platz beleuchten. Poller mit Leuchten sorgen für zusätzliches Licht. „Die Gestaltung,“ so Frau Höing, „sieht eine hohe Aufenthaltsqualität für einen besonderen Ort vor.“
Die Abteigasse (Richtung Langgasse) wird gepflastert. Hier ist ein schmaler Grünstreifen mit Bäumen vorgesehen. Im Bereich der Tiefgarageneinfahrt wird eine kleine Platzfläche entstehen, auf der ebenfalls Grünflächen mit Bäumen vorgesehen sind.
Die Umgestaltungsarbeiten auf dem Guidelplatz können beginnen, wenn das Bauprojekt in der Regie der Gold-Kraemer-Stiftung fertiggestellt ist (voraussichtlich Ende 2019, Anfang 2020).
Im Anschluss an den Vortrag, wurde die Gelegenheit Fragen zu stellen und zu diskutieren, genutzt. Auf Kritik stieß bei vielen Bürgerinnen und Bürgern die Absicht, zukünftig auf die Fußgängerampel verzichten zu wollen. Ihrer Ansicht nach müsse sie bleiben, weil sonst ältere oder behinderte Menschen die Ehrenfriedstraße zum Beispiel auf dem zur Kirche nicht gefahrlos überqueren könnten.
Bürgermeister Frank Keppeler sicherte zu, dass die Anregungen und Bedenken ernst genommen werden und in die weiteren Planungsüberlegungen einfließen werden.

Keine Fußgängerampel vor der Abtei
Geschwindigkeitsdämpfende Maßnahmen sollen ausreichen
Nach der Umgestaltung des Guidelplatzes nach den Plänen von Prof. Fritschi, bei der die Ehrenfriedstraße in die Platzfläche eingebunden wird, wird es keine Fußgängerampel vor der Abtei mehr geben. Das beauftragte Gutachterbüro Brilon Bondzio Weiser ist zu dem Ergebnis gekommen, dass geschwindigkeitsdämpfende Maßnahmen ohne Signalschutz für die Fußgänger ein hohes Sicherheitsniveau bieten. Auch die zurzeit vorhandene Fußgängerampel sei nicht barrierefrei. Blinde könnten die Straße nicht ohne fremde Hilfe queren. Der Tiefbau- und Verkehrsausschuss der Stadt Pulheim ist in seiner Sitzung am 22. November dieser Empfehlung mit großer Mehrheit gefolgt und hat beschlossen, bauliche Maßnahmen gemäß der beschlossenen Planung vorzunehmen. Die Planung sieht vor, dass der Guidelplatz direkt mit der Prälatur verbunden wird. Durch geeignete Maßnahmen wie z.B. Berliner Kissen wird der Kfz-Verkehr soweit verlangsamt, dass Fußgänger im Bereich der Platzfläche die Straße sicher queren können.
Im August hat sich der Seniorenbeirat gegen den vorgesehenen Entfall der Fußgängerampel ausgesprochen. Im September ist die Planung interessierten Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen einer Informationsveranstaltung vorgestellt worden. Dem Platzentwurf wurde hier grundsätzlich zugestimmt. Allerdings wurden ebenfalls Befürchtungen laut, dass es durch den Entfall der Fußgängerampel zu Gefährdungen kommen könne.
Die geäußerten Befürchtungen hatten Bürgermeister Frank Keppeler veranlasst, den Landrat um Prüfung zu bitten, ob an der vorhandenen Stelle oder zumindest in der Nähe ein gesicherter Überweg mit Ampel erhalten bleiben könne. In seinem Antwortschreiben hat der Rhein-Erft-Kreis deutlich gemacht, dass eine Signalanlage mit den erarbeiteten Planungen nicht kompatibel ist. Die Stadtverwaltung Pulheim hat daraufhin in Abstimmung mit der Kreisverwaltung das Gutachterbüro eingeschaltet.

Richtfest am 31. August 2018
Die Gold-Kraemer-Stiftung hat mit einem Richtfest einen weiteren Meilenstein für das inklusive Wohn- und Kunstquartier auf dem Brauweiler Guidelplatz gesetzt. Der Tag
(31. August 2018) stand im Zeichen der Handwerker, die seit dem ersten Spatenstich im Mai 2017 das Bauprojekt zügig vorangebracht haben.
200 Gäste aus Kommunalpolitik und Verwaltung, Organisationen und Vereine und viele Bürgerinnen und Bürger aus Brauweiler waren dabei, als der Richtkranz von einem Zimmermeister an den Dachstuhl montiert wurde. Dies übernahm Zimmermeister Ludger Schauerte, der auch den „Segensspruch“ sprach. Zur Tradition gehört ein goldener Nagel, der zum Abschluss in die Fette des Dachstuhls geschlagen wird. Das übernahm für die Gold-Kraemer-Stiftung Bauleiter Hubert Orth, der zusammen mit dem Zimmermeister und Bauleiter Winfried Huth vom verantwortlichen Baubüro PQ3 den obligatorischen Schnaps leerte.
Für Johannes Ruland war es ein ganz besonderer Tag. Der Vorstandsvorsitzende der Gold-Kraemer-Stiftung unterstrich in seiner Rede die hohe Bedeutung, die das Bauprojekt für die Stiftung habe. Mit Blick auf das Kunsthaus, das Herzstück des neuen Quartiers, wies Ruland darauf hin, dass sich ein langer Weg der Zielgeraden Stück für Stück nähert: „Wir sind stolz und dankbar dafür, hier am Standort Brauweiler einen neuen und sicherlich einmaligen Weg beschreiten zu können, der nicht nur den Menschen des Abteiortes ein neues Zentrum gegenüber der ehrwürdigen Abtei schenkt, sondern auch die Kunst- und Kulturlandschaft weit über die Region verändern wird. Bald werden an dieser Stelle talentierte Künstlerinnen und Künstler leben und arbeiten und die Kunst mit ihren Aktivitäten und Werken bereichern.“
Bürgermeister Frank Keppeler unterstrich für die Stadt Pulheim, dass der neue Ortskern ein „echter Magnet“ für Bürger und Gäste aus Nah und fern sein werde. Der Verwaltungschef lud in seiner Ansprache die Bürger dazu ein, sich aktiv an der Gestaltung des Guidelplatzes zu beteiligen. Am Donnerstag, 6. September, 18 Uhr, lädt die Stadt zu einer Bürgerversammlung in das Abtei-Gymnasium Brauweiler ein, wo der aktuelle Planungsstand für den Guidelplatz vorgestellt und diskutiert werden wird.
Für den Landschaftsverband Rheinland sprach der Vorsitzende des Kulturausschusses, Professor Dr. Jürgen Rolle, ausdrücklich den Dank des LVR an die Stiftung dafür aus, dass die Abtei Brauweiler „endlich eine würdige Umgebung“ erhalten werde. Der LVR werde sich nachhaltig bei der inklusiven Entwicklung des Brauweiler Ortskernes engagieren, so Rolle.
Staatsminister a.D. Harry K. Voigtsberger stellte als Projektkoordinator des Kunsthauses die bereits gefundenen 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für das Kunsthaus in den Mittelpunkt seiner Rede. Sie seien „die Pioniere und damit die Mutmacher für viele Menschen mit Behinderung, die künstlerisches Talent haben.“ Einen besonderen Segen überbrachte Pfarrer Peter Cryan. Der Pfarrer der Brauweiler Pfarrgemeinde St. Nikolaus sprach darüber, dass wahrhaftiger Segen wirklich gelingen kann, wenn die Inklusion gelingt und alle Menschen mit ihren unterschiedlichen Stärken und Möglichkeiten in Brauweiler einen Platz finden.
Der Wohn- und Geschäftskomplex, bestehend aus insgesamt vier Gebäuden, schließt eine Baulücke im Ortskern von Brauweiler gegenüber der ehemaligen Benediktiner-Abtei, die über mehrere Jahrzehnte bestand. Im Jahr 2009 hat die Stiftung das Grundstück erworben. Die Planungen erfolgen durch das Architekturbüro Hatzmann.
Das Quartier bietet einen Mix aus Wohnen, Einzelhandel und Gastronomie. Geplant
sind 35 frei vermietbare barrierefreie Wohnungen, teilweise auch rollstuhlgerecht und
bis zu acht Ladenlokale sowie eine Tiefgarage mit 65 Stellplätzen und zusätzlichen Außenstellplätzen.
Das Kunsthaus bietet auf rund 580 Quadratmeter Atelierräume für die Bereiche Malerei, Plastik, Grafik und Neue Medien sowie angewandte Kunst auf Produktdesign, im Speziellen auf Schmuckdesign. Aber auch die Sparten Musik und Literatur sollen berücksichtig werden.

Grundsteinlegung am 12. April 2018
Das inklusive Wohn- und Kunstquartier nimmt weiter Gestalt an
Die Gold-Kraemer-Stiftung hat (Donnerstag, 12. April) mit der offiziellen Grundsteinlegung einen weiteren Meilenstein für das inklusive Wohn- und Kunstquartier auf dem Brauweiler Guidelplatz gesetzt.
„Wir sind stolz darauf, mit dem Wohn- und Kunstquartier die Idee einer inklusiven Gesellschaft auch im Herzen von Brauweiler zu verwirklichen“, betonte der Vorsitzende der Gold-Kraemer-Stiftung, Johannes Ruland. Er sei zutiefst davon überzeugt, dass sowohl durch die Immobilie als auch durch die Neugestaltung des Guidelplatzes mit der unmittelbaren Anbindung an die Abtei Brauweiler eine neue Wohn- und Lebensqualität entstehe, die auch eine neue Strahlkraft für die Kunst- und Kulturszene in Nordrhein-Westfalen entfachen werde. Johannes Ruland verwies in diesem Zusammenhang auf das Kunsthaus als „Herzstück“ des Platzes. Es bietet für künstlerisch begabte Menschen mit Behinderung - erstmals in der Kunstszene überhaupt – die Möglichkeit, sich unter professioneller Anleitung künstlerisch zu engagieren und beruflich zu entwickeln. Für die Stadt Pulheim bedankte sich Bürgermeister Frank Keppeler bei Vorstand und Geschäftsführung der Gold-Kraemer-Stiftung insbesondere dafür, dass diese „stets Kurs“ gehalten haben, besonders dann, wenn die Herausforderungen am größten waren. „Das Stiftungsprojekt ist für die Stadt eine ganz besondere Auszeichnung, denn durch die Idee eine Kunsthauses erhält Brauweiler eine Strahlkraft, die Menschen über die Kunst von nah und fern zusammenbringen wird“, so Frank Keppeler weiter, der nach Jahren der Ungewissheit über die Zukunft des Platzes ganz besonders die hohe Akzeptanz in der Bevölkerung hervorhob.
Der Wohn- und Geschäftskomplex, bestehend aus insgesamt vier Gebäuden, schließt eine Baulücke im Ortskern von Brauweiler gegenüber der ehemaligen Benediktiner-Abtei, die über mehrere Jahrzehnte bestand. Im Jahr 2009 erwarb die Stiftung das Grundstück von der Stadt Pulheim. Die Planungen erfolgen über das Architekturbüro Hatzmann. Das Quartier bietet einen Mix aus Wohnen, Einzelhandel und Gastronomie. Geplant sind insgesamt 35 frei vermietbare barrierefreie Wohnungen, teilweise auch rollstuhlgerecht und bis zu acht Ladenlokale sowie eine Tiefgarage mit 65 Stellplätzen und zusätzlichen Außenstellplätzen.
„Wir habe zwei gute Beweggründe, miteinander heute die Grundsteinlegung zu feiern“, freute sich der Projektkoordinator des Kunsthauses, Harry K. Voigtsberger, „Zum einen unterstreicht das Bauvorhaben den reichen Schatz des Kulturstandortes Brauweiler, zum anderen zeigt es, dass eine inklusive Gesellschaft möglich ist. Denn die zukünftigen Künstlerinnen und Künstler werden schon bald - auch durch die Zusammenarbeit mit einem großen Netzwerk - ein Teil der Kunstszene sein und hier ihr eigenes Profil entwickeln.“ Das Kunsthaus bietet auf rund 580 Quadratmeter Atelierräume für die Bereiche Malerei, Plastik, Grafik und Neue Medien sowie angewandte Kunst auf Produktdesign, im Speziellen auf Schmuckdesign. Aber auch die Sparten Musik und Literatur sind angedacht. Bereits im Februar stellte die Stiftung zwölf Kandidatinnen und Kandidaten für das Kunsthaus vor, die noch mehreren Workshops von einer hochkarätig besetzten Fachjury ausgesucht worden waren. Bereits in diesem Jahr nehmen sie an den Brauweiler Kunsttagen und der Kulturwoche der Stadt Frechen teil.
Der zuständige Architekt Ralf Hatzmann unterstrich, dass das Bauvorhaben besonders auch die Barrierefreiheit und die Barriere arme Bauplanung im Blick hat. Die Gebäude und auch der zukünftige Guidelplatz werden entsprechend gestaltet.
Eine besondere Würdigung erfuhr die Grundsteinlegung durch Peter Cryan. Der Pfarrer der Brauweiler Pfarrgemeinde St. Nikolaus segnete die bereitgestellten Zeitdokumente, die an diesem Tag traditionell einer Zeitkapsel aus Kupfer beigegeben wurden. Neben den Bauplänen, Stiftungsdokumenten, einer Tageszeitung, dem Münzgeld und einer Urkunde mit den Unterschriften und Wünschen aller am Projekt beteiligten Personen gab es von Pfarrer Cryan ein Kreuz aus Olivenholz aus der Stadt Bethlehem.

Informationen Gold-Kraemer-Stiftung

Erster Spatenstich
„Mit einer kleinen Erdbewegung werden wir gleich Großes anstoßen. Der 1. Spatenstich ist das Startsignal für die Errichtung eines neuen, inklusiven Wohn- und Kunstquartiers im Zentrum von Brauweiler. Unser ganz großer Dank gilt der Gold-Kraemer-Stiftung, die als Investorin und Bauherrin dieses herausragende Projekt realisiert und dem Architekten, Ralph Hatzmann, der diese Pläne entwickelt hat,“ mit diesen Worten hieß die stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth Rehmann die Gäste in Vertretung von Bürgermeister Frank Keppeler am Mittwoch, 3. Mai, auf dem Guidelplatz willkommen. Gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der Gold-Kraemer Stiftung, Johannes Ruland, Staatsminister a.D. Harry K. Voigtsberger, dem Technischen Beigeordneten Martin Höschen und dem Architekten Ralf Hatzmann nahm die stellvertretende Bürgermeisterin anschließend den symbolischen Spatenstich vor.
„Wir sind stolz darauf, mit dem Wohn- und Kunstquartier die Idee einer inklusiven Gesellschaft auch im Herzen von Brauweiler zu verwirklichen. Die Gold-Kraemer-Stiftung ist überzeugt davon, dass unser Quartier und auch die Neugestaltung des Guidelplatzes im Schulterschluss vieler Kooperationspartner eine neue Strahlkraft für die Kunst- und Kulturszene in Nordrhein-Westfalen entfachen wird. Insbesondere das Kunsthaus bietet ganz neue Perspektiven für künstlerisch begabte Menschen mit Behinderung“, so der Vorstandsvorsitzende der Gold-Kraemer-Stiftung Johannes Ruland. Für die Stadt Pulheim bedankte sich die stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth Rehmann: „Das hier entstehende Wohn- und Kunstquartier wird nicht nur für den Ortsteil Brauweiler und die Stadt Pulheim eine neue Wohn- und Lebensqualität mit sich bringen. Es wird den Abteiort weit über seine Grenzen bekannt machen und Menschen anziehen. Die Stadt wird im engen Schulterschluss mit der Stiftung das Projekt weiterhin mit viel Engagement und Kreativität begleiten.“
In drei Bürgerinformationsveranstaltungen ist das Großprojekt vorgestellt und erläutert worden. Der Ort Brauweiler wird durch die Neugestaltung der Ortsmitte einen wichtigen Schub erfahren. Ende 2019 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Anfang 2020 werden die neuen Gebäude und die gestaltete Platzfläche offiziell ihrer Bestimmung übergeben.
Die Menschen in Brauweiler, die hier leben, wohnen und arbeiten, und die Besucher des Ortes werden um Verständnis für die Beeinträchtigungen gebeten, die durch die regen Bautätigkeiten entstehen werden.
Die Pläne für die Bebauung und Gestaltung des Guidelplatzes haben eine lange, zum Teil wechselvolle Geschichte erlebt. Denn bereits seit geraumer Zeit hat es den Wunsch gegeben, der altehrwürdigen Abtei eine angemessene Bebauung gegenüber zu stellen. In den 1990iger Jahren hat sich der bedeutende Architekt Professor Böhm mit dem Projekt beschäftigt und u.a. einen Solitärbau gegenüber dem Prälaturgebäude vorgeschlagen. Anfang der 2000er Jahre präsentierte die Historica Baubetreuung eine „kleine“ Lösung mit einer Tiefgarage und vier drei- oder viergeschossigen Gebäuden mit Geschäften und Wohnungen auf städtischen Grundstücken. Das Büro hatte es zunächst abgelehnt, das private Grundstück (auf der Nordseite des Guidelplatzes/ in dem Gebäude befanden sich zuletzt ein Edeka-Markt und eine Bäckerei) einzubeziehen. 2006 konnte Historica bewegt werden, das private Grundstück in ihr Investitionsprogramm aufzunehmen. Eine neue Rechtsprechung führte plötzlich zum Erfordernis einer europaweiten Ausschreibung, die aber leider nicht zu einem Angebot führte; auch nicht durch den Projektentwickler selbst. Nach vielen Gesprächen und Initiativen von Kommunalpolitiken und Verwaltungsbeamten kam schließlich die Gold-Kraemer-Stiftung ins Boot. 2010 wurden die ersten, 2014 die endgültigen Verträge notariell beurkundet. Klagen gegen die Tiefgaragenzufahrt sollten das Projekt noch einmal verzögern. Der Architekt arbeitete neue Pläne mit einer kleineren Tiefgarage und einer veränderten Zufahrt aus, die jetzt umgesetzt werden.
Errichtet werden auf dem Guidelplatz eine Tiefgarage und vier Gebäude. Herzstück des Bauvorhabens ist das Kunsthaus. Es bietet Künstlerinnen und Künstlern mit Behinderung professionelle künstlerische Begleitung mit eigenen Ateliers. Die Konzeption entwickelt die Stiftung zusammen mit Staatsminister a.D. Harry K. Voigtsberger und Melanie Schmitt, die über viele Jahre als stellvertretende künstlerische Leiterin das Atelier Goldstein der Lebenshilfe Frankfurt geführt hat. „Mit dem Kunsthaus entsteht am Kultur-Standort Brauweiler ein Haus, das kreativen und talentierten Menschen mit Behinderung erstmals die Möglichkeit bietet, sich die Kunstwelt als Berufswelt zu erschließen“, erläuterte Harry Voigtsberger das Vorhaben. „Damit entsteht in der Metropolregion Rhein-Ruhr ein neuer Blick auf die Kunst von Menschen mit Behinderung. Denn durch die Inklusion in der Kulturszene wird der Kunst eine neue Achtsamkeit und Bedeutung zukommen“, so der Staatsminister a.D. weiter. 580 Quadratmeter werden der freien Kunst im Kunsthaus für die Bereiche Malerei, Plastik, Grafik und Neue Medien sowie angewandte Kunst auf Produktdesign, im Speziellen auf Schmuckdesign, zur Verfügung stehen. Aber auch die Disziplinen Musik und Literatur sind angedacht. Zum Konzept gehört ein Netzwerk in die etablierte Kunstszene. Kooperationen mit Kunstakademien und Galerien öffnen die Türen, um die künstlerischen Arbeiten einem breiten Publikum vorzustellen.
Die oberirdische Bebauung wird in vier Baufeldern umgesetzt. Am westlichen Rand des Guidelplatzes befinden sich zwei Solitärbauten (Haus 1 und 2), die eine Gasse zur Langgasse bilden. Haus 3 ist der Kopfbau im Anschluss an die bereits bestehenden Guidelarkaden. Den nördlichen Abschluss der Platzfläche bildet das langgestreckte, ca. 60 Meter lange Gebäude 4 gegenüber der Guidelarkade. Entstehen werden insgesamt 35 frei finanzierte Wohnungen, bis zu acht Ladenlokale, das Kunsthaus sowie eine Tiefgarage mit 65 privaten Stellplätzen für die Bewohner und Nutzer des Gebäudes. Die Zufahrt ist von der Kaiser-Otto-Straße aus vorgesehen. Der Guidelplatz soll ausgebaut und einheitlich gestaltet werden. Die Platzgestaltung wird über die Ehrenfriedstraße hinweg so weit wie möglich an das Prälaturgebäude der ehemaligen Abtei herangeführt. Die Belange des Denkmalschutzes werden berücksichtigt. Der Platzgestaltung liegt die Gestaltungsvariante 5 des Stadtplanungsbüros Atelier Fritschi & Stahl zugrunde.
Der provisorisch angelegte Ersatzparkplatz in der Kaiser-Otto-Straße wird bereits seit einiger Zeit zum Abstellen von PKWs genutzt. Die 44 Auto-Abstellplätze ersetzen die Parkplätze, die während der Bauphase auf dem Guidelplatz wegfallen. Nach der Beendigung der Bauarbeiten auf dem Guidelplatz wird dieser Parkplatz wieder aufgegeben und es werden Gebäude errichtet. Bis dahin soll eine endgültige Lösung zur Schaffung von öffentlichen Stellflächen im Kernbereich von Brauweiler gefunden werden.
Das Guidelplatz-Projekt wird den Brauweilerinnen und Brauweilern neue Perspektiven eröffnen. Es bringt deutlich mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität. Mit dem heutigen Spatenstich wird der Grundstein für das wegweisende Projekt gelegt.

Bürgerinformationsveranstaltung im Gierden-Saal
Die Stadtverwaltung Pulheim und die Gold-Kraemer-Stiftung hatten die interessierte Öffentlichkeit in einer Bürgerinformationsveranstaltung im Gierden-Saal der Abtei Brauweiler über den bevorstehenden Baubeginn für das Guidelplatz-Projekt informiert.
Bürgermeister Frank Keppeler begrüßte die mehr als 100 Besucherinnen und Besucher. Er zeigte sich zuversichtlich, dass Brauweiler durch das Projekt einen wichtigen Schub erfährt: „Wir sind davon überzeugt, dass auf dem Guidelplatz etwas Herausragendes für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Besucher des Abteiortes entstehen wird.“ Es tue sich etwas im Ort, so der Bürgermeister weiter. Brauweiler habe enormes Potenzial: „Anstehend gibt es das große Wohnungsprojekt der GWG, die Umgestaltung der Bernhardstraße und den Bau eines Kreisverkehrs im Kreuzungsbereich. Das Künstlerarchiv in der Abtei nimmt Gestalt an und der Kunstrasenplatz im Sportzentrum ist fertiggestellt. Die positive Tendenz muss aufgegriffen und fortgeführt werden.“
Die Gold-Kraemer-Stiftung wird auf dem Guidelplatz als Investor ein »Inklusives Wohn- und Kunstquartier« errichten. Bürgermeister Frank Keppeler, der Hauptgeschäftsführer der Stiftung Peter Michael Soénius, Staatsminister a.D. Harry K. Voigtsberger, Architekt Ralf Hatzmann, Bauleiter Winfried Huth, der Technische Beigeordnete Martin Höschen und Tiefbauamtsleiter Olaf Kleine-Erwig stellten die Planungen und den Bauablauf für das ambitionierte Bauprojekt vor. „Im Mai beginnt die Gold-Kraemer-Stiftung mit den Arbeiten auf dem Guidelplatz“, kündigte Hauptgeschäftsführer Peter Michael Soénius an. „Die Zahl der Parkplätze werden wir nach und nach verringern, so dass bis zum Aushub der Baugrube der Guidelplatz größtenteils weiter als Parkplatz genutzt werden kann“, so der Hauptgeschäftsführer weiter. Die Stiftung rechnet mit einer Bauzeit bis Ende 2019.
In der Bauphase wird auf der Ehrenfriedstraße in Höhe der Baustelle Tempo 30 angeordnet. Der Baustellenverkehr fährt im Kreis über die Kaiser-Otto-Straße rein und die Ehrenfriedstraße wieder raus. Nach der Fertigstellung der Tiefgarage fahren die Baufahrzeuge über den Platz.
Die Langgasse ist vom Baustellenverkehr nicht betroffen. Die Abteigasse wird zum Teil geöffnet bleiben. Der Bürgersteig in der Ehrenfriedstraße kann weiter genutzt werden. Die Belange der Anwohner und Geschäftsleute werden so weit wie möglich berücksichtigt. Es wird eine permanente Bauüberwachung und Ansprechpartner geben.
Neben dem Guidelplatzprojekt sind weitere Baumaßnahmen im Ort vorgesehen. Im Herbst wird am Ortseingang mit der Umgestaltung der Bernhardstraße begonnen. Die Straße wird abschnittsweise und vollständig gesperrt. In der Mühlenstraße wird ebenfalls gebaut. Alle Maßnahmen werden koordiniert.

Provisorischer Parkplatz in Brauweiler
Parkscheibenpflicht
Der provisorisch angelegte Parkplatz in der Kaiser-Otto-Straße in Brauweiler kann seit zwei Wochen zum Abstellen von PKWs genutzt werden. Die Stadtverwaltung weist daraufhin, dass das Parken auf der Fläche zeitlich begrenzt ist. Es gilt Parkscheibenpflicht (Dauer zwei Stunden). Mit der Maßnahme soll das Dauerparken unterbunden werden.
Es gibt 44 Autoabstellplätze. Sie ersetzen die Flächen, die während der Bauphase der Gold-Kraemer-Stiftung auf dem Guidelplatz wegfallen werden. Die Oberfläche ist als wassergebundene Wegedecke ausgeführt worden. Eine Asphaltdeckschicht konnte nicht aufgetragen werden, weil Anforderungen an die Entwässerung erfüllt werden mussten.

Das Signal steht auf Grün!
Für das Guidelplatz-Projekt im Herzen von Brauweiler hat die Stadtverwaltung Pulheim der Bauherrin, der Gold-Kraemer-Stiftung, die Baugenehmigung erteilt. Errichtet werden sollen eine Tiefgarage und vier Gebäude. Mit den Bauarbeiten wird die Gold-Kraemer- Stiftung nach Auskunft eines Sprechers bald beginnen. Zurzeit werden die Arbeiten ausgeschrieben. Mit einer Bauzeit von mehr als zwei Jahren muss gerechnet werden.
„Wir sind davon überzeugt, dass am Guidelplatz etwas Zukunftsweisendes für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Besucher des Abteiortes entstehen wird“, so Bürgermeister Frank Keppeler. Johannes Ruland, Vorstandsvorsitzender der Gold-Kraemer-Stiftung, zeigt sich zuversichtlich: „Die Stiftung freut sich darauf, in diesem Jahr mit dem Bau ihres inklusiven Wohn- und Kunstquartiers in Brauweiler zu beginnen. Die Baugenehmigung markiert das Ende eines langen Weges, den das Projekt in den letzten Jahren zurückgelegt hat. Der nun erfolgende Start ist aber nicht nur eine gute Nachricht für unsere Stiftung, sondern für alle, die das Projekt stets unterstützt haben und nicht zuletzt für alle Brauweiler Bürgerinnen und Bürger.“ Johannes Ruland hob besonders das Engagement des zuständigen Bauordnungsamtes der Stadt hervor. Dies habe, so Ruland, in allen Planungsphasen das Projekt immer konstruktiv begleitet. Wirkungsvoller Wegbereiter der Idee der Gold-Kraemer-Stiftung, so der Vorsitzende weiter, sei Dr. Karlheinz Gierden, durch dessen besonderes Engagement auch viele wichtige Partner für das Projekt gewonnen werden konnten.
Die Gold-Kraemer-Stiftung realisiert als Investor den Bau eines »Inklusiven Wohn- und Kunstquartiers«. Herzstück des Gebäudeensembles ist das Kunsthaus, in dem Künstler mit und ohne Behinderung gemeinsam arbeiten können und professionelle Begleitung erfahren. Die Stiftung lädt ausdrücklich alle örtlichen Vereine, Gruppierungen und Initiativen zur konstruktiven Mitarbeit ein.
Stadt und Stiftung werden auch in der Bauphase die Bürgerinnen und Bürger durch regelmäßige Informationsveranstaltungen über die aktuellen Entwicklungen informieren, die es auch bereits in der Planungsphase mehrfach gegeben hat.
Die Gold-Kraemer-Stiftung beabsichtigt in der geänderten Konzeption die Hochbebauung innerhalb von vier Baufeldern umzusetzen. Am westlichen Rand des Guidelplatzes befinden sich zwei Solitärbauten (Haus 1 und 2), die eine Gasse zur Langgasse bilden. Haus 3 ist der Kopfbau im Anschluss an die bereits stehenden Guidel-Arkaden. Den nördlichen Abschluss der Platzfläche bildet das langgestreckte Gebäude 4 gegenüber der Guidel-Arkade.
Entstehen werden insgesamt 37 Wohnungen, acht Ladenlokale und ein Kunsthaus sowie eine Tiefgarage mit etwa 80 privaten Stellplätzen für die Bewohner und Nutzer der Gebäude. Die Zufahrt ist von der Kaiser-Otto-Straße aus vorgesehen.
Auf 330 Quadratmetern werden Künstlerwerkstätten entstehen. Ein 50 Quadratmeter großer Musikraum ist in Haus 2 vorgesehen. Neben Lagerflächen sind dort zehn Appartements geplant. In den anderen beiden Gebäuden werden frei vermietbare, barrierefreie Wohnungen und Gastronomie (Haus 1) und Ladenlokale entstehen.
Auf den Baufeldern 5 und 6 wird die Gold-Kraemer-Stiftung keine Häuser errichten. Diese Grundstücke wurden an die Stadt Pulheim zurückgegeben. Die Zu- und Ausfahrten der Tiefgarage in der Kaiser-Otto-Straße werden – im Vergleich zur bisherigen Planung - vom Nachbargrundstück abgerückt. Der Stadt Pulheim wird die Möglichkeit eingeräumt, zu einem späteren Zeitpunkt über die Zufahrt der Tiefgarage der Stiftung eine weitere Tiefgarage unter dem angrenzenden städtischen Eigentumsbereich anbinden zu können.
Der Guidelplatz soll ausgebaut und einheitlich gestaltet werden. Die Platzgestaltung wird über die Ehrenfriedstraße hinweg soweit wie möglich an das Prälatur-Gebäude der ehemaligen Abtei herangeführt. Die Belange des Denkmalschutzes werden berücksichtigt. Der Platzgestaltung liegt die »Gestaltungsvariante 5« des Stadtplanungsbüros Atelier Fritschi und Stahl zugrunde.
Der Bau des an dieser Stelle vorgesehenen provisorischen Parkplatzes hatte sich zunächst etwas verzögert. Dort stehen mittlerweile 44 provisorische Autoabstellplätze zur Verfügung. Sie ersetzen die Flächen, die in der Bauphase auf dem Guidelplatz wegfallen. Zur Ehrenfriedstraße ist die Fläche begrünt. Die Oberfläche wurde mit Mineralbeton versehen. Eine Asphaltdeckschicht konnte nicht aufgetragen werden, weil Anforderungen an die Entwässerung erfüllt werden mussten. Nach der Beendigung der Bauarbeiten auf dem Guidelplatz durch die Gold-Kraemer-Stiftung wird dieser Parkplatz wieder aufgegeben und es werden dort Gebäude errichtet. Bis dahin soll eine endgültige Lösung zur Schaffung von öffentlichen Stellplätzen im Kernbereich von Brauweiler gefunden werden.
Der Stadtrat hatte in seiner Sitzung vom 17. Dezember 2013 das veränderte Bebauungskonzept für den Bereich des Guidelplatzes und der neuen Verbindung zur Kaiser-Otto-Straße in Brauweiler beschlossen. Die Umsetzung machte detaillierte Anpassungen der vertraglichen Vereinbarungen zwischen der Gold-Kraemer-Stiftung und der Stadt notwendig. In seinen Sitzungen am 13. Mai und 4. November 2014 hatte sich der Stadtrat erneut mit der Neugestaltung des Guidelplatzes befasst und den abschließenden Vertragsdetails zugestimmt. In Bezug auf die Ehrenfriedstraße haben zahlreiche Verhandlungen und hilfreiche Unterstützungsmaßnahmen zur Lösung geführt. In Gesprächen mit dem Landesbetrieb Straßenbau sowie der Denkmalbehörde des Landschaftsverbandes Rheinland haben der Bürgermeister und die Stadtverwaltung die von der Stiftung gewünschte Platzerweiterung über die Straße bis zum Prälatur-Gebäude erörtert und sich über mögliche Planungsansätze ausgetauscht. Dazu war es notwendig geworden, dass sich auch der Rhein-Erft-Kreis beteiligte. Ziel war die Herabstufung der Ehrenfriedstraße von einer Landesstraße zu einer Kreisstraße. Nach einem Gespräch beim Verkehrsministerium in Düsseldorf am 10. November 2011 konnte der Rhein-Erft-Kreis die Ehrenfriedstraße und die Mathildenstraße am 1. Juli 2013 vom Land in die eigene Baulast übernehmen.
Zu weiteren Verzögerungen war es außerdem gekommen, weil gegen den von der Stadt erlassenen Bauvorbescheid Klage erhoben wurde, die am 26. Juni 2013 vor dem Verwaltungsgericht in Köln verhandelt wurde. Zuvor geführte Einigungsgespräche mit den Klägern auf Rücknahme der Klage hatten zu keinem Ergebnis geführt. Das Verwaltungsgericht Köln hat festgestellt, dass der für die Errichtung von Wohn- und Geschäftshäusern und einer Tiefgarage im Zentrum von Brauweiler erteilte Bauvorbescheid rechtswidrig ist. Dies begründete das Gericht damit, dass das von der Verwaltung beauftragte Lärmschutzgutachten insbesondere im Hinblick auf die nächtliche Nutzung der öffentlichen Stellplätze in der Tiefgarage Fragen offen lasse.
Unabhängig vom zunächst angestrengten Berufungsverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht Münster hat die Gold-Kraemer-Stiftung ihre Gespräche mit der Stadtverwaltung fortgeführt und Lösungen für die Umsetzung des Guidelplatz-Projektes unter Berücksichtigung der Hinweise und Verbesserungsvorschläge des Verwaltungsgerichtes Köln erarbeitet.

Archäologische Sicherungsmaßnahmen
Herstellung des provisorischen Parkplatzes verzögert sich
Das Amt für Bodendenkmalpflege des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) hat der Stadtverwaltung Pulheim mitgeteilt, dass die Abbrucharbeiten in der Kaiser-Otto-Straße und der Ehrenfriedstraße in Brauweiler mit Erreichen der Fundamente und Bodenplatten unter Aufsicht und Weisung einer archäologischen Fachfirma stattzufinden haben, weil damit gerechnet wird, dass beim Entfernen der Fundamente Bodendenkmäler aufgedeckt werden. Einschlägig ist in diesem Zusammenhang § 29 DSchG (Denkmalschutzgesetz) NRW. Danach unterliegen u.a. vermutete Bodendenkmäler bei deren Veränderung oder Beseitigung einer Verpflichtung zur vorherigen wissenschaftlichen Untersuchung, Bergung und Dokumentation, verbunden mit einer Kostenübernahme durch den Bauherren (Verursacher). Die Arbeiten sind daraufhin vorübergehend eingestellt worden.
Mit der Durchführung der archäologischen Sicherungsmaßnahmen wird die Stadtverwaltung eine Fachfirma beauftragen. Die Vergabe dieser Leistungen wird derzeit vorbereitet. Die Kosten trägt die Stadt. Sie wird die zu erwartenden Bodendenkmäler durch eine Fachfirma untersuchen und dokumentieren lassen.
Die Abrissarbeiten sind bislang zügig und ohne Probleme vorangeschritten. Weil die Stadtverwaltung die Abbrucharbeiten frühzeitig beauftragt hat, stellen die archäologischen Untersuchungen für den weiteren Fortgang der Baumaßnahmen kein Problem dar. Auch wenn sich die Herstellung des provisorischen Parkplatzes verzögert - der zeitliche Umfang der Verzögerung ist abhängig von Umfang der Erdeingriffe und von der archäologischen Situation – verbleibt bis zum Baubeginn auf dem Guidelplatz genügend Zeit. Dies ist auch in der Bürgerversammlung am 2. Juli in der Abtei thematisiert worden.
Die Grundstücke liegen gegenüber der Abtei innerhalb des historischen Ortskerns von Brauweiler, der erstmalig 1052 urkundlich erwähnt wird. Ausschnitte aus der Tranchotkarte von 1807 mit der Lage der aktuellen Baustelle zeigen dort eine größere Hofanlage.
Die archäologischen Untersuchungen in den Jahren 2001, 2005 und 2010 im Bereich des Guidelplatzes und zwischen der Kaiser-Otto-Straße 4 und 8 lieferten bereits neue Erkenntnisse zur mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Topografie von Brauweiler. Auf historischen Karten des 19. Jahrhundert ist zu sehen, dass sich in der Neuzeit die Bebauung entlang der Ehrenfriedstraße und der Bernhardstraße orientiert, wobei in den rückwärtigen Parzellen die Wirtschaftsbereiche gelegen haben. Die archäologischen Untersuchungen machen deutlich, dass im Mittelalter die Bebauung zwischen Ehrenfriedstraße und Langgasse lag und sich nicht an Straßenzügen orientierte. Dies bestätigen die Untersuchungen in der Ehrenfriedstraße in Höhe des Guidelplatzes, bei denen die Keller der Häuser Lohscheider und Bücker freigelegt wurden, die 1959 und 1988 abgerissen worden sind.
Im Zuge der Untersuchungen in der Kaiser-Otto-Straße, die unmittelbar an die Grundstücke der jetzt abgerissenen Gebäude grenzen, wurden mehrere hoch- und spätmittelalterliche (11. bis 15. Jahrhundert) Erdkeller, neuzeitliche (16. bis 19.Jahrhundert) Gebäudefundamente sowie mit umfangreichen Fundmaterial verfüllte Abfallgruben gefunden. Diese archäologischen Befunde grenzen direkt bis an die noch nicht untersuchten Grundstücke in der Kaiser-Otto-Straße und belegen, dass sie sich hier fortsetzen.
Nach Ansicht der Denkmalpfleger ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sich im Bereich der Grundstücke Kaiser-Otto-Straße 2, 2a, und 4 sowie Ehrenfriedstraße 34 und 36 neben den Kellern und Fundamenten der abgerissenen Häuser noch mittelalterliche und frühneuzeitliche Befunde erhalten haben.
Im Zuge der Abrissarbeiten der Kellerwände und –sohlen sind bereits in den Baugruben archäologische Strukturen, ältere Bauphasen, ältere Erdkeller erkennbar, die dokumentiert werden müssen. Eine archäologische Begleitung der Erdarbeiten ist daher erforderlich.

Gesamtkonzept für Brauweiler beschlossen
Einstimmig hat der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Pulheim beschlossen, ein Gesamtkonzept für die Ortsmitte von Brauweiler zu entwickeln. Die Verwaltung wird es gemeinsam mit Bürgern und Geschäftsleuten erarbeiten. Dazu gehören die Themen Verkehr, Parken, Einzelhandel, Städtebau und die geplante Bebauung des Guidelplatzes. Einzelne Themen sollen in den jeweiligen Fachausschüssen diskutiert und behandelt werden.

Bürgerinformationsveranstaltung am 2. Juli 2015
Die Stadtverwaltung Pulheim hat zusammen mit der Gold-Kraemer-Stiftung als Bauherrin interessierte Bürgerinnen und Bürger zur zweiten Informationsveranstaltung über die Entwicklung der Infrastruktur für den Brauweiler Ortskern und das Projekt eines inklusiven Kunst- und Wohnquartiers auf dem Guidelplatz eingeladen. Die Veranstaltung hat am Donnerstag, 02. Juli, im Gierden-Saal der Abtei Brauweiler stattgefunden. Stadt und Stiftung sind damit dem insbesondere in der Bürgerinformationsveranstaltung am 15. Januar 2015 geäußerten Wunsch nachgekommen, regelmäßig über den Fortgang der Planungen für das Zentrum von Brauweiler zu informieren.
Mit den Bauarbeiten auf dem Guidelplatz wird die Gold-Kraemer- Stiftung nach Auskunft ihres Architekten Ralf Hatzmann Mitte 2016 beginnen. In der zweiten Bürgerversammlung stellte Hatzmann den Zeitplan vor. Ende 2015 wird der Bauantrag gestellt. Anfang 2016 werden die Arbeiten ausgeschrieben. Mit einer Bauzeit von mehr als zwei Jahren muss gerechnet werden.
Der Technische Beigeordnete Martin Höschen teilte mit, dass es erste Überlegungen gibt, für die wegfallenden Tiefgaragenplätze unter dem Guidelplatz unter dem Parkplatz des Landschaftsverbandes eine neue Tiefgarage zu bauen. Eine Parkpalette ist dort aus Gründen des Denkmalschutzes nicht möglich. Der Parkplatz ist 130 Meter von der Ortsmitte entfernt. Bei den anderen infrage kommenden Flächen auf dem ehemaligen Kinogelände in der Ehrenfriedstraße oder auf einer Wiese hinter der Immunitätsmauer des LVR in der Mathildenstraße sieht Höschen Probleme bei der Umsetzung. Für den Abriss der Häuserzeile in der Kaiser-Otto-Straße 2-4 und in der Ehrenfriedstraße 34-36 müssen nach Auskunft von Bürgermeister Frank Keppeler die Sommerferien genutzt werden. Dort entstehen 44 provisorische Autoabstellplätze. Sie ersetzen die Flächen, die in der Bauphase auf dem Guidelplatz wegfallen.

Gebäudeabriss in der Kaiser-Otto-Straße und in der Ehrenfriedstraße
Der im Zusammenhang mit der Baumaßnahme der Gold-Kraemer-Stiftung auf dem Guidelplatz in Brauweiler vorgesehene Abriss mehrerer städtischer Gebäude in der Kaiser-Otto-Straße 2 bis 4 (gegenüber der Filiale der Kreissparkasse) und in der Ehrenfriedstraße 34 bis 36 hat begonnen. Am Montag, 29. Juni, sind die Arbeiten aufgenommen worden. Ein Bauzaun wurde aufgestellt und die Baustelle ist eingerichtet worden. Zunächst werden die Häuser entkernt. Die Heizungen, Sanitäreinrichtungen, Fußbodenbeläge, Fenster und Türen usw. werden ausgebaut und separat entsorgt. Diese Arbeiten werden voraussichtlich bis Freitag, 10. Juli, abgewickelt. Anschließend werden die eigentlichen Abrissarbeiten aufgenommen. Die Fachfirma wird sich vom Parkplatz in Richtung Ehrenfriedstraße vorarbeiten (von Westen nach Osten). Ab Montag, 13. Juli, werden zunächst das Einfamilienhaus und die ehemalige Bäckerei abgerissen. Eine Woche später, am Montag, 20. Juli, starten die Arbeiten in der Ehrenfriedstraße Nr. 34 + 36 mit dem Abriss der Dächer und Obergeschosse. Dafür wird die Ehrenfriedstraße eine Woche halbseitig gesperrt und der Verkehr mit einer Ampelanlage geregelt. Der Gehweg auf der westlichen Seite der Ehrenfriedstraße wird für die Dauer der Abrissarbeiten in diesem Bereich ebenfalls gesperrt. Ab Montag, 27. Juli, werden die Arbeiten im Erdgeschoss und in den Kellern fortgesetzt. Zum Schutz der Passanten und der umstehenden Gebäude werden Staubschutzplanen am Bauzaun angebracht. Wegen der Abfuhr der Abrissmaterialien muss mit erheblichem LKW-Verkehr gerechnet werden.
Ein Teil des provisorischen Parkplatzes zwischen Guidelplatz und Kaiser-Otto-Straße wird zum Abstellen von Baufahrzeugen gebraucht und steht als Parkplatz nicht zur Verfügung.
Im Anschluss an die Abbrucharbeiten werden die Keller verfüllt. Nach den archäologischen Untersuchungen, durch die eine zeitlich Verzögerung eingetreten ist, soll der Auftrag für den Bau des provisorischen Parkplatzes vergeben werden. Wann mit der Errichtung der 44 provisorischen Stellplätze begonnen wird, steht noch nicht fest. Die Bauzeit beträgt ca. zwei Wochen. Zur Ehrenfriedstraße wird der Parkplatz begrünt. Die Oberfläche wird mit Mineralbeton versehen. Eine Asphaltdeckschicht kann nicht aufgetragen werden, weil Anforderungen an die Entwässerung erfüllt werden müssten.
Nach der Beendigung der Bauarbeiten auf dem Guidelplatz durch die Gold-Krämer-Stiftung wird dieser Parkplatz wieder aufgegeben und es werden dort Gebäude errichtet. Bis dahin soll eine endgültige Lösung zur Schaffung von öffentlichen Stellplätzen im Kernbereich von Brauweiler gefunden werden.

Bürgerinformationsveranstaltung am 15. Januar 2015
Vor über 300 interessierten Bürgerinnen und Bürgern informierten am Donnerstag, 15. Januar, die Stadt Pulheim und die Gold-Kraemer-Stiftung im Gierden-Saal der Abtei Brauweiler über das Guidelplatz-Projekt. Die Gold-Kraemer-Stiftung plant dort als Investor den Bau eines »Inklusiven Wohn- und Kunstquartiers«. Bürgermeister Frank Keppeler, Vorstandsvorsitzender Johannes Ruland, Staatsminister a. D. Harry K. Voigtsberger, Architekt Ralph Hatzmann und der Technische Beigeordnete Martin Höschen stellten die Planungen im Detail vor. Die Teilnehmer der Bürgerversammlung hatten im Anschluss die Gelegenheit, Fragen an die Stadt und die Stiftung zu stellen. Insbesondere die Entstehung eines Kunst- und Kulturzentrums, in dem sowohl Künstler mit und ohne Behinderung gemeinsam arbeiten können als auch alle örtlichen Vereine, Gruppierungen und Initiativen zur konstruktiven Mitarbeit eingeladen sind, fand große Zustimmung in der Bevölkerung.
„Wir sind davon überzeugt, dass am Guidelplatz etwas Zukunftsweisendes für die Bürger und die Besucher des Abteiortes entstehen wird“, so der Bürgermeister. Johannes Ruland zeigte sich zuversichtlich: „Für die Stiftung bedeutet dieses Projekt einen weiteren Meilenstein zur Erreichung unserer Ziele, inklusive gesellschaftliche Veränderungsprozesse im Ortszentrum mitzugestalten.“
Die Gold-Kraemer-Stiftung beabsichtigt in der geänderten Konzeption die Hochbebauung der Baufelder 1, 2, 3 und 4 (alt 5) umzusetzen. Die Häuser 1 und 2 sind die Kopfbauten am westlichen Rand des Guidelplatzes. Haus 3 ist der Kopfbau im Anschluss an die bereits stehenden Guidel-Arkaden. Gebäude 4 ist das Haus gegenüber der Guidel-Arkaden auf der nördlichen Seite der Platzfläche.
Entstehen werden insgesamt 37 Wohnungen, acht Ladenlokale und ein Kunsthaus sowie eine Tiefgarage mit etwa 80 Stellplätzen. Die Zufahrt ist von der Kaiser-Otto-Straße aus vorgesehen. Harry Voigtsberger, ehemaliger Direktor des Landschaftsverbandes Rheinland, stellte das Kunsthaus in Gebäude 3 als „das Herzstück“ des gesamten Projektes vor. Auf 310 Quadratmetern werden dort Künstlerwerkstätten entstehen. Ein 50 Quadratmeter großes Atelier ist in Haus 2 vorgesehen. Neben Lagerflächen sind dort elf Apartments geplant. In den anderen beiden Gebäuden werden frei vermietbare, barrierefreie Wohnungen und Gastronomie (Haus 1) und Ladenlokale entstehen. Johannes Ruland unterstrich, dass die Gold-Kraemer-Stiftung zusammen mit dem Architekten die neuen Pläne nun umgehend im Detail überarbeiten werde, so dass der Bauantrag schnellstmöglich eingereicht werden könne. Die Stadtverwaltung behandle das Bauprojekt der Gold-Kraemer-Stiftung mit hoher Priorität, erklärte der Bürgermeister.
Auf den Baufeldern 5 und 6 wird die Gold-Kraemer-Stiftung keine Häuser errichten. Diese Grundstücke werden an die Stadt Pulheim zurückgegeben. Die Zu- und Ausfahrten der Tiefgarage in der Kaiser-Otto-Straße werden – im Vergleich zur bisherigen Planung - vom Nachbargrundstück abgerückt. Der Stadt Pulheim wird die Möglichkeit eingeräumt, zu einem späteren Zeitpunkt über die Zufahrt der Tiefgarage der Stiftung eine weitere Tiefgarage unter dem angrenzenden städtischen Eigentumsbereich anbinden zu können.
Sorge äußerten die Bürger und Geschäftsleute hinsichtlich der zukünftigen Parkflächen. Derzeit stellt die Gold-Kraemer-Stiftung auf dem Guidelplatz bis zum Baubeginn provisorisch kostenlos Parkflächen zur Verfügung. Bürgermeister Frank Keppeler machte deutlich, dass sich die Stadtverwaltung bereits intensiv mit diesem Thema beschäftige und nach Lösungen suche. Bevor die Gold-Kraemer-Stiftung mit der Baumaßnahme beginnt, sollen im Zentrum von Brauweiler provisorische Stellplätze entstehen. Möglich ist dies durch den Abriss mehrerer städtischer Gebäude entlang der Kaiser-Otto-Straße gegenüber der Kreissparkassenfiliale sowie durch das von der Gold-Kraemer-Stiftung zurückgegebene Baufeld. Mit dem Abbruch der Gebäude soll die Kaiser-Otto-Straße zudem eine Verbreiterung erfahren.
Der Guidelplatz soll ausgebaut und einheitlich gestaltet werden. Die Platzgestaltung wird über die Ehrenfriedstraße hinweg soweit wie möglich an das Prälatur-Gebäude der ehemaligen Abtei herangeführt. Die Belange des Denkmalschutzes werden berücksichtigt. Der Platzgestaltung liegt die »Gestaltungsvariante 5« des Stadtplanungsbüros Atelier Fritschi und Stahl zugrunde.
Der Stadtrat hatte in seiner Sitzung vom 17. Dezember 2013 das veränderte Bebauungskonzept für den Bereich des Guidelplatzes und der neuen Verbindung zur Kaiser-Otto-Straße in Brauweiler beschlossen. Die Umsetzung machte detaillierte Anpassungen der vertraglichen Vereinbarungen zwischen Gold-Kraemer-Stiftung und Stadt notwendig. Diese Anpassungsarbeiten haben sich als komplexer und langwieriger herausgestellt, als beide Seiten dies ursprünglich angenommen hatten. Sie sind nun erfolgreich abgeschlossen. In seinen Sitzungen vom 13. Mai und 4. November 2014 hatte sich der Stadtrat erneut mit der Neugestaltung des Guidelplatzes befasst und den abschließenden Vertragsdetails zugestimmt. In Bezug auf die Ehrenfriedstraße haben zahlreiche Verhandlungen und hilfreiche Unterstützungsmaßnahmen zur Lösung geführt. In Gesprächen mit dem Landesbetrieb Straßenbau sowie der Denkmalbehörde des Landschaftsverbandes Rheinland haben der Bürgermeister und die Stadtverwaltung die von der Stiftung gewünschte Platzerweiterung über die Straße bis zum Prälatur-Gebäude erörtert und sich über mögliche Planungsansätze ausgetauscht. Dazu war es notwendig geworden, dass sich auch der Rhein-Erft-Kreis beteiligte. Ziel war die Herabstufung der Ehrenfriedstraße von einer Landesstraße zu einer Kreisstraße. Nach einem Gespräch beim Verkehrsministerium in Düsseldorf am 10. November 2011 konnte der Rhein-Erft-Kreis die Ehrenfriedstraße und die Mathildenstraße am 1. Juli 2013 vom Land in die eigene Baulast übernehmen.
Zu weiteren Verzögerungen war es außerdem gekommen, weil gegen den von der Stadt erlassenen Bauvorbescheid Klage erhoben wurde, die am 26. Juni 2013 vor dem Verwaltungsgericht in Köln verhandelt wurde. Zuvor geführte Einigungsgespräche mit den Klägern auf Rücknahme der Klage hatten zu keinem Ergebnis geführt. Das Verwaltungsgericht Köln hat dann festgestellt, dass der für die Errichtung von Wohn- und Geschäftshäusern und einer Tiefgarage im Zentrum von Brauweiler erteilte Bauvorbescheid rechtswidrig ist. Dies begründete das Gericht damit, dass das von der Verwaltung beauftragte Lärmschutzgutachten insbesondere im Hinblick auf die nächtliche Nutzung der Tiefgarage Fragen offen lasse.
Unabhängig vom zunächst angestrengten Berufungsverfahrens vor dem Oberverwaltungsgericht Münster haben die Gold-Kraemer-Stiftung und die Stadtverwaltung ihre Gespräche stets fortgeführt und die jetzt vorliegenden Lösungen für die Umsetzung des Guidelplatz-Projektes unter Berücksichtigung der Hinweise und Verbesserungsvorschläge des Verwaltungsgerichtes Köln erarbeitet.

Aktuelle Planungen und Ansichten des Architekten Ralf Hatzmann

Digitale Pulheimer Lehrstellen- und Praktikumsbörse

Die Wirtschaftsförderungsabteilung der Stadtverwaltung Pulheim hat eine digitale Pulheimer Lehrstellen- und Praktikumsbörse entwickelt und eingerichtet. Die Plattform bietet die Möglichkeit, die Kontaktaufnahme zwischen Schülerinnen und Schülern und Firmen sowie Unternehmen zu erleichtern und zu unterstützen. Wer sich kostenlos auf der Pulheimer Lehrstellen- und Praktikumsbörse präsentieren und informieren möchte, meldet sich mit dem Link https://www.lehrstellenboerse-pulheim.de/ an. Eine E-Mail mit den persönlichen Zugangsdaten wird anschließend zugesandt.
Bürgermeister Frank Keppeler freut sich über das neue attraktive Angebot: „Die Börse bringt Bewerberinnen und Bewerber sowie Unternehmen schnell, übersichtlich und kostenlos zusammen.“
Die Wirtschaftsförderer sind davon überzeugt, dass es sich im Wettbewerb um Fachkräfte und Auszubildende lohnt, neue Wege zu gehen. Bekannt ist, dass sich vor allen Dingen junge Menschen in den digitalen Medien über den lokalen Arbeitsmarkt und dessen Jobangebote orientieren. Die Pulheimer Unternehmen haben jetzt die Möglichkeit, mit Hilfe der Lehrstellen- und Praktikumsbörse ihre Ausbildungs- und Praktikumsplätze anzubieten. Die Schülerinnen und Schüler können aktiv nach passenden Lehrstellen und Praktika suchen und sich direkt mit dem jeweiligen Unternehmen in Verbindung setzen.
Für weitere Informationen steht als Ansprechpartner Josef Schmidt von der Wirtschaftsförderungsabteilung, Telefon 02238/808 408 oder E-Mail josef.schmidt@pulheim.de gerne zur Verfügung.

Lehrstellenbörse Pulheim

INEOS Go Run For Fun (GRFF) im Sportzentrum
Mehr als 1.300 Kinder in Pulheim dabei

Das INEOS Go Run For Fun-Ereignis in Pulheim ist eine tolle Sache. Das sechste von dem Kölner Unternehmen INEOS organisierte Sportfest war wieder ein voller Erfolg. Mehr als 1.300 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren von vielen Pulheimer Grund- und weiterführenden Schulen absolvierten die zwei Kilometer lange Strecke. Auch zahlreiche Kindertagesstättenkinder sind dabei gewesen. Gemeinsam mit Müttern, Vätern und Erzieherinnen liefen sie eine verkürzte Strecke. Bürgermeister Frank Keppeler hatte den Startschuss für die Läufe über den Rundkurs gegeben, der in diesem Jahr zum dritten Mal im Sportzentrum markiert worden war. In den ersten drei Jahren hatte die Veranstaltung im Nordpark stattgefunden. Der Bürgermeister zeigte sich von dem Veranstaltungskonzept überzeugt: „Ich freue mich, dass wieder so viele junge Läuferinnen und Läufer gerne mitmachen und mit Begeisterung dabei sind. Die Veranstaltung hat sich großartig entwickelt. Es ist sehr gut, dass bei Kindern früh das Interesse entsteht selber Sport zu treiben. Sport und Bewegung sind wichtig für ihre Entwicklung.“
Organisiert wird Go Run For Fun von Dr. Anne-Gret Iturriaga Abarzua, Leiterin der Unternehmenskommunikation von INEOS.

70 Schülerinnen und Schüler beim 3. Pulheimer Jugendforum dabei
Interesse für Kommunalpolitik wecken

70 Schülerinnen und Schüler der Marion-Dönhoff-Realschule, des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, des Abtei-Gymnasiums, der Gesamtschule und der Schule an der Jahnstraße haben am 3. Jugendforum zur politischen Bildung im Rathaus teilgenommen. In der Dialogveranstaltung diskutierten die Siebt-, Acht-, und Neuntklässler mit Ratsmitgliedern und sachkundigen Bürgerinnen und Bürgern sowie mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung über ihre Ideen zur Weiterentwicklung der Stadt. Mit dabei waren Lehrerinnen und Lehrer der beteiligten Schulen und Fachkräfte aus der Offenen Jugendarbeit.
Bürgermeister Frank Keppeler eröffnete gemeinsam mit Schuldezernent Uwe Zaar die Veranstaltung. Dabei machte der Bürgermeister deutlich, worum es beim Jugendforum geht: „Ziel ist es, durch den offenen Diskurs das Interesse für das kommunalpolitische Geschehen zu wecken. Die Veranstaltung zeigt auf, wie sich junge Menschen an kommunalpolitischen Entscheidungen beteiligen können.“ Organisiert hatten die Veranstaltung die Mitarbeiterinnen des städtischen Bildungsbüros, Gabriele Busmann und Petra Lewicki. Unterstützt wurden sie u.a. von Moderator Simon Blens.
Im Unterricht hatten sich die Jugendlichen zuvor mit Kommunalpolitik beschäftigt und Themen erarbeitet, die an diesem Abschlusstag in vier Arbeitsgruppen behandelt wurden. Dabei ging es um Treffpunkte und Angebote für Jugendliche in Pulheim wie z.B. Kino, Bänke oder Wasserspender, die Optimierung von Radwegen, die jugendgerechte Gestaltung der Neubaugebiete und den Zustand der Schultoiletten im Schulzentrum in Brauweiler. Zum Abschluss stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zufrieden fest, dass das 3. Jugendforum sehr gut angekommen ist.

Martin Höschen einstimmig wiedergewählt

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 9. Juli 2019 Martin Höschen einstimmig als Technischen Beigeordneten wiedergewählt. Höschen bekleidet das Amt seit dem 1. Dezember 2011. Als Chef der Stadtplaner, der Koordinierungsstelle Umweltschutz, der Tiefbauer, des Bauordnungsamts und des Bauverwaltungsamts hat er während der vergangenen Jahre unter anderem die Ansiedlung des Möbelhauses Segmüller aktiv begleitet. Zu seinen Aufgaben zählen außerdem so große Projekte wie der Umbau der Rathauskreuzung in Pulheim, die Erweiterung des Nordparks, die Schaffung der neuen Baugebiete südlich der Bahn sowie die Umgestaltung des Brauweiler Guidelplatzes.
Der gebürtige Westfale (Jahrgang 1960) absolvierte nach dem Abitur ein Studium der Raumplanung an der Technischen Universität Dortmund mit dem Abschluss Diplom-Ingenieur. Außerdem legte er die Große Staatsprüfung in der Fachrichtung Städtebau beim Land Nordrhein-Westfalen – Bezirksregierung Münster – ab.
Zu seinen beruflichen Stationen gehört auch die Leitung des Bauordnungsamtes der Stadt Pulheim von Februar 1989 bis Juni 1991. In dieser Zeit erteilte Martin Höschen unter anderem Baugenehmigungen für das heutige Kaufland-Kaufhaus und das Rathaus-Center. Von Juli 1991 bis September 1996 leitete Höschen das Bauaufsichtsamt des Kreises Steinfurt, 1996 wechselte er nach Moers in die Bauaufsicht. Seit Dezember 2011 ist der parteilose Diplom-Ingenieur Technischer Beigeordneter der Stadt Pulheim.

Bürgerinnen und Bürger pflegen Grünflächen und Spielplätze

Weitere Paten werden gesucht

Viele Menschen in der Stadt setzten sich nachhaltig für ein sauberes Pulheim ein. Sie übernehmen Verantwortung und kümmern sich regelmäßig um die Beseitigung von Müll und Unrat auf öffentlichen Flächen. 370 Grünflächen werden überall im Pulheimer Stadtgebiet bereits von freundlichen Bürgerinnen und Bürgern gepflegt und gestaltet. Diese offiziellen Grünflächenpatenschaften werden vom städtischen Bauhof betreut. Michael Götten, Leiter des Geschäftsbereichs Öffentliche Grünflächen, würde sich auch noch über weitere Interessenten freuen. Es ist Sommer, die Wachstumsperiode ist in vollem Gange und der Bauhof kann viele Helferinnen und Helfer dringend brauchen.

Michael Götten: „Wer mitmacht, kann den Erfolg vor seiner Haustür oder in der Nachbarschaft miterleben.“ Gepflegte Grünflächen tragen zu einem schöneren Ortsbild bei und verbessern die Wohn- und Lebensqualität merklich. Pflegen kann man Straßenbeete, kleinere Park- und Gartenanlagen, Hochbeete, begrünte Containerstandorte für Glas und Papier und Pflanzkübel oder man gießt in Trockenperioden Bäume. Der Bauhof stellt Material zur Verfügung und steht den Grünflächenpaten als Ansprechpartner zur Seite.

Wer Interesse hat, wendet sich an Michael Götten, Telefon 02238/808-397. Wer lieber schreiben möchte, erreicht den städtischen Bauhof unter folgender Anschrift:
Stadt Pulheim, Zentraler Bauhof, Zum Schwefelberg 4, 50259 Pulheim oder E-Mail:
michael.goetten@pulheim.de

Sehr erfreulich ist auch die Bilanz bei der Betreuung von Spielplätzen. Das städtische Jugendamt teilt mit, dass sich mittlerweile 60 Paten um 71 Spielplätze kümmern. Insgesamt stehen den Pänz im Pulheimer Stadtgebiet 89 Spielflächen zur Verfügung.

Damit werden nahezu 80 Prozent aller Spielplätze von aufmerksamen Bürgerinnen und Bürger betreut. Zu den wichtigen Aufgaben der Spielplatzpaten gehört die soziale Kontrolle. Sie teilen dem Spielplatztelefon des Jugendamtes zum Beispiel mit, wenn sich auf einem Spielplatz Nutzungskonflikte entwickeln, Spielgeräte defekt sind oder der Platz in ungewöhnlich hohem Maße verschmutzt ist. Gegebenenfalls werden die Spielplatznutzer auch direkt auf Fehlverhalten angesprochen, wenn zum Beispiel Hunde mitgeführt werden. Oft werden auch kleinere Mengen Müll und Unrat von den Patinnen und Paten beseitigt. Bei gröberen Verschmutzungen kann der Bauhof durch den Kontakt zum Jugendamt zeitnah reagieren. Spielplatzpaten sind somit für das Jugendamt eine wichtige Informationsquelle über die jeweilige Spielplatzsituation vor Ort.

Wer gerne Spielplatzpate werden möchte und wem der Erhalt von öffentlichen Spielflächen wichtig ist und wer sich vorstellen kann, Spaß an dieser Aufgabe zu haben, meldet sich beim Spielplatztelefon im Jugendamt der Stadt Pulheim, Telefon 02238/808-490.

Einbringung des Doppelhaushaltes 2019/2020
Steuern werden gesenkt – Hohe Investitionen in Bildungslandschaft und Infrastruktur

Bürgermeister Frank Keppeler und Kämmerer Jens Batist haben in der Ratssitzung am Dienstag, 06. November, den Entwurf für den dritten Doppelhaushalt eingebracht. Er gilt für die Jahre 2019 und 2020. Die Finanzsituation hat sich deutlich verbessert. Die Arbeitslosenquote bewegt sich mit 3,4 Prozent auf historisch niedrigem Niveau. Die Steuereinnahmen zeichnen sich durch Zuwächse aus. Dadurch eröffnen sich Gestaltungsspielräume und die Stadt kann Vorsorge für schlechte Zeiten treffen. Die Ausgleichsrücklage wird bis 2020 auf 30,3 Mio. Euro anwachsen. Der Schuldenstand reduziert sich im Vergleich zum Jahr 2017 bis 2020 um rund 8 Mio. Euro. Die Stadt wird – so die Planung - in den kommenden beiden Jahren Investitionen von rund 52,7 Mio. Euro tätigen.
In seiner Haushaltsrede kündigte der Bürgermeister an, dass die Steuersätze für die Grundsteuer A, die Grundsteuer B und die Gewerbesteuer ab 2020 um jeweils 10 Prozentpunkte gesenkt werden sollen. „Damit bleiben wir deutlich unter dem Durchschnitt der Kommunen im Rhein-Erft-Kreis“, so Bürgermeister Frank Keppeler. Wegen der zu erwartenden finanziellen Rahmendaten sind die Senkungen ab 2020 vertretbar. Die Senkung der Realsteuerhebesätze bereits ab dem Jahr 2019 kommt nicht in Betracht, weil für das Jahr 2019 ein Haushaltsdefizit in Höhe von 2,3 Mio. Euro erwartet wird. Die städtischen Gebühren bleiben weitestgehend konstant.
Ganz oben auf der Agenda stehen hohe Investitionen in Bildung, Familie, Kinderbetreuung und Infrastruktur. Die in die Jahre gekommenen Schulen müssen saniert, ausgebaut und moderner gestaltet werden. Dafür werden der Schulentwicklungsplan und die Schulbaurichtlinie für die weiterführenden Schulen im kommenden Jahr erstellt. Für die Erweiterung der Christinaschule sollen in 2019 rund 370.000 Euro und in 2020 weitere 400.000 Euro investiert werden. Für die Richezaschule und die Grundschule Geyen/Sinthern werden im Haushaltsentwurf in beiden Jahren jeweils rund 500.000 Euro zur Verfügung gestellt. Im Schulzentrum Pulheim gibt es einen hohen Sanierungs- und Modernisierungsbedarf. Der Haushaltsentwurf sieht 1 Mio. Euro für Planungsleistungen vor. In der Finanzplanung werden in den Jahren 2021 bis 2023 jeweils 5 Mio. Euro berücksichtigt.
Am Schulzentrum in Brauweiler werden weitere Räumlichkeiten erforderlich, um den Raumbedarf der Gesamtschule, deren erster Jahrgang bald in die Oberstufe geht, zu decken. Hier ist ein Schulneubau in Modulbauweise geplant. Das Bauvorhaben wird von einem Generalunternehmer schlüsselfertig errichtet. Die Kosten betragen rund 4,7 Mio. Euro. Nachfolgend werden Umbauten im Bestandsgebäude vorgenommen, die Mensa erweitert und einzelne Container-Klassen wieder zurückgebaut. Das Gesamtbudget aller Maßnahmen beträgt 5,8 Millionen Euro.
Die Grundschule Kopfbuche zieht vom Standort Stommeln im Sommer 2019 in die auslaufende Hauptschule Escher Straße am Standort Pulheim. Die Baumaßnahmen sollen im Sommer 2019 pünktlich abgeschlossen werden, so dass die Schule das Gebäude übernehmen kann.
In der Stadt Pulheim leben aktuell ca. 2.900 Kinder im Alter von unter sechs Jahren. Zur Schaffung weiterer Betreuungsplätze ist der Bau einer sechsgruppigen Kita im BP 114 (Baukosten 3.070.000 Euro + Einrichtungskosten 330.000 Euro) vorgesehen. Zudem wird vorgeschlagen, das frei gewordene Gebäude der Kopfbuche für die Unterbringung einer neuen Kindertagesstätte zu nutzen.
Für den Sportbereich schlagen der Bürgermeister und der Kämmerer mehrere größere Investitionen vor. In Geyen soll der Ascheplatz in 2019 durch einen Kunstrasenplatz ersetzt werden. Ein weiterer Kunstrasenplatz soll im darauf folgenden Jahr 2020 in Sinnersdorf gebaut werden. Für die Errichtung der beiden Plätze sind insgesamt rund 1,5 Mio. Euro vorgesehen. Zur Verbesserung der Nutzbarkeit sieht der Haushaltsentwurf für den Rasenplatz in Stommeln im kommenden Jahr eine Flutlichtanlage (rund 98.000 Euro) vor. Darüber hinaus hat die Verwaltung erklärt zu prüfen, ob es möglich ist, auch im Mühlenort durch Umwandlung eines bestehenden Platzes einen Kunstrasenplatz zu errichten. Eine Umwandlung des Tennenplatzes ist aktuell nicht möglich, weil sich dieser im Überflutungsbereich eines Hochwasserrückhaltebeckens befindet. Die große Dreifachturnhalle im Sportzentrum Pulheim soll für rund 3,5 Mio. Euro umfassend saniert werden. Zur Aufrechterhaltung des Spiel- und Trainingsbetriebs sowie zur Verbesserung des Sportstättenangebots für Schulen und Vereine wird der Bau einer Modulbauhalle vorgeschlagen. Die Kosten dafür belaufen sich auf 2,4 Mio. Euro in 2019.
Zur Steigerung der Attraktivität und Verbesserung der Familienfreundlichkeit des Hallenbades in der Aquarena wird die Errichtung eines Baby- und Kinderbeckens in einem kleinen Anbau vorgeschlagen. 427.000 Euro sollen hier investiert werden. Für weitere Maßnahmen im Bereich des Pulheimer Sees sind 100.000 Euro vorgesehen.

Umbau Verkehrsknotenpunkt Rathauskreuzung
Unfallhäufungsstelle wird entschärft
Stadtverwaltung bittet um Verständnis für die Beeinträchtigungen

Arbeiten gehen erkennbar voran
Verkehrsfreigabe Ende November 2019 ist das Ziel
Tiefbauamtsleiter Olaf Kleine-Erwig ist guter Dinge. Mit Blick auf die laufenden Arbeiten rund um die Rathauskreuzung in Pulheim kann er feststellen, dass sie erkennbar vorangehen. Das vorgegebene Ziel, Verkehrsfreigabe Ende November, kann nach dem aktuellen Stand eingehalten werden. Überall werden Bagger, Raupenfahrzeuge und LKWs bewegt.
Die Rathausstraße wird zwischen Bahnunterführung und Steinstraße verbreitert.
Zu diesem Zweck wird zurzeit eine neue große Stützwand (jenseits des Rad- und Gehweges) errichtet – ein aufwendiges und zeitintensives Projekt.
Zwischen der Aldi-Filiale und dem ehemaligen Postgebäude ist eine Starkstromleitung vom Straßen- in den Gehwegbereich verlegt worden. Der Versorgungsträger wird die notwendigen Umklemmarbeiten in den nächsten Tagen durchführen.
Zudem wird derzeit direkt neben Aldi eine provisorische Ersatzzufahrt von der Steinstraße zu den verbliebenen Stellplätzen und dem P&R-Parkhaus erstellt. Die bisherige Parkplatzzufahrt wird aufgegeben und der gesperrte Ausbaubereich der Steinstraße zur Ersatzzufahrt verschoben. Da die provisorische Ersatzzufahrt aufgrund ihrer geringen Breite keinen Begegnungsverkehr zulässt, muss sie als Einbahnstraße ausgewiesen werden. Der verbliebenen Stellplätze sowie das P&R-Parkhaus können dann folglich nur über das Parkhaus und die Straße Am Bahnhof verlassen werden. Die Änderung wird in der kommenden Woche (zwischen dem 1. und 5. Juli) vorgenommen.
Für Fußgänger besteht die Möglichkeit – neben den Unterführungen Am Kleekamp und am Bahnhof – auch die Unterführung Rathausstraße zu nutzen. Hier ist allerdings eine kleine Treppe zu überwinden. Der Vorschlag, hier eine Rampe zu installieren, ist nicht umsetzbar, weil sie bei dem zulässigen Längsgefälle eine Länge von über 20 Metern aufweisen müsste. Darüber hinaus führt der Weg im Weiteren mitten durch das Baufeld, so dass dieser Weg sowieso nicht barrierefrei ist. Die Treppe wird allerdings kurzfristig mit einer Schieberinne versehen, so dass Fahrräder nicht mehr getragen werden müssen. Die Beleuchtung für diese provisorische Wegeverbindung ist inzwischen auf Anregung aus der Einwohnerschaft verbessert worden.
Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit - die Kreuzung ist mit über 70 schweren Unfällen
in einem Fünfjahreszeitraum eine Unfallhäufungsstelle – ist der Umbau der zentralen Rathauskreuzung (Rathausstraße L 183/ K 25 und Steinstraße L 183/ K 24, zwischen Rathausgebäude, ehemaligem Postgebäude, Bahnunterführung und ALDI-Filiale) unbedingt notwendig. Gleichzeitig wird die Leistungsfähigkeit verbessert.
Vorgaben für die Planung sind die konfliktfreie Führung sämtlicher Kfz-Verkehre untereinander, die störungsfreie Führung der linksabbiegenden Kfz-Verkehre und der querenden Fußgänger, die eindeutige Führung des Radverkehrs innerhalb des Knotenpunktes, die Verbreiterung der Gehwege und die Bereinigung der bestehenden Defizite (Unfallhäufungsstelle).
Im Zuge der Arbeiten werden Umbaumaßnahmen am Parkplatz Steinstraße, auf der Steinstraße und auf der Jakobstraße vorgenommen. Die kleine Bahnunterführung Am Kleekamp/ Zur alten Wassemühle ist für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt worden. Leider werden die aufgestellten Schranken immer wieder mutwillig zerstört. Polizei und Ordnungsamt führen deshalb verstärkt Kontrollen durch.
Für Anregungen und Beschwerden ist im Tiefbauamt eine
Telefonhotline, Ruf 02238/ 808 555
(erreichbar zu den Öffnungszeiten des Rathauses),
oder E-Mail tiefbauamt@pulheim.de
eingerichtet worden.

Die Beschilderungen für die Umleitungsstrecken werden täglich kontrolliert und bei Bedarf geändert oder verbessert. Leider ist dabei festgestellt worden, dass die Absperrschranken vor der kleinen Bahnunterführung Am Kleekamp bereits mehrfach beschädigt oder abgeknickt worden sind. Offensichtlich gibt es Verkehrsteilnehmer, die sich mit der Sperrmaßnahme nicht abfinden wollen und die Brücke durchfahren. Es wird darauf hingewiesen, dass es sich bei der Sachbeschädigung um einen Straftatbestand handelt.
Am Montag, 29. April, ist mit den Umbauarbeiten begonnen worden. Die Arbeiten sollen Ende November soweit fortgeschritten sein, dass der Fahrzeugverkehr wieder frei fließen kann. Mit der Maßnahme sind Straßen-, Parkplatz- und Gehwegsperrungen, veränderte Verkehrsführungen und zum Teil weiträumige Umleitungen verbunden. Der Kreuzungsbereich ist für einen Zeitraum von sieben Monaten komplett gesperrt.

Die Stadtverwaltung bittet alle betroffenen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer um Verständnis und Geduld für die damit verbundenen Behinderungen und Beeinträchtigungen.

Erhöhung der Verkehrssicherheit
Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit-die Kreuzung ist mit über 70 schweren Unfällen
in einem Fünfjahreszeitraum eine Unfallhäufungsstelle-ist der Umbau der zentralen Rathauskreuzung (Rathausstraße L 183/ K 25 und Steinstraße L 183/ K 24, zwischen Rathausgebäude, ehemaligem Postgebäude, Bahnunterführung und ALDI-Filiale) unbedingt notwendig. Gleichzeitig wird die Leistungsfähigkeit verbessert.
Vorgaben für die Planung sind die konfliktfreie Führung sämtlicher Kfz-Verkehre untereinander, die störungsfreie Führung der linksabbiegenden Kfz-Verkehre und der querenden Fußgänger, die eindeutige Führung des Radverkehrs innerhalb des Knotenpunktes, die Verbreiterung der Gehwege und die Bereinigung der bestehenden Defizite (Unfallhäufungsstelle).
Im Zuge der Arbeiten werden Umbaumaßnahmen am Parkplatz Steinstraße (der Parkplatz wird bis auf ca. 30 Stellflächen im hinteren Bereich komplett gesperrt), auf der Steinstraße und auf der Jakobstraße vorgenommen. Die kleine Bahnunterführung Am Kleekamp/ Zur alten Wassemühle wird für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt.

Planungen vorgestellt
Die Planungen sind der betroffenen und interessierten Öffentlichkeit in zwei Bürgerversammlungen im Juni 2018 und im April 2019 vorgestellt und erläutert worden. Der Tiefbau- und Verkehrsausschusses hatte sich in seiner Sitzung am Mittwoch, 28. Februar 2018, mit der Baumaßnahme befasst, bevor der Planungsausschuss, der Umweltausschuss und des Ausschusses für Tiefbau und Verkehr in einer gemeinsamen Sondersitzung am Mittwoch, 16. Mai 2018, über das Projekt diskutiert haben. Die Ausschussmitglieder haben die Entwurfsplanung einstimmig zur Kenntnis genommen und die Verwaltung beauftragt, das Bauprojekt auf dieser Grundlage fortzuführen.

Sperrungen, Verkehrsführungen und Umleitungsstrecken
Bei den Umbauarbeiten sind die Sperrungen, die Verkehrsführungen und die Umleitungsstrecken von besonderer Bedeutung. Der Kreuzungsbereich wird in der Bauphase vollständig gesperrt. Lediglich für Fußgänger wird entlang der Rathausstraße ein nicht barrierefreier Notgehweg zwischen Bahnhof und Alter Kölner Straße eingerichtet. Fußgänger und Radfahrer müssen ansonsten auf die Alte Kölner Straße sowie die Bahnunterführungen Bergheimer Straße(am Bahnhof) bzw. Am Kleekamp/ Zur Alten Wassermühle ausweichen. Diese Unterführung ist für den Kfz-Verkehr gesperrt.

Gleich zu Beginn der Bauarbeiten werden die Fahrbahnen der Steinstraße und der Rathausstraße im Baubereich abgefräst. Die Gehwege mit Ausnahme des Notgehweges in der Rathausstraße werden im Zuge dieser Arbeiten gesperrt. Der Parkplatz Steinstraße steht bis auf ca. 30 Autoabstellflächen im hinteren Bereich nicht zur Verfügung.

Der Besucherparkplatz des Rathauses kann von der Steinstraße aus nicht angefahren werden. Deshalb wird von der Alten Kölner Straße eine Ersatzzufahrt zum Rathausparkplatz angelegt. Die Autos werden über den Fußgängerbereich am Eingang zum Rathaus-Center und am Platz vor dem Kultur- und Medienzentrum vorbei zum Parkplatz geführt.

Der Durchgangsverkehr wird weiträumig um Pulheim herum über die B 59 und die L 93 umgeleitet. Der Verkehr zum Walzwerk, dem Gartenbaubetrieb Schreier, der Gärtnerei Wooning sowie den jenseits der Bahn gelegenen Wohngebieten wird von der A 57 kommend über Fliesteden und von Bocklemünd kommend über Geyen geführt. Wer in Richtung Walzwerk und die Gebiete „jenseits der Bahn“ unterwegs ist, fährt über die B 59 bis zur Abfahrt Frechen (dort stehen Hinweisschilder) und weiter über die Bonnstraße (L 183), die Frechener Straße und die Von-Frentz-Straße in Geyen und über die Manstedtener Straße und die Geyener Straße zum Walzwerk. Diese Zuwegung nutzen auch die Verkehrsteilnehmer aus Fahrtrichtung Frechen. Von Sinnersdorf kommend, führt der Weg zum Walzwerk und zu den Gebieten jenseits der Bahn über Stommeln, Fliesteden und Manstedten über die Bergheimer Straße.

Von der Einmündung Orrer Straße in die Bonnstraße wird der Verkehr zum Schul- und Sportzentrum durch die Albrecht-Dürer-Straße geleitet (wer im Umfeld des Schul- und des Sportzentrums wohnt und nach Köln oder Frechen fahren möchte, wird im Gegenzug über die Albrecht-Dürer-Straße und weiter über die Orrer Straße auf die Bonnstraße geführt).

Der Weg in die Pulheimer Innenstadt ist in der Umbauphase aus Sinnersdorf ohne Umleitung bis zur Alten Kölner Straße frei. Von Stommeln führt der Weg ins Pulheimer Zentrum über die Venloer Straße bis zum Paul-Decker-Platz. Von dort geht es weiter nach links über die Escher Straße (an der Pfarrkirche vorbei), die Barbarastraße und die Straße Auf dem Driesch (zum Beispiel) zum Kaufland-Kaufhaus.

Aus Richtung Köln kann der Marktplatz wie gewohnt über die Venloer Straße angefahren werden.

Die Steinstraße kann aus Fahrtrichtung Köln bis kurz hinter die ALDI-Filiale befahren werden. Direkt neben der Mauer wird auf der Wiese eine provisorische Zufahrt Richtung Gleise und damit zum Bahnhof - Parkhaus errichtet (in der ersten Woche von Montag, 29. April bis Sonntag, 5. Mai, steht die bestehende Zufahrt über den Parkplatz Steinstraße zur Verfügung).

Das Parkhaus am Bahnhof ist in der Umbauphase geöffnet. Aus Richtung Stommeln und vom Paul-Decker-Platz aus ist das Parkhaus wie gewohnt über die Venloer Straße und die Straße Am Bahnhof erreichbar.
Auf der Rathausstraße werden auf den beiden Bushaltestellen (vor der Eisdiele und vor TEDI) provisorische Stellflächen geschaffen.

Die gesamte Ortslage von Pulheim wird mit einem LKW-Verbot mit Ausnahme für den Lieferverkehr versehen.

Sämtliche Umleitungsstrecken werden ausgeschildert; an den Hinweisschildern werden neben dem Walzwerk auch die Geschäfte Wooning und Schreier aufgeführt.

Öffentlicher Pesonennahverkehr
Die Buslinie 980 wird in der Zeit der Vollsperrung in einen nördlichen und einen südlichen Ast getrennt. Sie wird den Bahnhof von beiden Seiten bedienen. Sie wird auf dem südlichen Ast über die Geyener Straße an den Bahnhof Pulheim geführt. Dabei kann die Haltestelle Am Wiesenhang bedient werden. Für die Rückfahrt über Bergheimer Straße und Sonnenallee wird eine Ersatzhaltestelle in der Sonnenallee für die Haltestelle Am Wiesenhang eingerichtet. Auf der anderen Seite kann die Rathaushaltestelle über einen großen Teil der Bauzeit von keiner Linie bedient werden. Hier kann daher das Parken gestattet werden.
Die Linien 967, 970 und 980 werden über die Barbara- und Escherstraße Richtung Bahnhof Pulheim und zurück geführt. Im Bereich vor der Kirche St. Kosmas und Damian wird eine Ersatzhaltestelle beidseitig eingerichtet.

Die Abfallcontainer sind vom Parkplatz in die Straße Zur alten Wassermühle (neben der Turnhalle) versetzt worden.

Bürgerinformationsveranstaltung
In der Bürgerinformationsveranstaltung am Dienstag, 2. April, im Dr.-Hans-Köster-Saal – das Protokoll kann hier eingesehen werden - zum Umbau der Rathauskreuzung haben Bürgermeister Frank Keppeler, der technische Beigeordnete Martin Höschen, Tiefbauamtsleiter Olaf Kleine-Erwig und Marco Haß vom Planungsbüro IsaPlan den rund 300 interessierten und betroffenen Bürgerinnen und Bürgern das Projekt noch einmal vorgestellt und erläutert.
In seiner Begrüßung begründete der Bürgermeister die umfangreichen Umbaumaßnahmen: „Die Kreuzung ist aktuell eine Unfallhäufungsstelle. In einem Fünfjahreszeitraum sind hier 73 Unfälle passiert. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit ist der Umbau unbedingt notwendig.“
Der Baustellenbereich befindet sich in der Rathausstraße L183/ K25, auf der Steinstraße L183/ K24 und zwischen dem Rathausgebäude, dem ehemaligen Postgebäude und der Bahnunterführung und der Aldi-Filiale.
Im Rahmen einer ersten Bürgerinformationsveranstaltung Anfang Juni 2018 im Dr.-Hans-Köster-Saal sind die Pläne und der Ablauf der Baumaßnahme der interessierten Öffentlichkeit vom Ingenieurbüro ISA-Plan und von der Stadtverwaltung vorgestellt worden.

Vorbereitende Arbeiten
Mit vorbereitenden Arbeiten für den Umbau ist am Montag, 4. Februar, in der Rathausstraße begonnen worden. Auf dem zwischen dem Rathaus und dem Gehsteig angelegten Grünstreifen haben Mitarbeiter des städtischen Bauhofes und eine Fachfirma Rückschnitt- und Rodungsarbeiten durchgeführt. In der darauffolgenden Woche hat die GVG-Rhein-Erft eine dort liegende Gasleitung verlegt. Gleichzeitig sind auf der südlichen Seite der Steinstraße entlang des Gehweges Versorgungsleitungen untersucht worden. Außerdem werden in der Albrecht-Dürer-Straße die Schwellen abgebaut. Am Samstag, 16. Februar, wurden die Bäume in der Steinstraße (Parkplatzseite), auf dem Parkplatz Steinstraße, in der Jakobstraße und vor der Bahnunterführung gefällt.

Folgende baulichen Änderungen sind geplant
Die aus Richtung Geyen ankommende Zufahrt wird aufgeweitet, so dass eine echte Linksabbiegespur sowie eine neue Rechtsabbiegespur eingerichtet werden können. Hierfür wird die auf der südöstlichen Fahrbahnseite vorhandene Stützwand zwischen Bahnunterführung und Kreuzung Richtung Parkplatz Steinstraße verschoben. Die auf der gegenüberliegenden (nordwestlichen) Seite der K25 neben der Fahrbahn vorhandene Stützwand bleibt unverändert stehen. Die Radfahrer werden in und aus Richtung Geyen nicht mehr im Zweirichtungsverkehr geführt. Für die Radfahrer Richtung Geyen wird von der Rathaus-Kreuzung bis zum Kreisel Sonnenallee ein neuer Radweg gebaut. Dies hat eine bessere Führung der Radfahrer im Bereich der Rathaus-Kreuzung zur Folge. Insbesondere entfällt die Notwendigkeit, für aus Richtung Sinnersdorf kommende Radfahrer zum Geradeausfahren links abzubiegen. In den übrigen Ästen der Rathaus-Kreuzung sind Schutzstreifen vorgesehen.
Im Bereich der Bahnunterführung kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen die den Berg hinunterfahrenden Radfahrer und den Fußgängern. Daher wird über die Auflösung des Zweirichtungsradverkehrs hinaus eine Trennung des Rad- und Fußgängerverkehrs eingerichtet. Dafür müssen die bereits bestehenden Wege im Abschnitt von Am Wiesenhang bis zur Steinstraße auf eine Breite von insgesamt fünf Metern verbreitert werden. Alle zuführenden Straßen werden ausgebaut und breiter. Aus allen Fahrtrichtungen werden gesonderte Linksabbiegespuren eingerichtet. Der aus Fahrtrichtung Geyen kommende Rechtsabbiegeverkehr in die Steinstraße wird zukünftig durch eine Ampelanlage geregelt. Die Dreiecksinsel in diesem Bereich bleibt bestehen und wird erweitert. Die Dreiecksinsel auf der gegenüberliegenden Seite entfällt.
Die Verbreiterung der Steinstraße führt dazu, dass in die derzeit vorhandenen Nebenanlagen eingegriffen werden muss. Aus Richtung Geyen müssen die zwischen Bahnunterführung und Steinstraße auf beiden Seiten zwischen Geh- und Radwege und Parkplatz vorhandenen Böschungen in großem Maße durch Stützwände ersetzt und die Böschungen zu Lasten der dahinter liegenden Parkplätze verschoben werden. Hierfür müssen Büsche und Bäume gerodet werden. Das Gleiche gilt für die Weiterführung des Radweges bis zum Kreisel Sonnenallee. Hier muss die zwischen K25/ Geyener Straße und der Straße Am Geyener Berg vorhandene Grünfläche verkleinert werden. Darüber hinaus müssen die entlang der K25 zwischen der Sonnenallee und der Straße Am Bendacker stehenden Bäume gefällt werden.
In der Steinstraße wird vor der zur Kultur- und Medienzentrum führenden Treppe eine Querungshilfe eingerichtet, damit der Parkplatz sicher erreicht werden kann. Eine Ausweisung als Fußgängerüberweg mit Zebrastreifen ist aufgrund der Nähe zur Ampel unzulässig.
Aus Fahrtrichtung Stommeln entfällt der Parkstreifen (vor dem ehemaligen Postgebäude). Die dort stehenden Bäume werden entfernt.
Auf der Rathausstraße aus Fahrtrichtung Sinnersdorf wird der Gehweg näher an das Rathausgebäude verlegt. Die Breite der dort zurzeit vorhandenen Beete wird reduziert. Die Steinstraße wird in Fahrtrichtung Köln verbreitert. Die Breite der vor dem Rathaus vorhandenen Grünfläche wird verringert und zudem der den Parkplatz abtrennende Grünstreifen in Richtung Parkplatz verschoben. Dafür müssen dort fast alle Bäume gefällt werden. Entlang der Steinstraße und auf dem Parkplatz, der ebenfalls umgestaltet wird, sind als Ersatz viele Neupflanzungen vorgesehen.

Kosten
Die Kosten belaufen sich auf 2,6 Millionen Euro. Davon trägt die Stadt rund 1 Millionen Euro (37 Prozent). Hinzu kommen Kosten in Höhe von 500.000 Euro für den Ausbau der Steinstraße (Gesamtanteil Stadt 1,5 Millionen Euro). Die Straßenbauträger Straßen NRW (21,5 Prozent) und der Rhein-Erft-Kreis (41.4 Prozent) sind in erheblichem Maß an der Finanzierung beteiligt.

Kein Kreisverkehr
Der Verkehr im Kreuzungsbereich wird auch zukünftig durch Ampeln geregelt. Es wird kein Kreisverkehr gebaut. Berechnungen von Verkehrsexperten haben deutlich gemacht, dass dies nicht möglich ist.

Informationen zu Ultranet Amprion -
Stand des Verfahrens zur Baurechtschaffung für den Abschnitt E

Nach der Bürgerinformationsveranstaltung zum Thema „Ultranet“

o 18.12.2015 Antrag der Amprion auf Bundesfachplanung für den Leitungsabschnitt E
Rommerskirchen – Weißenthurm der Höchstspannungsgleichstromübertragungsleitung von Osterath nach Phillippsburg (Ultranet); Antragsbehörde: Bundesnetzagentur; Inhalt der Bundesfachplanung ist die Festlegung eines 1000 m breiten Trassenkorridors

o 19.04.2016 Antragskonferenz in Siegburg; anschließend: Festlegung des Untersuchungsrahmens durch die Bundesnetzagentur

o seit Juni 2016 Erstellung der Unterlagen nach § 8 NABEG durch Amprion
Dieser bisher letzte Verfahrensschritt der Bundesfachplanung ist nicht abgeschlossen.
Gemäß einem Schreiben der Amprion vom 22. Mai .2018 werden die umfassenden Unterlagen für die Bundesfachplanung – nach einer erforderlichen Fristverlängerung – voraussichtlich frühestens Ende dieses Jahres eingereicht werden.

Danach schließen sich folgende Verfahrensschritte an:
o Zwei Wochen nach Eingang der vollständigen Unterlagen für die Bundesfachplanung ist eine Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung durchzuführen. Für die Abgabe von Stellungnahmen soll die Bundesnetzagentur den Behörden eine Frist von maximal drei Monaten einräumen. Betroffene Private können sich innerhalb eines Monats nach Ablauf der einmonatigen Auslegung der Unterlagen zu den vorgeschlagenen Trassenkorridoren äußern.

o Dieser Beteiligung folgt ein Erörterungstermin.

o Der Abschluss der Bundesfachplanung durch Entscheidung der Bundesnetzagentur hat binnen sechs Monaten nach Vorliegen der vollständigen Unterlagen zu erfolgen. Die Entscheidung enthält den kartografisch ausgewiesenen Verlauf des raumverträglichen Trassenkorridors, eine Bewertung des Trassenkorridors sowie eine zusammenfassende Erklärung der Umweltauswirkungen und das Ergebnis der Prüfung von alternativen Trassenkorridoren.

o Die Entscheidung ist den Beteiligten schriftlich oder elektronisch zu übermitteln und sechs Wochen zur Einsicht auszulegen. Sie hat eine Geltungsdauer von 10 Jahren. Eine Fristverlängerung um weitere fünf Jahre ist möglich. Länder können Einwendungen erheben.

o An die Bundesfachplanung schließt sich – zwingend – ein Planfeststellungsverfahren an.
Hierzu muss der Vorhabenträger einen Antrag auf Planfeststellungsbeschluss bei – im Fall von Ultranet – der Bundesnetzagentur stellen.

Anschließend sind wieder folgende Verfahrensschritte durchzuführen:
• Antragskonferenz
• Festlegung des Untersuchungsrahmens
• Erarbeitung des Plans und der geforderten Unterlagen; Vollständigkeitsprüfung
• Anhörungsverfahren mit Behördenbeteiligung, Auslegung und Erörterungstermin
• Planfeststellungsbeschluss; Zustellung an die Betroffenen und Auslegung des Beschlusses (Frist 2 Wochen)

Abschätzbar ist, dass die Genehmigung für den Bau des Leitungsabschnitts E von Ultranet durch Feststellung des Plans nicht vor 2020 vorliegen wird.

Kontakt

Alte Kölner Straße 26
50259 Pulheim

Telefon: 02238 - 808-0
Telefax: 02238 - 808-345

www.pulheim.de
stadtpulheim@pulheim.de

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag
08.30 Uhr – 12.00 Uhr
14.00 Uhr – 16.00 Uhr

Donnerstag zusätzlich
16.00 Uhr – 18.00 Uhr

Freitag
08.30 Uhr – 12.00 Uhr

Einwohnermeldeamt:
Zusätzliche Öffnungszeit
Dienstag 16.00 - 18.00 Uhr

Wartemarkenspender bei
großem Publikumsandrang
ausgeschaltet

Nebenstelle Brauweiler:
Öffnungszeiten jeden
2. und 4. Mittwoch im Monat
von 14.30 bis 18 Uhr

Die Friedhöfe im Stadtgebiet
sind durchgehend auf