Seitenanfang

Aktuelles

Gold-Kraemer-Stiftung feiert Richtfest
Pläne zur Neugestaltung des Guidelplatzes vorgestellt

Keine Fußgängerampel vor der Abtei
Geschwindigkeitsdämpfende Maßnahmen sollen ausreichen
Nach der Umgestaltung des Guidelplatzes nach den Plänen von Prof. Fritschi, bei der die Ehrenfriedstraße in die Platzfläche eingebunden wird, wird es keine Fußgängerampel vor der Abtei mehr geben. Das beauftragte Gutachterbüro Brilon Bondzio Weiser ist zu dem Ergebnis gekommen, dass geschwindigkeitsdämpfende Maßnahmen ohne Signalschutz für die Fußgänger ein hohes Sicherheitsniveau bieten. Auch die zurzeit vorhandene Fußgängerampel sei nicht barrierefrei. Blinde könnten die Straße nicht ohne fremde Hilfe queren. Der Tiefbau- und Verkehrsausschuss der Stadt Pulheim ist in seiner Sitzung am 22. November dieser Empfehlung mit großer Mehrheit gefolgt und hat beschlossen, bauliche Maßnahmen gemäß der beschlossenen Planung vorzunehmen. Die Planung sieht vor, dass der Guidelplatz direkt mit der Prälatur verbunden wird. Durch geeignete Maßnahmen wie z.B. Berliner Kissen wird der Kfz-Verkehr soweit verlangsamt, dass Fußgänger im Bereich der Platzfläche die Straße sicher queren können.
Im August hat sich der Seniorenbeirat gegen den vorgesehenen Entfall der Fußgängerampel ausgesprochen. Im September ist die Planung interessierten Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen einer Informationsveranstaltung vorgestellt worden. Dem Platzentwurf wurde hier grundsätzlich zugestimmt. Allerdings wurden ebenfalls Befürchtungen laut, dass es durch den Entfall der Fußgängerampel zu Gefährdungen kommen könne.
Die geäußerten Befürchtungen hatten Bürgermeister Frank Keppeler veranlasst, den Landrat um Prüfung zu bitten, ob an der vorhandenen Stelle oder zumindest in der Nähe ein gesicherter Überweg mit Ampel erhalten bleiben könne. In seinem Antwortschreiben hat der Rhein-Erft-Kreis deutlich gemacht, dass eine Signalanlage mit den erarbeiteten Planungen nicht kompatibel ist. Die Stadtverwaltung Pulheim hat daraufhin in Abstimmung mit der Kreisverwaltung das Gutachterbüro eingeschaltet.

Informationsveranstaltung zur Neugestaltung des Guidelplatzes
Hohe Aufenthaltsqualität für einen besonderen Ort
In einer Bürgerinformationsveranstaltung am Donnerstag, 6. September 2018, hat Architektin Anne Höing vom Düsseldorfer Planungsbüro Fritschi die Gestaltungspläne für den Guidelplatz in Brauweiler vorgestellt. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Frank Keppeler hörten die fast 100 interessierten Besucherinnen und Besucher zunächst zu, bevor sie Gelegenheit bekamen, Fragen zu stellen und zu diskutieren.
Das Planungsbüro schlägt vor, den Platz, der sich zur Prälatur aufweitet, mit einem Naturstein (belgischer Blaustein) als Fußgängerzone barrierefrei zu gestalten. Streifen aus hellem Granit sollen als teilende Elemente hinzukommen. Der Naturstein soll mit einem kurzen Abstand bis an die Prälatur heranreichen. Zwei helle Granitstreifen werden die Ehrenfriedstraße begrenzen. Die Straßenfläche wird einen Meter schmaler und mit farbigem Asphalt versehen. Zusätzlich wird zur Verkehrsberuhigung vorgeschlagen, Berliner Kissen, wie vor dem Schulzentrum Brauweiler, einzubauen. Die Fußgängerampel soll entfallen.
Im Eingangsbereich des Platzes wird ein Solitärbaum gepflanzt, der mit einer Rundbank versehen wird. Ein Brunnen mit einer kubischen Form und einer Plastik soll an Nikolaus Lauxen, den Architekten der Prälatur, erinnern.
An den Platzseiten werden geschwungene Bänke stehen. Für Fahrradständer sind drei Standorte vorgesehen. Stelenartige Lampen vor den Gebäuden werden den Platz beleuchten. Poller mit Leuchten sorgen für zusätzliches Licht. „Die Gestaltung,“ so Frau Höing, „sieht eine hohe Aufenthaltsqualität für einen besonderen Ort vor.“
Die Abteigasse (Richtung Langgasse) wird gepflastert. Hier ist ein schmaler Grünstreifen mit Bäumen vorgesehen. Im Bereich der Tiefgarageneinfahrt wird eine kleine Platzfläche entstehen, auf der ebenfalls Grünflächen mit Bäumen vorgesehen sind.
Die Umgestaltungsarbeiten auf dem Guidelplatz können beginnen, wenn das Bauprojekt in der Regie der Gold-Kraemer-Stiftung fertiggestellt ist (voraussichtlich Ende 2019, Anfang 2020).
Im Anschluss an den Vortrag, wurde die Gelegenheit Fragen zu stellen und zu diskutieren, genutzt. Auf Kritik stieß bei vielen Bürgerinnen und Bürgern die Absicht, zukünftig auf die Fußgängerampel verzichten zu wollen. Ihrer Ansicht nach müsse sie bleiben, weil sonst ältere oder behinderte Menschen die Ehrenfriedstraße zum Beispiel auf dem zur Kirche nicht gefahrlos überqueren könnten.
Bürgermeister Frank Keppeler sicherte zu, dass die Anregungen und Bedenken ernst genommen werden und in die weiteren Planungsüberlegungen einfließen werden.

Die Gold-Kraemer-Stiftung hat mit einem Richtfest einen weiteren Meilenstein für das inklusive Wohn- und Kunstquartier auf dem Brauweiler Guidelplatz gesetzt. Der Tag
(31. August 2018) stand im Zeichen der Handwerker, die seit dem ersten Spatenstich im Mai 2017 das Bauprojekt zügig vorangebracht haben.
200 Gäste aus Kommunalpolitik und Verwaltung, Organisationen und Vereine und viele Bürgerinnen und Bürger aus Brauweiler waren dabei, als der Richtkranz von einem Zimmermeister an den Dachstuhl montiert wurde. Dies übernahm Zimmermeister Ludger Schauerte, der auch den „Segensspruch“ sprach. Zur Tradition gehört ein goldener Nagel, der zum Abschluss in die Fette des Dachstuhls geschlagen wird. Das übernahm für die Gold-Kraemer-Stiftung Bauleiter Hubert Orth, der zusammen mit dem Zimmermeister und Bauleiter Winfried Huth vom verantwortlichen Baubüro PQ3 den obligatorischen Schnaps leerte.
Für Johannes Ruland war es ein ganz besonderer Tag. Der Vorstandsvorsitzende der Gold-Kraemer-Stiftung unterstrich in seiner Rede die hohe Bedeutung, die das Bauprojekt für die Stiftung habe. Mit Blick auf das Kunsthaus, das Herzstück des neuen Quartiers, wies Ruland darauf hin, dass sich ein langer Weg der Zielgeraden Stück für Stück nähert: „Wir sind stolz und dankbar dafür, hier am Standort Brauweiler einen neuen und sicherlich einmaligen Weg beschreiten zu können, der nicht nur den Menschen des Abteiortes ein neues Zentrum gegenüber der ehrwürdigen Abtei schenkt, sondern auch die Kunst- und Kulturlandschaft weit über die Region verändern wird. Bald werden an dieser Stelle talentierte Künstlerinnen und Künstler leben und arbeiten und die Kunst mit ihren Aktivitäten und Werken bereichern.“
Bürgermeister Frank Keppeler unterstrich für die Stadt Pulheim, dass der neue Ortskern ein „echter Magnet“ für Bürger und Gäste aus Nah und fern sein werde. Der Verwaltungschef lud in seiner Ansprache die Bürger dazu ein, sich aktiv an der Gestaltung des Guidelplatzes zu beteiligen. Am Donnerstag, 6. September, 18 Uhr, lädt die Stadt zu einer Bürgerversammlung in das Abtei-Gymnasium Brauweiler ein, wo der aktuelle Planungsstand für den Guidelplatz vorgestellt und diskutiert werden wird.
Für den Landschaftsverband Rheinland sprach der Vorsitzende des Kulturausschusses, Professor Dr. Jürgen Rolle, ausdrücklich den Dank des LVR an die Stiftung dafür aus, dass die Abtei Brauweiler „endlich eine würdige Umgebung“ erhalten werde. Der LVR werde sich nachhaltig bei der inklusiven Entwicklung des Brauweiler Ortskernes engagieren, so Rolle.
Staatsminister a.D. Harry K. Voigtsberger stellte als Projektkoordinator des Kunsthauses die bereits gefundenen 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für das Kunsthaus in den Mittelpunkt seiner Rede. Sie seien „die Pioniere und damit die Mutmacher für viele Menschen mit Behinderung, die künstlerisches Talent haben.“ Einen besonderen Segen überbrachte Pfarrer Peter Cryan. Der Pfarrer der Brauweiler Pfarrgemeinde St. Nikolaus sprach darüber, dass wahrhaftiger Segen wirklich gelingen kann, wenn die Inklusion gelingt und alle Menschen mit ihren unterschiedlichen Stärken und Möglichkeiten in Brauweiler einen Platz finden.
Der Wohn- und Geschäftskomplex, bestehend aus insgesamt vier Gebäuden, schließt eine Baulücke im Ortskern von Brauweiler gegenüber der ehemaligen Benediktiner-Abtei, die über mehrere Jahrzehnte bestand. Im Jahr 2009 hat die Stiftung das Grundstück erworben. Die Planungen erfolgen durch das Architekturbüro Hatzmann.
Das Quartier bietet einen Mix aus Wohnen, Einzelhandel und Gastronomie. Geplant
sind 35 frei vermietbare barrierefreie Wohnungen, teilweise auch rollstuhlgerecht und
bis zu acht Ladenlokale sowie eine Tiefgarage mit 65 Stellplätzen und zusätzlichen Außenstellplätzen.
Das Kunsthaus bietet auf rund 580 Quadratmeter Atelierräume für die Bereiche Malerei, Plastik, Grafik und Neue Medien sowie angewandte Kunst auf Produktdesign, im Speziellen auf Schmuckdesign. Aber auch die Sparten Musik und Literatur sollen berücksichtig werden.

Das inklusive Wohn- und Kunstquartier nimmt weiter Gestalt an
Die Gold-Kraemer-Stiftung hat (Donnerstag, 12. April) mit der offiziellen Grundsteinlegung einen weiteren Meilenstein für das inklusive Wohn- und Kunstquartier auf dem Brauweiler Guidelplatz gesetzt.
„Wir sind stolz darauf, mit dem Wohn- und Kunstquartier die Idee einer inklusiven Gesellschaft auch im Herzen von Brauweiler zu verwirklichen“, betonte der Vorsitzende der Gold-Kraemer-Stiftung, Johannes Ruland. Er sei zutiefst davon überzeugt, dass sowohl durch die Immobilie als auch durch die Neugestaltung des Guidelplatzes mit der unmittelbaren Anbindung an die Abtei Brauweiler eine neue Wohn- und Lebensqualität entstehe, die auch eine neue Strahlkraft für die Kunst- und Kulturszene in Nordrhein-Westfalen entfachen werde. Johannes Ruland verwies in diesem Zusammenhang auf das Kunsthaus als „Herzstück“ des Platzes. Es bietet für künstlerisch begabte Menschen mit Behinderung - erstmals in der Kunstszene überhaupt – die Möglichkeit, sich unter professioneller Anleitung künstlerisch zu engagieren und beruflich zu entwickeln. Für die Stadt Pulheim bedankte sich Bürgermeister Frank Keppeler bei Vorstand und Geschäftsführung der Gold-Kraemer-Stiftung insbesondere dafür, dass diese „stets Kurs“ gehalten haben, besonders dann, wenn die Herausforderungen am größten waren. „Das Stiftungsprojekt ist für die Stadt eine ganz besondere Auszeichnung, denn durch die Idee eine Kunsthauses erhält Brauweiler eine Strahlkraft, die Menschen über die Kunst von nah und fern zusammenbringen wird“, so Frank Keppeler weiter, der nach Jahren der Ungewissheit über die Zukunft des Platzes ganz besonders die hohe Akzeptanz in der Bevölkerung hervorhob.
Der Wohn- und Geschäftskomplex, bestehend aus insgesamt vier Gebäuden, schließt eine Baulücke im Ortskern von Brauweiler gegenüber der ehemaligen Benediktiner-Abtei, die über mehrere Jahrzehnte bestand. Im Jahr 2009 erwarb die Stiftung das Grundstück von der Stadt Pulheim. Die Planungen erfolgen über das Architekturbüro Hatzmann. Das Quartier bietet einen Mix aus Wohnen, Einzelhandel und Gastronomie. Geplant sind insgesamt 35 frei vermietbare barrierefreie Wohnungen, teilweise auch rollstuhlgerecht und bis zu acht Ladenlokale sowie eine Tiefgarage mit 65 Stellplätzen und zusätzlichen Außenstellplätzen.
„Wir habe zwei gute Beweggründe, miteinander heute die Grundsteinlegung zu feiern“, freute sich der Projektkoordinator des Kunsthauses, Harry K. Voigtsberger, „Zum einen unterstreicht das Bauvorhaben den reichen Schatz des Kulturstandortes Brauweiler, zum anderen zeigt es, dass eine inklusive Gesellschaft möglich ist. Denn die zukünftigen Künstlerinnen und Künstler werden schon bald - auch durch die Zusammenarbeit mit einem großen Netzwerk - ein Teil der Kunstszene sein und hier ihr eigenes Profil entwickeln.“ Das Kunsthaus bietet auf rund 580 Quadratmeter Atelierräume für die Bereiche Malerei, Plastik, Grafik und Neue Medien sowie angewandte Kunst auf Produktdesign, im Speziellen auf Schmuckdesign. Aber auch die Sparten Musik und Literatur sind angedacht. Bereits im Februar stellte die Stiftung zwölf Kandidatinnen und Kandidaten für das Kunsthaus vor, die noch mehreren Workshops von einer hochkarätig besetzten Fachjury ausgesucht worden waren. Bereits in diesem Jahr nehmen sie an den Brauweiler Kunsttagen und der Kulturwoche der Stadt Frechen teil.
Der zuständige Architekt Ralf Hatzmann unterstrich, dass das Bauvorhaben besonders auch die Barrierefreiheit und die Barriere arme Bauplanung im Blick hat. Die Gebäude und auch der zukünftige Guidelplatz werden entsprechend gestaltet.
Eine besondere Würdigung erfuhr die Grundsteinlegung durch Peter Cryan. Der Pfarrer der Brauweiler Pfarrgemeinde St. Nikolaus segnete die bereitgestellten Zeitdokumente, die an diesem Tag traditionell einer Zeitkapsel aus Kupfer beigegeben wurden. Neben den Bauplänen, Stiftungsdokumenten, einer Tageszeitung, dem Münzgeld und einer Urkunde mit den Unterschriften und Wünschen aller am Projekt beteiligten Personen gab es von Pfarrer Cryan ein Kreuz aus Olivenholz aus der Stadt Bethlehem.

Ein riesiger Baukran bestimmt weiterhin die Szenerie im Zentrum von Brauweiler. Das 30 Meter hohe Stahlungetüm mit seinem 55 Meter langen Ausleger steht auf der Guidelplatzbaustelle. Mit seiner Unterstützung erfolgt die Errichtung der ersten Gebäude.

Informationen Gold-Kraemer-Stiftung

„Mit einer kleinen Erdbewegung werden wir gleich Großes anstoßen. Der 1. Spatenstich ist das Startsignal für die Errichtung eines neuen, inklusiven Wohn- und Kunstquartiers im Zentrum von Brauweiler. Unser ganz großer Dank gilt der Gold-Kraemer-Stiftung, die als Investorin und Bauherrin dieses herausragende Projekt realisiert und dem Architekten, Ralph Hatzmann, der diese Pläne entwickelt hat,“ mit diesen Worten hieß die stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth Rehmann die Gäste in Vertretung von Bürgermeister Frank Keppeler am Mittwoch, 3. Mai, auf dem Guidelplatz willkommen. Gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der Gold-Kraemer Stiftung, Johannes Ruland, Staatsminister a.D. Harry K. Voigtsberger, dem Technischen Beigeordneten Martin Höschen und dem Architekten Ralf Hatzmann nahm die stellvertretende Bürgermeisterin anschließend den symbolischen Spatenstich vor.
„Wir sind stolz darauf, mit dem Wohn- und Kunstquartier die Idee einer inklusiven Gesellschaft auch im Herzen von Brauweiler zu verwirklichen. Die Gold-Kraemer-Stiftung ist überzeugt davon, dass unser Quartier und auch die Neugestaltung des Guidelplatzes im Schulterschluss vieler Kooperationspartner eine neue Strahlkraft für die Kunst- und Kulturszene in Nordrhein-Westfalen entfachen wird. Insbesondere das Kunsthaus bietet ganz neue Perspektiven für künstlerisch begabte Menschen mit Behinderung“, so der Vorstandsvorsitzende der Gold-Kraemer-Stiftung Johannes Ruland. Für die Stadt Pulheim bedankte sich die stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth Rehmann: „Das hier entstehende Wohn- und Kunstquartier wird nicht nur für den Ortsteil Brauweiler und die Stadt Pulheim eine neue Wohn- und Lebensqualität mit sich bringen. Es wird den Abteiort weit über seine Grenzen bekannt machen und Menschen anziehen. Die Stadt wird im engen Schulterschluss mit der Stiftung das Projekt weiterhin mit viel Engagement und Kreativität begleiten.“
In drei Bürgerinformationsveranstaltungen ist das Großprojekt vorgestellt und erläutert worden. Der Ort Brauweiler wird durch die Neugestaltung der Ortsmitte einen wichtigen Schub erfahren. Ende 2019 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Anfang 2020 werden die neuen Gebäude und die gestaltete Platzfläche offiziell ihrer Bestimmung übergeben.
Die Menschen in Brauweiler, die hier leben, wohnen und arbeiten, und die Besucher des Ortes werden um Verständnis für die Beeinträchtigungen gebeten, die durch die regen Bautätigkeiten entstehen werden.
Die Pläne für die Bebauung und Gestaltung des Guidelplatzes haben eine lange, zum Teil wechselvolle Geschichte erlebt. Denn bereits seit geraumer Zeit hat es den Wunsch gegeben, der altehrwürdigen Abtei eine angemessene Bebauung gegenüber zu stellen. In den 1990iger Jahren hat sich der bedeutende Architekt Professor Böhm mit dem Projekt beschäftigt und u.a. einen Solitärbau gegenüber dem Prälaturgebäude vorgeschlagen. Anfang der 2000er Jahre präsentierte die Historica Baubetreuung eine „kleine“ Lösung mit einer Tiefgarage und vier drei- oder viergeschossigen Gebäuden mit Geschäften und Wohnungen auf städtischen Grundstücken. Das Büro hatte es zunächst abgelehnt, das private Grundstück (auf der Nordseite des Guidelplatzes/ in dem Gebäude befanden sich zuletzt ein Edeka-Markt und eine Bäckerei) einzubeziehen. 2006 konnte Historica bewegt werden, das private Grundstück in ihr Investitionsprogramm aufzunehmen. Eine neue Rechtsprechung führte plötzlich zum Erfordernis einer europaweiten Ausschreibung, die aber leider nicht zu einem Angebot führte; auch nicht durch den Projektentwickler selbst. Nach vielen Gesprächen und Initiativen von Kommunalpolitiken und Verwaltungsbeamten kam schließlich die Gold-Kraemer-Stiftung ins Boot. 2010 wurden die ersten, 2014 die endgültigen Verträge notariell beurkundet. Klagen gegen die Tiefgaragenzufahrt sollten das Projekt noch einmal verzögern. Der Architekt arbeitete neue Pläne mit einer kleineren Tiefgarage und einer veränderten Zufahrt aus, die jetzt umgesetzt werden.
Errichtet werden auf dem Guidelplatz eine Tiefgarage und vier Gebäude. Herzstück des Bauvorhabens ist das Kunsthaus. Es bietet Künstlerinnen und Künstlern mit Behinderung professionelle künstlerische Begleitung mit eigenen Ateliers. Die Konzeption entwickelt die Stiftung zusammen mit Staatsminister a.D. Harry K. Voigtsberger und Melanie Schmitt, die über viele Jahre als stellvertretende künstlerische Leiterin das Atelier Goldstein der Lebenshilfe Frankfurt geführt hat. „Mit dem Kunsthaus entsteht am Kultur-Standort Brauweiler ein Haus, das kreativen und talentierten Menschen mit Behinderung erstmals die Möglichkeit bietet, sich die Kunstwelt als Berufswelt zu erschließen“, erläuterte Harry Voigtsberger das Vorhaben. „Damit entsteht in der Metropolregion Rhein-Ruhr ein neuer Blick auf die Kunst von Menschen mit Behinderung. Denn durch die Inklusion in der Kulturszene wird der Kunst eine neue Achtsamkeit und Bedeutung zukommen“, so der Staatsminister a.D. weiter. 580 Quadratmeter werden der freien Kunst im Kunsthaus für die Bereiche Malerei, Plastik, Grafik und Neue Medien sowie angewandte Kunst auf Produktdesign, im Speziellen auf Schmuckdesign, zur Verfügung stehen. Aber auch die Disziplinen Musik und Literatur sind angedacht. Zum Konzept gehört ein Netzwerk in die etablierte Kunstszene. Kooperationen mit Kunstakademien und Galerien öffnen die Türen, um die künstlerischen Arbeiten einem breiten Publikum vorzustellen.
Die oberirdische Bebauung wird in vier Baufeldern umgesetzt. Am westlichen Rand des Guidelplatzes befinden sich zwei Solitärbauten (Haus 1 und 2), die eine Gasse zur Langgasse bilden. Haus 3 ist der Kopfbau im Anschluss an die bereits bestehenden Guidelarkaden. Den nördlichen Abschluss der Platzfläche bildet das langgestreckte, ca. 60 Meter lange Gebäude 4 gegenüber der Guidelarkade. Entstehen werden insgesamt 35 frei finanzierte Wohnungen, bis zu acht Ladenlokale, das Kunsthaus sowie eine Tiefgarage mit 65 privaten Stellplätzen für die Bewohner und Nutzer des Gebäudes. Die Zufahrt ist von der Kaiser-Otto-Straße aus vorgesehen. Der Guidelplatz soll ausgebaut und einheitlich gestaltet werden. Die Platzgestaltung wird über die Ehrenfriedstraße hinweg so weit wie möglich an das Prälaturgebäude der ehemaligen Abtei herangeführt. Die Belange des Denkmalschutzes werden berücksichtigt. Der Platzgestaltung liegt die Gestaltungsvariante 5 des Stadtplanungsbüros Atelier Fritschi & Stahl zugrunde.
Der provisorisch angelegte Ersatzparkplatz in der Kaiser-Otto-Straße wird bereits seit einiger Zeit zum Abstellen von PKWs genutzt. Die 44 Auto-Abstellplätze ersetzen die Parkplätze, die während der Bauphase auf dem Guidelplatz wegfallen. Nach der Beendigung der Bauarbeiten auf dem Guidelplatz wird dieser Parkplatz wieder aufgegeben und es werden Gebäude errichtet. Bis dahin soll eine endgültige Lösung zur Schaffung von öffentlichen Stellflächen im Kernbereich von Brauweiler gefunden werden.
Das Guidelplatz-Projekt wird den Brauweilerinnen und Brauweilern neue Perspektiven eröffnen. Es bringt deutlich mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität. Mit dem heutigen Spatenstich wird der Grundstein für das wegweisende Projekt gelegt.

Bürgerinformationsveranstaltung im Gierden-Saal
Die Stadtverwaltung Pulheim und die Gold-Kraemer-Stiftung hatten die interessierte Öffentlichkeit in einer Bürgerinformationsveranstaltung im Gierden-Saal der Abtei Brauweiler über den bevorstehenden Baubeginn für das Guidelplatz-Projekt informiert.
Bürgermeister Frank Keppeler begrüßte die mehr als 100 Besucherinnen und Besucher. Er zeigte sich zuversichtlich, dass Brauweiler durch das Projekt einen wichtigen Schub erfährt: „Wir sind davon überzeugt, dass auf dem Guidelplatz etwas Herausragendes für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Besucher des Abteiortes entstehen wird.“ Es tue sich etwas im Ort, so der Bürgermeister weiter. Brauweiler habe enormes Potenzial: „Anstehend gibt es das große Wohnungsprojekt der GWG, die Umgestaltung der Bernhardstraße und den Bau eines Kreisverkehrs im Kreuzungsbereich. Das Künstlerarchiv in der Abtei nimmt Gestalt an und der Kunstrasenplatz im Sportzentrum ist fertiggestellt. Die positive Tendenz muss aufgegriffen und fortgeführt werden.“
Die Gold-Kraemer-Stiftung wird auf dem Guidelplatz als Investor ein »Inklusives Wohn- und Kunstquartier« errichten. Bürgermeister Frank Keppeler, der Hauptgeschäftsführer der Stiftung Peter Michael Soénius, Staatsminister a.D. Harry K. Voigtsberger, Architekt Ralf Hatzmann, Bauleiter Winfried Huth, der Technische Beigeordnete Martin Höschen und Tiefbauamtsleiter Olaf Kleine-Erwig stellten die Planungen und den Bauablauf für das ambitionierte Bauprojekt vor. „Im Mai beginnt die Gold-Kraemer-Stiftung mit den Arbeiten auf dem Guidelplatz“, kündigte Hauptgeschäftsführer Peter Michael Soénius an. „Die Zahl der Parkplätze werden wir nach und nach verringern, so dass bis zum Aushub der Baugrube der Guidelplatz größtenteils weiter als Parkplatz genutzt werden kann“, so der Hauptgeschäftsführer weiter. Die Stiftung rechnet mit einer Bauzeit bis Ende 2019.
In der Bauphase wird auf der Ehrenfriedstraße in Höhe der Baustelle Tempo 30 angeordnet. Der Baustellenverkehr fährt im Kreis über die Kaiser-Otto-Straße rein und die Ehrenfriedstraße wieder raus. Nach der Fertigstellung der Tiefgarage fahren die Baufahrzeuge über den Platz.
Die Langgasse ist vom Baustellenverkehr nicht betroffen. Die Abteigasse wird zum Teil geöffnet bleiben. Der Bürgersteig in der Ehrenfriedstraße kann weiter genutzt werden. Die Belange der Anwohner und Geschäftsleute werden so weit wie möglich berücksichtigt. Es wird eine permanente Bauüberwachung und Ansprechpartner geben.
Neben dem Guidelplatzprojekt sind weitere Baumaßnahmen im Ort vorgesehen. Im Herbst wird am Ortseingang mit der Umgestaltung der Bernhardstraße begonnen. Die Straße wird abschnittsweise und vollständig gesperrt. In der Mühlenstraße wird ebenfalls gebaut. Alle Maßnahmen werden koordiniert.

Provisorischer Parkplatz in Brauweiler
Parkscheibenpflicht
Der provisorisch angelegte Parkplatz in der Kaiser-Otto-Straße in Brauweiler kann seit zwei Wochen zum Abstellen von PKWs genutzt werden. Die Stadtverwaltung weist daraufhin, dass das Parken auf der Fläche zeitlich begrenzt ist. Es gilt Parkscheibenpflicht (Dauer zwei Stunden). Mit der Maßnahme soll das Dauerparken unterbunden werden.
Es gibt 44 Autoabstellplätze. Sie ersetzen die Flächen, die während der Bauphase der Gold-Kraemer-Stiftung auf dem Guidelplatz wegfallen werden. Die Oberfläche ist als wassergebundene Wegedecke ausgeführt worden. Eine Asphaltdeckschicht konnte nicht aufgetragen werden, weil Anforderungen an die Entwässerung erfüllt werden mussten.

Das Signal steht auf Grün!
Für das Guidelplatz-Projekt im Herzen von Brauweiler hat die Stadtverwaltung Pulheim der Bauherrin, der Gold-Kraemer-Stiftung, die Baugenehmigung erteilt. Errichtet werden sollen eine Tiefgarage und vier Gebäude. Mit den Bauarbeiten wird die Gold-Kraemer- Stiftung nach Auskunft eines Sprechers bald beginnen. Zurzeit werden die Arbeiten ausgeschrieben. Mit einer Bauzeit von mehr als zwei Jahren muss gerechnet werden.
„Wir sind davon überzeugt, dass am Guidelplatz etwas Zukunftsweisendes für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Besucher des Abteiortes entstehen wird“, so Bürgermeister Frank Keppeler. Johannes Ruland, Vorstandsvorsitzender der Gold-Kraemer-Stiftung, zeigt sich zuversichtlich: „Die Stiftung freut sich darauf, in diesem Jahr mit dem Bau ihres inklusiven Wohn- und Kunstquartiers in Brauweiler zu beginnen. Die Baugenehmigung markiert das Ende eines langen Weges, den das Projekt in den letzten Jahren zurückgelegt hat. Der nun erfolgende Start ist aber nicht nur eine gute Nachricht für unsere Stiftung, sondern für alle, die das Projekt stets unterstützt haben und nicht zuletzt für alle Brauweiler Bürgerinnen und Bürger.“ Johannes Ruland hob besonders das Engagement des zuständigen Bauordnungsamtes der Stadt hervor. Dies habe, so Ruland, in allen Planungsphasen das Projekt immer konstruktiv begleitet. Wirkungsvoller Wegbereiter der Idee der Gold-Kraemer-Stiftung, so der Vorsitzende weiter, sei Dr. Karlheinz Gierden, durch dessen besonderes Engagement auch viele wichtige Partner für das Projekt gewonnen werden konnten.
Die Gold-Kraemer-Stiftung realisiert als Investor den Bau eines »Inklusiven Wohn- und Kunstquartiers«. Herzstück des Gebäudeensembles ist das Kunsthaus, in dem Künstler mit und ohne Behinderung gemeinsam arbeiten können und professionelle Begleitung erfahren. Die Stiftung lädt ausdrücklich alle örtlichen Vereine, Gruppierungen und Initiativen zur konstruktiven Mitarbeit ein.
Stadt und Stiftung werden auch in der Bauphase die Bürgerinnen und Bürger durch regelmäßige Informationsveranstaltungen über die aktuellen Entwicklungen informieren, die es auch bereits in der Planungsphase mehrfach gegeben hat.
Die Gold-Kraemer-Stiftung beabsichtigt in der geänderten Konzeption die Hochbebauung innerhalb von vier Baufeldern umzusetzen. Am westlichen Rand des Guidelplatzes befinden sich zwei Solitärbauten (Haus 1 und 2), die eine Gasse zur Langgasse bilden. Haus 3 ist der Kopfbau im Anschluss an die bereits stehenden Guidel-Arkaden. Den nördlichen Abschluss der Platzfläche bildet das langgestreckte Gebäude 4 gegenüber der Guidel-Arkade.
Entstehen werden insgesamt 37 Wohnungen, acht Ladenlokale und ein Kunsthaus sowie eine Tiefgarage mit etwa 80 privaten Stellplätzen für die Bewohner und Nutzer der Gebäude. Die Zufahrt ist von der Kaiser-Otto-Straße aus vorgesehen.
Auf 330 Quadratmetern werden Künstlerwerkstätten entstehen. Ein 50 Quadratmeter großer Musikraum ist in Haus 2 vorgesehen. Neben Lagerflächen sind dort zehn Appartements geplant. In den anderen beiden Gebäuden werden frei vermietbare, barrierefreie Wohnungen und Gastronomie (Haus 1) und Ladenlokale entstehen.
Auf den Baufeldern 5 und 6 wird die Gold-Kraemer-Stiftung keine Häuser errichten. Diese Grundstücke wurden an die Stadt Pulheim zurückgegeben. Die Zu- und Ausfahrten der Tiefgarage in der Kaiser-Otto-Straße werden – im Vergleich zur bisherigen Planung - vom Nachbargrundstück abgerückt. Der Stadt Pulheim wird die Möglichkeit eingeräumt, zu einem späteren Zeitpunkt über die Zufahrt der Tiefgarage der Stiftung eine weitere Tiefgarage unter dem angrenzenden städtischen Eigentumsbereich anbinden zu können.
Der Guidelplatz soll ausgebaut und einheitlich gestaltet werden. Die Platzgestaltung wird über die Ehrenfriedstraße hinweg soweit wie möglich an das Prälatur-Gebäude der ehemaligen Abtei herangeführt. Die Belange des Denkmalschutzes werden berücksichtigt. Der Platzgestaltung liegt die »Gestaltungsvariante 5« des Stadtplanungsbüros Atelier Fritschi und Stahl zugrunde.
Der Bau des an dieser Stelle vorgesehenen provisorischen Parkplatzes hatte sich zunächst etwas verzögert. Dort stehen mittlerweile 44 provisorische Autoabstellplätze zur Verfügung. Sie ersetzen die Flächen, die in der Bauphase auf dem Guidelplatz wegfallen. Zur Ehrenfriedstraße ist die Fläche begrünt. Die Oberfläche wurde mit Mineralbeton versehen. Eine Asphaltdeckschicht konnte nicht aufgetragen werden, weil Anforderungen an die Entwässerung erfüllt werden mussten. Nach der Beendigung der Bauarbeiten auf dem Guidelplatz durch die Gold-Kraemer-Stiftung wird dieser Parkplatz wieder aufgegeben und es werden dort Gebäude errichtet. Bis dahin soll eine endgültige Lösung zur Schaffung von öffentlichen Stellplätzen im Kernbereich von Brauweiler gefunden werden.
Der Stadtrat hatte in seiner Sitzung vom 17. Dezember 2013 das veränderte Bebauungskonzept für den Bereich des Guidelplatzes und der neuen Verbindung zur Kaiser-Otto-Straße in Brauweiler beschlossen. Die Umsetzung machte detaillierte Anpassungen der vertraglichen Vereinbarungen zwischen der Gold-Kraemer-Stiftung und der Stadt notwendig. In seinen Sitzungen am 13. Mai und 4. November 2014 hatte sich der Stadtrat erneut mit der Neugestaltung des Guidelplatzes befasst und den abschließenden Vertragsdetails zugestimmt. In Bezug auf die Ehrenfriedstraße haben zahlreiche Verhandlungen und hilfreiche Unterstützungsmaßnahmen zur Lösung geführt. In Gesprächen mit dem Landesbetrieb Straßenbau sowie der Denkmalbehörde des Landschaftsverbandes Rheinland haben der Bürgermeister und die Stadtverwaltung die von der Stiftung gewünschte Platzerweiterung über die Straße bis zum Prälatur-Gebäude erörtert und sich über mögliche Planungsansätze ausgetauscht. Dazu war es notwendig geworden, dass sich auch der Rhein-Erft-Kreis beteiligte. Ziel war die Herabstufung der Ehrenfriedstraße von einer Landesstraße zu einer Kreisstraße. Nach einem Gespräch beim Verkehrsministerium in Düsseldorf am 10. November 2011 konnte der Rhein-Erft-Kreis die Ehrenfriedstraße und die Mathildenstraße am 1. Juli 2013 vom Land in die eigene Baulast übernehmen.
Zu weiteren Verzögerungen war es außerdem gekommen, weil gegen den von der Stadt erlassenen Bauvorbescheid Klage erhoben wurde, die am 26. Juni 2013 vor dem Verwaltungsgericht in Köln verhandelt wurde. Zuvor geführte Einigungsgespräche mit den Klägern auf Rücknahme der Klage hatten zu keinem Ergebnis geführt. Das Verwaltungsgericht Köln hat festgestellt, dass der für die Errichtung von Wohn- und Geschäftshäusern und einer Tiefgarage im Zentrum von Brauweiler erteilte Bauvorbescheid rechtswidrig ist. Dies begründete das Gericht damit, dass das von der Verwaltung beauftragte Lärmschutzgutachten insbesondere im Hinblick auf die nächtliche Nutzung der öffentlichen Stellplätze in der Tiefgarage Fragen offen lasse.
Unabhängig vom zunächst angestrengten Berufungsverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht Münster hat die Gold-Kraemer-Stiftung ihre Gespräche mit der Stadtverwaltung fortgeführt und Lösungen für die Umsetzung des Guidelplatz-Projektes unter Berücksichtigung der Hinweise und Verbesserungsvorschläge des Verwaltungsgerichtes Köln erarbeitet.

Archäologische Sicherungsmaßnahmen
Herstellung des provisorischen Parkplatzes verzögert sich
Das Amt für Bodendenkmalpflege des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) hat der Stadtverwaltung Pulheim mitgeteilt, dass die Abbrucharbeiten in der Kaiser-Otto-Straße und der Ehrenfriedstraße in Brauweiler mit Erreichen der Fundamente und Bodenplatten unter Aufsicht und Weisung einer archäologischen Fachfirma stattzufinden haben, weil damit gerechnet wird, dass beim Entfernen der Fundamente Bodendenkmäler aufgedeckt werden. Einschlägig ist in diesem Zusammenhang § 29 DSchG (Denkmalschutzgesetz) NRW. Danach unterliegen u.a. vermutete Bodendenkmäler bei deren Veränderung oder Beseitigung einer Verpflichtung zur vorherigen wissenschaftlichen Untersuchung, Bergung und Dokumentation, verbunden mit einer Kostenübernahme durch den Bauherren (Verursacher). Die Arbeiten sind daraufhin vorübergehend eingestellt worden.
Mit der Durchführung der archäologischen Sicherungsmaßnahmen wird die Stadtverwaltung eine Fachfirma beauftragen. Die Vergabe dieser Leistungen wird derzeit vorbereitet. Die Kosten trägt die Stadt. Sie wird die zu erwartenden Bodendenkmäler durch eine Fachfirma untersuchen und dokumentieren lassen.
Die Abrissarbeiten sind bislang zügig und ohne Probleme vorangeschritten. Weil die Stadtverwaltung die Abbrucharbeiten frühzeitig beauftragt hat, stellen die archäologischen Untersuchungen für den weiteren Fortgang der Baumaßnahmen kein Problem dar. Auch wenn sich die Herstellung des provisorischen Parkplatzes verzögert - der zeitliche Umfang der Verzögerung ist abhängig von Umfang der Erdeingriffe und von der archäologischen Situation – verbleibt bis zum Baubeginn auf dem Guidelplatz genügend Zeit. Dies ist auch in der Bürgerversammlung am 2. Juli in der Abtei thematisiert worden.
Die Grundstücke liegen gegenüber der Abtei innerhalb des historischen Ortskerns von Brauweiler, der erstmalig 1052 urkundlich erwähnt wird. Ausschnitte aus der Tranchotkarte von 1807 mit der Lage der aktuellen Baustelle zeigen dort eine größere Hofanlage.
Die archäologischen Untersuchungen in den Jahren 2001, 2005 und 2010 im Bereich des Guidelplatzes und zwischen der Kaiser-Otto-Straße 4 und 8 lieferten bereits neue Erkenntnisse zur mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Topografie von Brauweiler. Auf historischen Karten des 19. Jahrhundert ist zu sehen, dass sich in der Neuzeit die Bebauung entlang der Ehrenfriedstraße und der Bernhardstraße orientiert, wobei in den rückwärtigen Parzellen die Wirtschaftsbereiche gelegen haben. Die archäologischen Untersuchungen machen deutlich, dass im Mittelalter die Bebauung zwischen Ehrenfriedstraße und Langgasse lag und sich nicht an Straßenzügen orientierte. Dies bestätigen die Untersuchungen in der Ehrenfriedstraße in Höhe des Guidelplatzes, bei denen die Keller der Häuser Lohscheider und Bücker freigelegt wurden, die 1959 und 1988 abgerissen worden sind.
Im Zuge der Untersuchungen in der Kaiser-Otto-Straße, die unmittelbar an die Grundstücke der jetzt abgerissenen Gebäude grenzen, wurden mehrere hoch- und spätmittelalterliche (11. bis 15. Jahrhundert) Erdkeller, neuzeitliche (16. bis 19.Jahrhundert) Gebäudefundamente sowie mit umfangreichen Fundmaterial verfüllte Abfallgruben gefunden. Diese archäologischen Befunde grenzen direkt bis an die noch nicht untersuchten Grundstücke in der Kaiser-Otto-Straße und belegen, dass sie sich hier fortsetzen.
Nach Ansicht der Denkmalpfleger ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sich im Bereich der Grundstücke Kaiser-Otto-Straße 2, 2a, und 4 sowie Ehrenfriedstraße 34 und 36 neben den Kellern und Fundamenten der abgerissenen Häuser noch mittelalterliche und frühneuzeitliche Befunde erhalten haben.
Im Zuge der Abrissarbeiten der Kellerwände und –sohlen sind bereits in den Baugruben archäologische Strukturen, ältere Bauphasen, ältere Erdkeller erkennbar, die dokumentiert werden müssen. Eine archäologische Begleitung der Erdarbeiten ist daher erforderlich.

Gesamtkonzept für Brauweiler beschlossen
Einstimmig hat der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Pulheim beschlossen, ein Gesamtkonzept für die Ortsmitte von Brauweiler zu entwickeln. Die Verwaltung wird es gemeinsam mit Bürgern und Geschäftsleuten erarbeiten. Dazu gehören die Themen Verkehr, Parken, Einzelhandel, Städtebau und die geplante Bebauung des Guidelplatzes. Einzelne Themen sollen in den jeweiligen Fachausschüssen diskutiert und behandelt werden.

Bürgerinformationsveranstaltung am 2. Juli 2015
Die Stadtverwaltung Pulheim hat zusammen mit der Gold-Kraemer-Stiftung als Bauherrin interessierte Bürgerinnen und Bürger zur zweiten Informationsveranstaltung über die Entwicklung der Infrastruktur für den Brauweiler Ortskern und das Projekt eines inklusiven Kunst- und Wohnquartiers auf dem Guidelplatz eingeladen. Die Veranstaltung hat am Donnerstag, 02. Juli, im Gierden-Saal der Abtei Brauweiler stattgefunden. Stadt und Stiftung sind damit dem insbesondere in der Bürgerinformationsveranstaltung am 15. Januar 2015 geäußerten Wunsch nachgekommen, regelmäßig über den Fortgang der Planungen für das Zentrum von Brauweiler zu informieren.
Mit den Bauarbeiten auf dem Guidelplatz wird die Gold-Kraemer- Stiftung nach Auskunft ihres Architekten Ralf Hatzmann Mitte 2016 beginnen. In der zweiten Bürgerversammlung stellte Hatzmann den Zeitplan vor. Ende 2015 wird der Bauantrag gestellt. Anfang 2016 werden die Arbeiten ausgeschrieben. Mit einer Bauzeit von mehr als zwei Jahren muss gerechnet werden.
Der Technische Beigeordnete Martin Höschen teilte mit, dass es erste Überlegungen gibt, für die wegfallenden Tiefgaragenplätze unter dem Guidelplatz unter dem Parkplatz des Landschaftsverbandes eine neue Tiefgarage zu bauen. Eine Parkpalette ist dort aus Gründen des Denkmalschutzes nicht möglich. Der Parkplatz ist 130 Meter von der Ortsmitte entfernt. Bei den anderen infrage kommenden Flächen auf dem ehemaligen Kinogelände in der Ehrenfriedstraße oder auf einer Wiese hinter der Immunitätsmauer des LVR in der Mathildenstraße sieht Höschen Probleme bei der Umsetzung. Für den Abriss der Häuserzeile in der Kaiser-Otto-Straße 2-4 und in der Ehrenfriedstraße 34-36 müssen nach Auskunft von Bürgermeister Frank Keppeler die Sommerferien genutzt werden. Dort entstehen 44 provisorische Autoabstellplätze. Sie ersetzen die Flächen, die in der Bauphase auf dem Guidelplatz wegfallen.

Gebäudeabriss in der Kaiser-Otto-Straße und in der Ehrenfriedstraße
Der im Zusammenhang mit der Baumaßnahme der Gold-Kraemer-Stiftung auf dem Guidelplatz in Brauweiler vorgesehene Abriss mehrerer städtischer Gebäude in der Kaiser-Otto-Straße 2 bis 4 (gegenüber der Filiale der Kreissparkasse) und in der Ehrenfriedstraße 34 bis 36 hat begonnen. Am Montag, 29. Juni, sind die Arbeiten aufgenommen worden. Ein Bauzaun wurde aufgestellt und die Baustelle ist eingerichtet worden. Zunächst werden die Häuser entkernt. Die Heizungen, Sanitäreinrichtungen, Fußbodenbeläge, Fenster und Türen usw. werden ausgebaut und separat entsorgt. Diese Arbeiten werden voraussichtlich bis Freitag, 10. Juli, abgewickelt. Anschließend werden die eigentlichen Abrissarbeiten aufgenommen. Die Fachfirma wird sich vom Parkplatz in Richtung Ehrenfriedstraße vorarbeiten (von Westen nach Osten). Ab Montag, 13. Juli, werden zunächst das Einfamilienhaus und die ehemalige Bäckerei abgerissen. Eine Woche später, am Montag, 20. Juli, starten die Arbeiten in der Ehrenfriedstraße Nr. 34 + 36 mit dem Abriss der Dächer und Obergeschosse. Dafür wird die Ehrenfriedstraße eine Woche halbseitig gesperrt und der Verkehr mit einer Ampelanlage geregelt. Der Gehweg auf der westlichen Seite der Ehrenfriedstraße wird für die Dauer der Abrissarbeiten in diesem Bereich ebenfalls gesperrt. Ab Montag, 27. Juli, werden die Arbeiten im Erdgeschoss und in den Kellern fortgesetzt. Zum Schutz der Passanten und der umstehenden Gebäude werden Staubschutzplanen am Bauzaun angebracht. Wegen der Abfuhr der Abrissmaterialien muss mit erheblichem LKW-Verkehr gerechnet werden.
Ein Teil des provisorischen Parkplatzes zwischen Guidelplatz und Kaiser-Otto-Straße wird zum Abstellen von Baufahrzeugen gebraucht und steht als Parkplatz nicht zur Verfügung.
Im Anschluss an die Abbrucharbeiten werden die Keller verfüllt. Nach den archäologischen Untersuchungen, durch die eine zeitlich Verzögerung eingetreten ist, soll der Auftrag für den Bau des provisorischen Parkplatzes vergeben werden. Wann mit der Errichtung der 44 provisorischen Stellplätze begonnen wird, steht noch nicht fest. Die Bauzeit beträgt ca. zwei Wochen. Zur Ehrenfriedstraße wird der Parkplatz begrünt. Die Oberfläche wird mit Mineralbeton versehen. Eine Asphaltdeckschicht kann nicht aufgetragen werden, weil Anforderungen an die Entwässerung erfüllt werden müssten.
Nach der Beendigung der Bauarbeiten auf dem Guidelplatz durch die Gold-Krämer-Stiftung wird dieser Parkplatz wieder aufgegeben und es werden dort Gebäude errichtet. Bis dahin soll eine endgültige Lösung zur Schaffung von öffentlichen Stellplätzen im Kernbereich von Brauweiler gefunden werden.

Bürgerinformationsveranstaltung am 15. Januar 2015
Vor über 300 interessierten Bürgerinnen und Bürgern informierten am Donnerstag, 15. Januar, die Stadt Pulheim und die Gold-Kraemer-Stiftung im Gierden-Saal der Abtei Brauweiler über das Guidelplatz-Projekt. Die Gold-Kraemer-Stiftung plant dort als Investor den Bau eines »Inklusiven Wohn- und Kunstquartiers«. Bürgermeister Frank Keppeler, Vorstandsvorsitzender Johannes Ruland, Staatsminister a. D. Harry K. Voigtsberger, Architekt Ralph Hatzmann und der Technische Beigeordnete Martin Höschen stellten die Planungen im Detail vor. Die Teilnehmer der Bürgerversammlung hatten im Anschluss die Gelegenheit, Fragen an die Stadt und die Stiftung zu stellen. Insbesondere die Entstehung eines Kunst- und Kulturzentrums, in dem sowohl Künstler mit und ohne Behinderung gemeinsam arbeiten können als auch alle örtlichen Vereine, Gruppierungen und Initiativen zur konstruktiven Mitarbeit eingeladen sind, fand große Zustimmung in der Bevölkerung.
„Wir sind davon überzeugt, dass am Guidelplatz etwas Zukunftsweisendes für die Bürger und die Besucher des Abteiortes entstehen wird“, so der Bürgermeister. Johannes Ruland zeigte sich zuversichtlich: „Für die Stiftung bedeutet dieses Projekt einen weiteren Meilenstein zur Erreichung unserer Ziele, inklusive gesellschaftliche Veränderungsprozesse im Ortszentrum mitzugestalten.“
Die Gold-Kraemer-Stiftung beabsichtigt in der geänderten Konzeption die Hochbebauung der Baufelder 1, 2, 3 und 4 (alt 5) umzusetzen. Die Häuser 1 und 2 sind die Kopfbauten am westlichen Rand des Guidelplatzes. Haus 3 ist der Kopfbau im Anschluss an die bereits stehenden Guidel-Arkaden. Gebäude 4 ist das Haus gegenüber der Guidel-Arkaden auf der nördlichen Seite der Platzfläche.
Entstehen werden insgesamt 37 Wohnungen, acht Ladenlokale und ein Kunsthaus sowie eine Tiefgarage mit etwa 80 Stellplätzen. Die Zufahrt ist von der Kaiser-Otto-Straße aus vorgesehen. Harry Voigtsberger, ehemaliger Direktor des Landschaftsverbandes Rheinland, stellte das Kunsthaus in Gebäude 3 als „das Herzstück“ des gesamten Projektes vor. Auf 310 Quadratmetern werden dort Künstlerwerkstätten entstehen. Ein 50 Quadratmeter großes Atelier ist in Haus 2 vorgesehen. Neben Lagerflächen sind dort elf Apartments geplant. In den anderen beiden Gebäuden werden frei vermietbare, barrierefreie Wohnungen und Gastronomie (Haus 1) und Ladenlokale entstehen. Johannes Ruland unterstrich, dass die Gold-Kraemer-Stiftung zusammen mit dem Architekten die neuen Pläne nun umgehend im Detail überarbeiten werde, so dass der Bauantrag schnellstmöglich eingereicht werden könne. Die Stadtverwaltung behandle das Bauprojekt der Gold-Kraemer-Stiftung mit hoher Priorität, erklärte der Bürgermeister.
Auf den Baufeldern 5 und 6 wird die Gold-Kraemer-Stiftung keine Häuser errichten. Diese Grundstücke werden an die Stadt Pulheim zurückgegeben. Die Zu- und Ausfahrten der Tiefgarage in der Kaiser-Otto-Straße werden – im Vergleich zur bisherigen Planung - vom Nachbargrundstück abgerückt. Der Stadt Pulheim wird die Möglichkeit eingeräumt, zu einem späteren Zeitpunkt über die Zufahrt der Tiefgarage der Stiftung eine weitere Tiefgarage unter dem angrenzenden städtischen Eigentumsbereich anbinden zu können.
Sorge äußerten die Bürger und Geschäftsleute hinsichtlich der zukünftigen Parkflächen. Derzeit stellt die Gold-Kraemer-Stiftung auf dem Guidelplatz bis zum Baubeginn provisorisch kostenlos Parkflächen zur Verfügung. Bürgermeister Frank Keppeler machte deutlich, dass sich die Stadtverwaltung bereits intensiv mit diesem Thema beschäftige und nach Lösungen suche. Bevor die Gold-Kraemer-Stiftung mit der Baumaßnahme beginnt, sollen im Zentrum von Brauweiler provisorische Stellplätze entstehen. Möglich ist dies durch den Abriss mehrerer städtischer Gebäude entlang der Kaiser-Otto-Straße gegenüber der Kreissparkassenfiliale sowie durch das von der Gold-Kraemer-Stiftung zurückgegebene Baufeld. Mit dem Abbruch der Gebäude soll die Kaiser-Otto-Straße zudem eine Verbreiterung erfahren.
Der Guidelplatz soll ausgebaut und einheitlich gestaltet werden. Die Platzgestaltung wird über die Ehrenfriedstraße hinweg soweit wie möglich an das Prälatur-Gebäude der ehemaligen Abtei herangeführt. Die Belange des Denkmalschutzes werden berücksichtigt. Der Platzgestaltung liegt die »Gestaltungsvariante 5« des Stadtplanungsbüros Atelier Fritschi und Stahl zugrunde.
Der Stadtrat hatte in seiner Sitzung vom 17. Dezember 2013 das veränderte Bebauungskonzept für den Bereich des Guidelplatzes und der neuen Verbindung zur Kaiser-Otto-Straße in Brauweiler beschlossen. Die Umsetzung machte detaillierte Anpassungen der vertraglichen Vereinbarungen zwischen Gold-Kraemer-Stiftung und Stadt notwendig. Diese Anpassungsarbeiten haben sich als komplexer und langwieriger herausgestellt, als beide Seiten dies ursprünglich angenommen hatten. Sie sind nun erfolgreich abgeschlossen. In seinen Sitzungen vom 13. Mai und 4. November 2014 hatte sich der Stadtrat erneut mit der Neugestaltung des Guidelplatzes befasst und den abschließenden Vertragsdetails zugestimmt. In Bezug auf die Ehrenfriedstraße haben zahlreiche Verhandlungen und hilfreiche Unterstützungsmaßnahmen zur Lösung geführt. In Gesprächen mit dem Landesbetrieb Straßenbau sowie der Denkmalbehörde des Landschaftsverbandes Rheinland haben der Bürgermeister und die Stadtverwaltung die von der Stiftung gewünschte Platzerweiterung über die Straße bis zum Prälatur-Gebäude erörtert und sich über mögliche Planungsansätze ausgetauscht. Dazu war es notwendig geworden, dass sich auch der Rhein-Erft-Kreis beteiligte. Ziel war die Herabstufung der Ehrenfriedstraße von einer Landesstraße zu einer Kreisstraße. Nach einem Gespräch beim Verkehrsministerium in Düsseldorf am 10. November 2011 konnte der Rhein-Erft-Kreis die Ehrenfriedstraße und die Mathildenstraße am 1. Juli 2013 vom Land in die eigene Baulast übernehmen.
Zu weiteren Verzögerungen war es außerdem gekommen, weil gegen den von der Stadt erlassenen Bauvorbescheid Klage erhoben wurde, die am 26. Juni 2013 vor dem Verwaltungsgericht in Köln verhandelt wurde. Zuvor geführte Einigungsgespräche mit den Klägern auf Rücknahme der Klage hatten zu keinem Ergebnis geführt. Das Verwaltungsgericht Köln hat dann festgestellt, dass der für die Errichtung von Wohn- und Geschäftshäusern und einer Tiefgarage im Zentrum von Brauweiler erteilte Bauvorbescheid rechtswidrig ist. Dies begründete das Gericht damit, dass das von der Verwaltung beauftragte Lärmschutzgutachten insbesondere im Hinblick auf die nächtliche Nutzung der Tiefgarage Fragen offen lasse.
Unabhängig vom zunächst angestrengten Berufungsverfahrens vor dem Oberverwaltungsgericht Münster haben die Gold-Kraemer-Stiftung und die Stadtverwaltung ihre Gespräche stets fortgeführt und die jetzt vorliegenden Lösungen für die Umsetzung des Guidelplatz-Projektes unter Berücksichtigung der Hinweise und Verbesserungsvorschläge des Verwaltungsgerichtes Köln erarbeitet.

Aktuelle Planungen und Ansichten des Architekten Ralf Hatzmann

Rathaus Pulheim geschlossen
Erreichbarkeit der Stadtverwaltung zwischen Weihnachten und Neujahr

Das Rathaus und das Rathaus-Center sind in diesem Jahr an den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen (Donnerstag und Freitag, 27./ 28. Dezember). Das Einwohnermeldeamt, das Sozialamt und das Standesamt richten im Rathauscenter am Donnerstag, 27. Dezember, 10 bis 12 Uhr, für dringende Fälle einen Notdienst ein. Es wird um Verständnis gebeten, dass tatsächlich nur Notfälle bearbeitet werden können. Empfohlen wird deshalb, Behördengänge vor Weihnachten zu erledigen oder für das neue Jahr einzuplanen. Einige Mitarbeiter sind im Bedarfsfall - z.B. Winterdienst des Bauhofes – im Einsatz. Die Stadtbücherei ist geschlossen. Für die Bäderlandschaft Aquarena gilt eine Sonderregelung.
Die Schließung ist im Rahmen von Konsolidierungsmaßnahmen für den städtischen Haushalt beschlossen worden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen Urlaub oder bauen Überstunden ab.

Rat beschließt Einführung der Ehrenamtskarte
Bürgermeister Frank Keppeler: „Anerkennung für ehrenamtliches Engagement!“

In Pulheim engagieren sich weit über tausend Menschen ehrenamtlich. Als Ausdruck der Wertschätzung dieser Arbeit hat der Rat in seiner Sitzung am 6. November, einstimmig beschlossen, die Ehrenamtskarte NRW in Pulheim einzuführen. Dazu Bürgermeister Frank Keppeler: „Sie ist die verdiente Anerkennung für außerordentliches Engagement und bietet Vergünstigungen für viele öffentliche und private Einrichtungen.“
Für den Erhalt der Ehrenamtskarte müssen ehrenamtlich Tätige mindestens fünf Stunden in der Woche ein Ehrenamt ausüben. Dieses Engagement kann bei unterschiedlichen Trägern oder verteilt auf einzelne zeitintensive Einsätze mit insgesamt 250 Stunden pro Jahr erfolgen. Als Voraussetzung für die Gewährung der Ehrenamtskarte ist eine mindestens zweijährige ehrenamtliche Tätigkeit nachzuweisen. Die Geltungsdauer der Karte beträgt zwei Jahre. Es wird kein Mindestalter für den Erhalt der Karte festgelegt.
Die Ehrenamtskarte NRW sorgt für Vergünstigungen, die landesweit allen Inhaberinnen und Inhabern gewährt werden. Einrichtungen oder Unternehmen in Nordrhein-Westfalen, die das Projekt unterstützen, sind z.B. Museen, Bibliotheken, Theater, Schwimmbäder, Volkshochschulen und Parks wie auch Einzelhändler, Apotheken, Kinos, Sportstätten oder Hotels. Die öffentlichen und privaten Einrichtungen tragen einen entsprechenden Hinweis. Eine Liste der städtischen Partner der Ehrenamtskarte wird bei Ausgabe der Ehrenamtskarte zur Verfügung gestellt. Unter www.ehrensache.nrw.de ist eine stets aktuelle Übersicht aller landesweit geltenden Vergünstigungen abrufbar. Laut Auskunft der Landesregierung NRW hat es sich in der Praxis erwiesen, dass unter dem Aspekt einer Vorreiterfunktion für private Unternehmen städtische Vergünstigungen sinnvoll sind. Sie vermitteln den Engagierten das Gefühl von Wertschätzung durch ihre Kommune und sind von besonderer Bedeutung.
Die Ehrenamtskarte in Pulheim wird zur Inanspruchnahme folgender Vergünstigungen bei städtischen Einrichtungen und Angeboten berechtigen:
1. Eintrittsgelder für die Aquarena
Die Ermäßigung beträgt 30 Prozent des maßgeblichen Kartenpreises.

2. Eintrittsgelder für kulturelle Veranstaltungen der Stadt
Auf die maßgeblichen Eintrittspreise für kulturelle Veranstaltungen der Stadt werden
30 Prozent Ermäßigung gewährt.

3. Büchereigebühren
Auf die maßgeblichen Gebühren der städtischen Bücherei werden 30 Prozent Ermäßigung gewährt.

Neben diesen Vergünstigungen bei städtischen Einrichtungen soll - in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung - bei Pulheimer Unternehmen,
Einzelhändlern und privaten Einrichtungen dafür geworben werden, Vergünstigungen bzw. Ermäßigungen und Rabatte für Inhaberinnen und Inhaber der Ehrenamtskarte zu gewähren.
Die Einführung der Ehrenamtskarte ist im Laufe des Jahres 2019 geplant.

Kinder haben Weihnachtsbaum im Rathausinnenhof geschmückt
Weckmänner für die fleißigen Helferinnen und Helfer

Strahlender Mittelpunkt des Rathausinnenhofes ist in der Advents- und Weihnachtszeit wieder einmal ein von Kindern aus Pulheimer Kindertagesstätten geschmückter Weihnachtsbaum. Mit viel Sorgfalt und großer Begeisterung haben sie in den zurückliegenden Tagen in ihren Einrichtungen fleißig Baumschmuck gebastelt. In Begleitung ihrer Erzieherinnen und einiger Eltern haben 32 Jungen und Mädchen die Bastelarbeiten am Freitag vor dem ersten Advent zum Rathaus gebracht. Hier haben sie den gut gewachsenen Baum im unteren Stammbereich mit Strohsternen, Engeln, Spielzeug, Schlitten und kleinen Päckchen behangen. Mitgemacht haben in diesem Jahr Kinder aus den Kindertagesstätten Pusteblume und Waldwichtel.
Nach getaner Arbeit waren die großen und kleinen Helfer gleichermaßen begeistert.
Bürgermeister Frank Keppeler freute sich und sprach den Kindern ein großes Lob aus: „Das habt ihr ganz toll gemacht. Mit Eurer Unterstützung steht hier ein Weihnachtsbaum, den man richtig gerne anschaut. Vielen Dank.“ „Mein Dank“, so der Bürgermeister weiter, „gilt auch den Mitarbeiterinnen vom Jugendamt, die die Kinder eingeladen haben und den Bauhofmitarbeitern, die die schöne Idee in die Tat umgesetzt haben.“
Sehr zur Freude der Kinder gab es eine besondere Überraschung. Simon Bötjer überreichte jedem Mädchen und Jungen im Auftrag der Stadtwerke Pulheim als Dankeschön einen leckeren Weckmann.
Die Aufstellung und das Schmücken des Baumes haben die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes, Fabian Baues und Florian Mauß, organisiert. Sie haben die Tanne geholt, angeliefert und aufgestellt. Mit Hilfe eines Hubwagens haben sie zunächst die LED-Lichterkette angebracht. Nachdem die Kinder ihre Arbeiten beendet hatten, haben die Bauhofmitarbeiter den Baumschmuck vollendet.
Bis Anfang Januar wird der Weihnachtsbaum die Besucherinnen und Besucher des Verwaltungsgebäudes mit seinem Lichterglanz erfreuen.

Erster Bürgerhaushalt in der Stadt Pulheim – Geld fair teilen
Stellungnahmen der Fachämter liegen vor

Die Stadtverwaltung hat die 20 best bewerteten Vorschläge für den Bürgerhaushalt und die 20 best bewerteten Vorschläge für das Bürgerbudget geprüft. Die Stellungnahmen und die Ergebnisse der Prüfungen können im Internet https://www.buergerhaushalt-pulheim.de/ergebnis eingesehen werden Ergebnis
Die Stadtverwaltung schlägt vor, von den insgesamt 40 geprüften Bürgervorschlägen zehn ganz oder teilweise aufzugreifen. Zwölf sollen in laufende Planungen einfließen und zehn sind bereits aufgegriffen oder umgesetzt worden. Acht Vorschläge werden nicht behandelt.
Am Dienstag, 4. Dezember, wird sich der Haupt- und Finanzausschuss mit den Bürgervorschlägen und den Empfehlungen der Verwaltung befassen. Der Stadtrat wird in seiner Sitzung am Dienstag, 18. Dezember, abschließend entscheiden, welche Bürgervorschläge umgesetzt werden.
Vom 20. Februar bis zum 28. Mai hatten die Pulheimerinnen und Pulheimer insgesamt 336 Vorschläge eingebracht. Bis zum 22. Juni sind dazu 91.886 Bewertungen abgegeben worden. Dabei wurde eine Rangliste gebildet. Insgesamt haben sich 1.128 Personen aktiv beteiligt.
Informationen erteilt die Koordinierungsstelle Bürgerhaushalt, Christian Kirion, Rathaus, Zimmer 21, Telefon 02238/808-214, E-Mail buergerhaushalt@pulheim.de .
Die Verwaltung dankt allen Bürgerinnen und Bürgern, die in den vergangenen Wochen ihre Ideen, Kommentare und Bewertungen beim Bürgerhaushalt eingebracht haben. 700 Personen haben ihre Bewertungen online abgegeben.
Link zur Homepage des Bürgerhaushaltes:
Bürgerhaushalt

Prologis feiert 1. Spatenstich

Zum 1. Spatenstich für den Logistikpark mit Lager- und Umschlaghalle in der Industriestraße in Pulheim hat Bürgermeister Frank Keppeler der Firma Prologis im Namen von Rat und Verwaltung der Stadt sowie persönlich gratuliert: „Ich freue mich sehr, dass das seit vielen Jahren brachliegende Areal endlich einer neuen Nutzung zugeführt wird.“
Alexander Heubes, Senior Vice President von Prologis, äußert sich zufrieden: „Die Lage des Grundstücks ist optimal und der Standort hat wegen der Nähe zum Ballungsraum Köln, zum Ruhrgebiet und zu den Benelux-Staaten viel Potenzial für die Ansiedlung von Logistikunternehmen
Vor einigen Jahren hat Prologis das ca. 47.680m² große Grundstück von der Firma Heidelberg-Zement AG erworben. Prologis ist ein erfolgreicher Entwickler für Industrieimmobilien und plant eine ca. 23.000 m² große Einrichtung. Entstehen werden drei Hallenabschnitte, die als einzelne Einheiten separat vermietet werden können. Sie sind 9.700 m², 10.000 m² und 3.700 m² groß. Sie können auch als zusammenhängendes Gesamtobjekt angemietet werden (der oder die Mieter stehen noch nicht fest). Auf der Ostseite gibt es einen dreigeschossigen Büroanbau. Alle drei Hallen zusammen sind 247 Meter lang und 103 Meter breit. Die Gebäudehöhe wird mit 14 Metern angegeben. Hochregallager mit einer Höhe von bis zu zwölf Metern können aufgestellt werden. Aktuell werden Erdarbeiten und Baugrundvor- und Aufbereitungen durchgeführt. Die Fertigstellung ist für Mitte 2019 vorgesehen.

Bürgerinnen und Bürger pflegen Grünflächen und Spielplätze

Weitere Paten werden gesucht

Viele Menschen in der Stadt setzten sich nachhaltig für ein sauberes Pulheim ein. Sie übernehmen Verantwortung und kümmern sich regelmäßig um die Beseitigung von Müll und Unrat auf öffentlichen Flächen. 370 Grünflächen werden überall im Pulheimer Stadtgebiet bereits von freundlichen Bürgerinnen und Bürgern gepflegt und gestaltet. Diese offiziellen Grünflächenpatenschaften werden vom städtischen Bauhof betreut. Michael Götten, Leiter des Geschäftsbereichs Öffentliche Grünflächen, würde sich auch noch über weitere Interessenten freuen. Es ist Sommer, die Wachstumsperiode ist in vollem Gange und der Bauhof kann viele Helferinnen und Helfer dringend brauchen.

Michael Götten: „Wer mitmacht, kann den Erfolg vor seiner Haustür oder in der Nachbarschaft miterleben.“ Gepflegte Grünflächen tragen zu einem schöneren Ortsbild bei und verbessern die Wohn- und Lebensqualität merklich. Pflegen kann man Straßenbeete, kleinere Park- und Gartenanlagen, Hochbeete, begrünte Containerstandorte für Glas und Papier und Pflanzkübel oder man gießt in Trockenperioden Bäume. Der Bauhof stellt Material zur Verfügung und steht den Grünflächenpaten als Ansprechpartner zur Seite.

Wer Interesse hat, wendet sich an Michael Götten, Telefon 02238/808-397. Wer lieber schreiben möchte, erreicht den städtischen Bauhof unter folgender Anschrift:
Stadt Pulheim, Zentraler Bauhof, Zum Schwefelberg 4, 50259 Pulheim oder E-Mail:
michael.goetten@pulheim.de

Sehr erfreulich ist auch die Bilanz bei der Betreuung von Spielplätzen. Das städtische Jugendamt teilt mit, dass sich mittlerweile 60 Paten um 71 Spielplätze kümmern. Insgesamt stehen den Pänz im Pulheimer Stadtgebiet 89 Spielflächen zur Verfügung.

Damit werden nahezu 80 Prozent aller Spielplätze von aufmerksamen Bürgerinnen und Bürger betreut. Zu den wichtigen Aufgaben der Spielplatzpaten gehört die soziale Kontrolle. Sie teilen dem Spielplatztelefon des Jugendamtes zum Beispiel mit, wenn sich auf einem Spielplatz Nutzungskonflikte entwickeln, Spielgeräte defekt sind oder der Platz in ungewöhnlich hohem Maße verschmutzt ist. Gegebenenfalls werden die Spielplatznutzer auch direkt auf Fehlverhalten angesprochen, wenn zum Beispiel Hunde mitgeführt werden. Oft werden auch kleinere Mengen Müll und Unrat von den Patinnen und Paten beseitigt. Bei gröberen Verschmutzungen kann der Bauhof durch den Kontakt zum Jugendamt zeitnah reagieren. Spielplatzpaten sind somit für das Jugendamt eine wichtige Informationsquelle über die jeweilige Spielplatzsituation vor Ort.

Wer gerne Spielplatzpate werden möchte und wem der Erhalt von öffentlichen Spielflächen wichtig ist und wer sich vorstellen kann, Spaß an dieser Aufgabe zu haben, meldet sich beim Spielplatztelefon im Jugendamt der Stadt Pulheim, Telefon 02238/808-490.

Einbringung des Doppelhaushaltes 2019/2020
Steuern werden gesenkt – Hohe Investitionen in Bildungslandschaft und Infrastruktur

Bürgermeister Frank Keppeler und Kämmerer Jens Batist haben in der Ratssitzung am Dienstag, 06. November, den Entwurf für den dritten Doppelhaushalt eingebracht. Er gilt für die Jahre 2019 und 2020. Die Finanzsituation hat sich deutlich verbessert. Die Arbeitslosenquote bewegt sich mit 3,4 Prozent auf historisch niedrigem Niveau. Die Steuereinnahmen zeichnen sich durch Zuwächse aus. Dadurch eröffnen sich Gestaltungsspielräume und die Stadt kann Vorsorge für schlechte Zeiten treffen. Die Ausgleichsrücklage wird bis 2020 auf 30,3 Mio. Euro anwachsen. Der Schuldenstand reduziert sich im Vergleich zum Jahr 2017 bis 2020 um rund 8 Mio. Euro. Die Stadt wird – so die Planung - in den kommenden beiden Jahren Investitionen von rund 52,7 Mio. Euro tätigen.
In seiner Haushaltsrede kündigte der Bürgermeister an, dass die Steuersätze für die Grundsteuer A, die Grundsteuer B und die Gewerbesteuer ab 2020 um jeweils 10 Prozentpunkte gesenkt werden sollen. „Damit bleiben wir deutlich unter dem Durchschnitt der Kommunen im Rhein-Erft-Kreis“, so Bürgermeister Frank Keppeler. Wegen der zu erwartenden finanziellen Rahmendaten sind die Senkungen ab 2020 vertretbar. Die Senkung der Realsteuerhebesätze bereits ab dem Jahr 2019 kommt nicht in Betracht, weil für das Jahr 2019 ein Haushaltsdefizit in Höhe von 2,3 Mio. Euro erwartet wird. Die städtischen Gebühren bleiben weitestgehend konstant.
Ganz oben auf der Agenda stehen hohe Investitionen in Bildung, Familie, Kinderbetreuung und Infrastruktur. Die in die Jahre gekommenen Schulen müssen saniert, ausgebaut und moderner gestaltet werden. Dafür werden der Schulentwicklungsplan und die Schulbaurichtlinie für die weiterführenden Schulen im kommenden Jahr erstellt. Für die Erweiterung der Christinaschule sollen in 2019 rund 370.000 Euro und in 2020 weitere 400.000 Euro investiert werden. Für die Richezaschule und die Grundschule Geyen/Sinthern werden im Haushaltsentwurf in beiden Jahren jeweils rund 500.000 Euro zur Verfügung gestellt. Im Schulzentrum Pulheim gibt es einen hohen Sanierungs- und Modernisierungsbedarf. Der Haushaltsentwurf sieht 1 Mio. Euro für Planungsleistungen vor. In der Finanzplanung werden in den Jahren 2021 bis 2023 jeweils 5 Mio. Euro berücksichtigt.
Am Schulzentrum in Brauweiler werden weitere Räumlichkeiten erforderlich, um den Raumbedarf der Gesamtschule, deren erster Jahrgang bald in die Oberstufe geht, zu decken. Hier ist ein Schulneubau in Modulbauweise geplant. Das Bauvorhaben wird von einem Generalunternehmer schlüsselfertig errichtet. Die Kosten betragen rund 4,7 Mio. Euro. Nachfolgend werden Umbauten im Bestandsgebäude vorgenommen, die Mensa erweitert und einzelne Container-Klassen wieder zurückgebaut. Das Gesamtbudget aller Maßnahmen beträgt 5,8 Millionen Euro.
Die Grundschule Kopfbuche zieht vom Standort Stommeln im Sommer 2019 in die auslaufende Hauptschule Escher Straße am Standort Pulheim. Die Baumaßnahmen sollen im Sommer 2019 pünktlich abgeschlossen werden, so dass die Schule das Gebäude übernehmen kann.
In der Stadt Pulheim leben aktuell ca. 2.900 Kinder im Alter von unter sechs Jahren. Zur Schaffung weiterer Betreuungsplätze ist der Bau einer sechsgruppigen Kita im BP 114 (Baukosten 3.070.000 Euro + Einrichtungskosten 330.000 Euro) vorgesehen. Zudem wird vorgeschlagen, das frei gewordene Gebäude der Kopfbuche für die Unterbringung einer neuen Kindertagesstätte zu nutzen.
Für den Sportbereich schlagen der Bürgermeister und der Kämmerer mehrere größere Investitionen vor. In Geyen soll der Ascheplatz in 2019 durch einen Kunstrasenplatz ersetzt werden. Ein weiterer Kunstrasenplatz soll im darauf folgenden Jahr 2020 in Sinnersdorf gebaut werden. Für die Errichtung der beiden Plätze sind insgesamt rund 1,5 Mio. Euro vorgesehen. Zur Verbesserung der Nutzbarkeit sieht der Haushaltsentwurf für den Rasenplatz in Stommeln im kommenden Jahr eine Flutlichtanlage (rund 98.000 Euro) vor. Darüber hinaus hat die Verwaltung erklärt zu prüfen, ob es möglich ist, auch im Mühlenort durch Umwandlung eines bestehenden Platzes einen Kunstrasenplatz zu errichten. Eine Umwandlung des Tennenplatzes ist aktuell nicht möglich, weil sich dieser im Überflutungsbereich eines Hochwasserrückhaltebeckens befindet. Die große Dreifachturnhalle im Sportzentrum Pulheim soll für rund 3,5 Mio. Euro umfassend saniert werden. Zur Aufrechterhaltung des Spiel- und Trainingsbetriebs sowie zur Verbesserung des Sportstättenangebots für Schulen und Vereine wird der Bau einer Modulbauhalle vorgeschlagen. Die Kosten dafür belaufen sich auf 2,4 Mio. Euro in 2019.
Zur Steigerung der Attraktivität und Verbesserung der Familienfreundlichkeit des Hallenbades in der Aquarena wird die Errichtung eines Baby- und Kinderbeckens in einem kleinen Anbau vorgeschlagen. 427.000 Euro sollen hier investiert werden. Für weitere Maßnahmen im Bereich des Pulheimer Sees sind 100.000 Euro vorgesehen.

Umbau Verkehrsknotenpunkt Rathauskreuzung in Pulheim
Erhöhung der Verkehrssicherheit und der Leistungsfähigkeit
Bürgerinformationsveranstaltung hat Anfang Juni stattgefunden

Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit - die Kreuzung ist aktuell eine Unfallhäufungsstelle - und der Leistungsfähigkeit ist der Umbau der zentralen Rathauskreuzung (Rathausstraße L 183/ K 25 und Steinstraße L 183/ K 24, zwischen Rathausgebäude, ehemaligem Postgebäude, Bahnunterführung und ALDI-Filiale) unbedingt notwendig. Vorgaben für die Planung sind die konfliktfreie Führung sämtlicher Kfz-Verkehre untereinander, die störungsfreie Führung der linksabbiegenden Kfz-Verkehre und der querenden Fußgänger, die eindeutige Führung des Radverkehrs innerhalb des Knotenpunktes, die Verbreiterung der Gehwege und die Bereinigung der bestehenden Defizite (Unfallhäufungsstelle). Im Zuge der Arbeiten werden Umbaumaßnahmen am Parkplatz Steinstraße und auf der Steinstraße vorgenommen.

Die Arbeiten werden im kommenden Jahr 2019 durchgeführt. Mitte März soll begonnen werden. Es wird mit einer Bauzeit von sechs Monaten gerechnet. Im September oder Oktober sollen die Arbeiten beendet sein. Die Kosten belaufen sich auf 2,6 Millionen Euro. Davon trägt die Stadt rund 1 Millionen Euro (37 Prozent). Hinzu kommen Kosten in Höhe von 500.000 Euro für den Ausbau der Steinstraße (Gesamtanteil Stadt 1,5 Millionen Euro). Die Straßenbauträger Straßen NRW (21,5 Prozent) und der Rhein-Erft-Kreis (41.4 Prozent) sind in erheblichem Maß an der Finanzierung beteiligt.

Im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung am Mittwoch, 6. Juni 2018, im Dr.-Hans-Köster-Saal sind die Pläne und der Ablauf der Baumaßnahme der interessierten Öffentlichkeit von Daniel Ebbers vom Ingenieurbüro ISA-Plan und von der Stadtverwaltung vorgestellt worden.
Von besonderem Interesse ist die Verkehrsregelung in der Umbauphase. Die Arbeiten sollen in zwei Abschnitten durchgeführt werden. Dabei werden vorübergehende Vollsperrungen notwendig sein. Hauptsächlich sollen aber lediglich jeweils zwei nebeneinanderliegende Straßenäste komplett gesperrt werden. Zwischen den übrigen beiden Straßenästen bleibt dabei eine über Eck gehende Fahrbeziehung erhalten. Fußgänger und Radfahrer können die Kreuzung in der Bauzeit weiterhin passieren. Zur Entlastung des Kreuzungsbereiches soll die Albrecht-Dürer-Straße als Ausweichstrecke genutzt werden. Dafür werden die Schwellen entfernt und nach Abschluss der Arbeiten an der Rathauskreuzung wieder eingebaut.

Die Buslinie 980 wird in der Zeit der Vollsperrung in einen nördlichen und einen südlichen Ast getrennt. Sie wird den Bahnhof von beiden Seiten bedienen. Sie wird auf dem südlichen Ast über die Geyener Straße an den Bahnhof Pulheim geführt. Dabei kann die Haltestelle Am Wiesenhang bedient werden. Für die Rückfahrt über Bergheimer Straße und Sonnenallee ist eine Ersatzhaltestelle in der Sonnenallee für die Haltestelle Am Wiesenhang geplant. Die Rathaushaltestelle kann über einen großen Teil der Bauzeit von keiner Linie bedient werden. Die Linien 970 und 980 werden über die Barbara- und Escherstraße Richtung Bahnhof Pulheim und zurück geführt. Die Linie 970 fährt ansonsten den üblichen Linienweg. In Höhe der Kirche St. Kosmas und Damian ist eine Haltestelle für die Umleitungszeit angedacht. Die Schulbusfahrten müssen im Detail geplant und abgestimmt werden.

Der Verkehr im Kreuzungsbereich wird auch zukünftig durch Ampeln geregelt. Es wird kein Kreisverkehr gebaut. Berechnungen von Verkehrsexperten haben deutlich gemacht, dass dies nicht möglich ist. Straßen, Geh- und Radwege werden breiter. Alle vier Fahrtrichtungen bekommen eigene Linksabbieger. An der Unterführung werden bauliche Veränderungen vorgenommen.

Folgende Änderungen sind geplant:
Die aus Richtung Geyen ankommende Zufahrt wird aufgeweitet, so dass eine echte Linksabbiegespur sowie eine neue Rechtsabbiegespur eingerichtet werden können. Hierfür wird die auf der südöstlichen Fahrbahnseite vorhandene Stützwand zwischen Bahnunterführung und Kreuzung Richtung Parkplatz Steinstraße verschoben. Die auf der gegenüberliegenden (nordwestlichen) Seite der K25 neben der Fahrbahn vorhandene Stützwand bleibt unverändert stehen. Die Radfahrer werden in und aus Richtung Geyen nicht mehr im Zweirichtungsverkehr geführt. Für die Radfahrer Richtung Geyen wird von der Rathaus-Kreuzung bis zum Kreisel Sonnenallee ein neuer Radweg gebaut. Dies hat eine bessere Führung der Radfahrer im Bereich der Rathaus-Kreuzung zur Folge. Insbesondere entfällt die Notwendigkeit, für aus Richtung Sinnersdorf kommende Radfahrer zum Geradeausfahren links abzubiegen. In den übrigen Ästen der Rathaus-Kreuzung sind Schutzstreifen vorgesehen.
Im Bereich der Bahnunterführung kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen die den Berg hinunterfahrenden Radfahrer und den Fußgängern. Daher wird über die Auflösung des Zweirichtungsradverkehrs hinaus eine Trennung des Rad- und Fußgängerverkehrs eingerichtet. Dafür müssen die bereits bestehenden Wege im Abschnitt von Am Wiesenhang bis zur Steinstraße auf eine Breite von insgesamt fünf Metern verbreitert werden. Alle zuführenden Straßen werden ausgebaut und breiter. Aus allen Fahrtrichtungen werden gesonderte Linksabbiegespuren eingerichtet. Der aus Fahrtrichtung Geyen kommende Rechtsabbiegeverkehr in die Steinstraße wird zukünftig durch eine Ampelanlage geregelt. Die Dreiecksinsel in diesem Bereich bleibt bestehen und wird erweitert. Die Dreiecksinsel auf der gegenüberliegenden Seite entfällt.
Die Verbreiterung der Steinstraße führt dazu, dass in die derzeit vorhandenen Nebenanlagen eingegriffen werden muss. Aus Richtung Geyen müssen die zwischen Bahnunterführung und Steinstraße auf beiden Seiten zwischen Geh- und Radwege und Parkplatz vorhandenen Böschungen in großem Maße durch Stützwände ersetzt und die Böschungen zu Lasten der dahinter liegenden Parkplätze verschoben werden. Hierfür müssen Büsche und Bäume gerodet werden. Das Gleiche gilt für die Weiterführung des Radweges bis zum Kreisel Sonnenallee. Hier muss die zwischen K25/ Geyener Straße und der Straße Am Geyener Berg vorhandene Grünfläche verkleinert werden. Darüber hinaus müssen die entlang der K25 zwischen der Sonnenallee und der Straße Am Bendacker stehenden Bäume gefällt werden.
In der Steinstraße wird vor der zur Kultur- und Medienzentrum führenden Treppe eine Querungshilfe eingerichtet, damit der Parkplatz sicher erreicht werden kann. Eine Ausweisung als Fußgängerüberweg mit Zebrastreifen ist aufgrund der Nähe zur Ampel unzulässig.
Aus Fahrtrichtung Stommeln entfällt der Parkstreifen (vor dem ehemaligen Postgebäude). Die dort stehenden Bäume werden entfernt.
Auf der Rathausstraße aus Fahrtrichtung Sinnersdorf wird der Gehweg näher an das Rathausgebäude verlegt. Die Breite der dort zurzeit vorhandenen Beete wird reduziert. Die Steinstraße wird in Fahrtrichtung Köln verbreitert. Die Breite der vor dem Rathaus vorhandenen Grünfläche wird verringert und zudem der den Parkplatz abtrennende Grünstreifen in Richtung Parkplatz verschoben. Dafür müssen dort fast alle Bäume gefällt werden. Entlang der Steinstraße und auf dem Parkplatz, der ebenfalls umgestaltet wird, sind als Ersatz viele Neupflanzungen vorgesehen.

Die Planung ist in einer gemeinsamen Sondersitzung des Planungsausschusses,
des Umweltausschusses und des Ausschusses für Tiefbau und Verkehr am Mittwoch, 16. Mai, diskutiert worden. Die Ausschussmitglieder haben die Entwurfsplanung einstimmig zur Kenntnis genommen und die Verwaltung beauftragt, die Bauvorbereitung auf dieser Grundlage fortzuführen und eine Bürgerinformationsveranstaltung durchzuführen. Der Tiefbau-und Verkehrsausschusses hatte sich bereits in seiner Sitzung am Mittwoch, 28. Februar, mit der Baumaßnahme befasst.

Informationen zu Ultranet Amprion -
Stand des Verfahrens zur Baurechtschaffung für den Abschnitt E

Nach der Bürgerinformationsveranstaltung zum Thema „Ultranet“

o 18.12.2015 Antrag der Amprion auf Bundesfachplanung für den Leitungsabschnitt E
Rommerskirchen – Weißenthurm der Höchstspannungsgleichstromübertragungsleitung von Osterath nach Phillippsburg (Ultranet); Antragsbehörde: Bundesnetzagentur; Inhalt der Bundesfachplanung ist die Festlegung eines 1000 m breiten Trassenkorridors

o 19.04.2016 Antragskonferenz in Siegburg; anschließend: Festlegung des Untersuchungsrahmens durch die Bundesnetzagentur

o seit Juni 2016 Erstellung der Unterlagen nach § 8 NABEG durch Amprion
Dieser bisher letzte Verfahrensschritt der Bundesfachplanung ist nicht abgeschlossen.
Gemäß einem Schreiben der Amprion vom 22. Mai .2018 werden die umfassenden Unterlagen für die Bundesfachplanung – nach einer erforderlichen Fristverlängerung – voraussichtlich frühestens Ende dieses Jahres eingereicht werden.

Danach schließen sich folgende Verfahrensschritte an:
o Zwei Wochen nach Eingang der vollständigen Unterlagen für die Bundesfachplanung ist eine Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung durchzuführen. Für die Abgabe von Stellungnahmen soll die Bundesnetzagentur den Behörden eine Frist von maximal drei Monaten einräumen. Betroffene Private können sich innerhalb eines Monats nach Ablauf der einmonatigen Auslegung der Unterlagen zu den vorgeschlagenen Trassenkorridoren äußern.

o Dieser Beteiligung folgt ein Erörterungstermin.

o Der Abschluss der Bundesfachplanung durch Entscheidung der Bundesnetzagentur hat binnen sechs Monaten nach Vorliegen der vollständigen Unterlagen zu erfolgen. Die Entscheidung enthält den kartografisch ausgewiesenen Verlauf des raumverträglichen Trassenkorridors, eine Bewertung des Trassenkorridors sowie eine zusammenfassende Erklärung der Umweltauswirkungen und das Ergebnis der Prüfung von alternativen Trassenkorridoren.

o Die Entscheidung ist den Beteiligten schriftlich oder elektronisch zu übermitteln und sechs Wochen zur Einsicht auszulegen. Sie hat eine Geltungsdauer von 10 Jahren. Eine Fristverlängerung um weitere fünf Jahre ist möglich. Länder können Einwendungen erheben.

o An die Bundesfachplanung schließt sich – zwingend – ein Planfeststellungsverfahren an.
Hierzu muss der Vorhabenträger einen Antrag auf Planfeststellungsbeschluss bei – im Fall von Ultranet – der Bundesnetzagentur stellen.

Anschließend sind wieder folgende Verfahrensschritte durchzuführen:
• Antragskonferenz
• Festlegung des Untersuchungsrahmens
• Erarbeitung des Plans und der geforderten Unterlagen; Vollständigkeitsprüfung
• Anhörungsverfahren mit Behördenbeteiligung, Auslegung und Erörterungstermin
• Planfeststellungsbeschluss; Zustellung an die Betroffenen und Auslegung des Beschlusses (Frist 2 Wochen)

Abschätzbar ist, dass die Genehmigung für den Bau des Leitungsabschnitts E von Ultranet durch Feststellung des Plans nicht vor 2020 vorliegen wird.

Kontakt

Alte Kölner Straße 26
50259 Pulheim

Telefon: 02238 - 808-0
Telefax: 02238 - 808-345

www.pulheim.de
stadtpulheim@pulheim.de

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag
08.30 Uhr – 12.00 Uhr
14.00 Uhr – 16.00 Uhr

Donnerstag zusätzlich
16.00 Uhr – 18.00 Uhr

Freitag
08.30 Uhr – 12.00 Uhr

Einwohnermeldeamt:
Zusätzliche Öffnungszeit
Dienstag 16.00 - 18.00 Uhr

Wartemarkenspender bei
großem Publikumsandrang
ausgeschaltet

Nebenstelle in Brauweiler
2. und 4. Mittwoch im Monat
14.30 bis 18 Uhr geöffnet

Die Friedhöfe im Stadtgebiet
sind durchgehend auf


Das Wetter Pulheim