Kaufring
Bürgermeister Frank Keppeler zur Schließung des Kaufring-Kaufhauses
Als Bürgermeister bedaure ich die Schließung des Kaufring Kaufhauses außerordentlich. Für das Zentrum der Stadt geht ein wichtiger Magnet verloren. Wegen seiner Größe und des Standorts in der Fußgängerzone ist der Kaufring für den Einzelhandel von großer Bedeutung gewesen. Bereits seit 2008 hat die Stadtverwaltung die Entwicklung des Kaufhauses mit gesteigertem Interesse verfolgt, nachdem das mögliche Auslaufen des Mietvertrages bis Ende des Jahres 2012 bekannt geworden war. Das Planungsamt und die Wirtschaftsförderer haben sich im März 2011 mit dem Eigentümer der Immobilie in Verbindung gesetzt, um eine mögliche weitere Entwicklung zu diskutieren.
Nach dem Bekanntwerden der Schließung des Kaufring im Januar diesen Jahres hat die Stadtverwaltung den Kontakt intensiviert. Ein längerer Leerstand soll unbedingt vermieden werden. Für den Einkaufsstandort Pulheim ist es wichtig, in dieser zentralen Lage einen oder mehrere große Anbieter mit Magnetwirkung (z.B. mit Bekleidung oder Elektronik im Sortiment) zu haben.
Die Öffnung des Kaufring Kaufhauses im April 1978 hatte Signalwirkung für die damals gerade begonnene Ortskernsanierung. Das erste Haus mit einem Vollsortiment wurde von den Bürgerinnen und Bürgern gut angenommen. Auch aus den Stadtteilen sind die Menschen gerne nach Pulheim gekommen, um hier ihre Einkäufe zu erledigen.
Der Drogeriemarkt Rossmann wird geöffnet bleiben. Die Postfiliale hat in der Blumachergasse einen alternativen Standort gefunden. Den Gerüchten, dass neben dem Kaufring noch weitere Geschäfte im Zentrum von Pulheim schließen werden, fehlt jegliche erkennbare Grundlage. Lediglich die Netto-Filiale an der Venloer Straße macht Mitte November zu.
Weil der Handlungsdruck infolge der Kaufring-Schließung steigt, habe ich den Geschäftsführer (der GE Real Estate GmbH/) des Eigentümers zu einem Gespräch ins Rathaus eingeladen. Wir wollen ihm unsere Hilfe anbieten und über Lösungsmöglichkeiten sprechen.
