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Neugestaltung Guidelplatz

Neugestaltung Guidelplatz wird Realität

Das seit vielen Jahren diskutierte Projekt „Neugestaltung des Guidelplatzes in Brauweiler“ wird nun endlich Realität. Die Gold-Kraemer-Stiftung wird insgesamt fünf Wohn- und Geschäftshäuser und eine Tiefgarage errichten. Die Weichen für das 1998 gestartete ambitionierte Vorhaben hat der Stadtrat am 10. Februar 2009 gestellt. In öffentlicher Sitzung hat der beauftragte Architekt Ralf Hatzmann seine Entwürfe erläutert. In dem großen Querriegelgebäude auf der nördlichen Platzseite und in dem Kopfgebäude auf der Westseite sollen 25 Wohnungen für mittellose aber qualifizierte Künstlerinnen und Künstler unterschiedlichster Richtungen – zum Beispiel Maler und Musiker – ein Zuhause und auch ihren Arbeitsplatz finden. In den drei übrigen Gebäuden werden 20 frei vermietbare Wohnungen angeboten. Insgesamt entstehen in allen fünf Häusern 1.900 m² Gewerbeflächen. Außerdem wird es Räume für eine Musik- oder Malschule geben, in denen sich Künstler und Bürger begegnen können. Die Gebäude am Guidelplatz werden dreieinhalb Geschosse haben. Die Häuser an der Verbindungsachse zur Kaiser-Otto-Straße werden mit zweieinhalb Geschossen gebaut. In einer eingeschossigen Tiefgarage unter dem Guidelplatz sind 157 Stellplätze vorgesehen; davon werden 70 der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Die Zufahrt erfolgt über die Kaiser-Otto-Straße. Dazu gibt die Stadt einen Baukostenzuschuss von rund 3,1 Mio Euro.
Die Qualität der Architektur hat die Ratsmitglieder auf Anhieb überzeugt. Der Architekt möchte für die Gestaltung der Gebäude überwiegend Tuffstein verwenden. Dieses Material findet sich auch in der Abtei. Zur Gestaltung beitragen sollen auch Natursteine und Ziegel. Teile der Fassaden sollen verputzt werden. Nach Ansicht von Bürgermeister Dr. Karl August Morisse ist der aktuelle Entwurf der Beste von allen bislang vorgelegten Bebauungsvorschlägen. Dr. Morisse ist erleichtert: „Die jahrelangen Anstrengungen zur Aufwertung des Brauweiler Zentrums waren nicht vergeblich. Es ist ein unerwarteter Glücksfall, dass die Stiftung sich engagiert.“ Sie könne nun den Bauantrag stellen. Zu ihm werden viele Pläne und Unterlagen gehören. Es könne deshalb nicht gesagt werden, wie viel Zeit die Stiftung für die Ausarbeitung benötigen werde. Die Stadtverwaltung sichert zu, dass die Baugenehmigung so schnell wie möglich erteilt wird. Für die Gestaltung der Platzflächen, Straßen und Wegeverbindungen wird das Büro Prof. Nikolaus Fritschi aus Düsseldorf Entwürfe und Pläne erarbeiten.

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