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Raumklänge 2016 | Klavier erweitert

23. Juni bis 13. Juli 2016

Die Raumklänge sind ein Forum für verschiedene Spielarten Neuer Musik. In der Alten Kirche St. Martin in Pulheim-Stommeln finden jährlich im Frühling Konzerte komponierter und improvisierter zeitgenössischer Musik statt.

Die Eröffnung der RAUMKLÄNGE 2016 findet am 23. Juni beim neuen Kooperationspartner Museum Morsbroich in Leverkusen statt. Im Spiegelsaal des Museums wird die Pianistin Akiko Okabe ein Programm für Klavier und präpariertes Klavier spielen. Beim Eröffnungskonzert werden Kompositionen von John Cage, Karlheinz Essl, Johannes Kreidler und anderen zu hören sein.

Auch beim ersten Konzert in der alten Kirche in Stommeln wird sich ein Pianist mit der Klangfarbenvielfalt des präparierten Klaviers auseinander setzen. Am 28. Juni wird Philip Zoubek in diversen Improvisationen im Solo den Klangraum der Kirche neu ausloten. Auch im zweiten Stommelner Konzert stehen Klavierimprovisationen im Mittelpunkt. Der Pianist Jaques Demierre wird hierbei von Axel Dörner (Trompete) und Jonas Kocher (Akkordeon) begeleitet.

Für das letzte Konzert in Stommeln konnte das Ensemble Musikfabrik gewonnen werden, das mit einem Teil des Partch Instrumentariums am 13. Juli zu Gast sein wird. Getreu dem Motto der diesjährigen RAUMKLÄNGE werden Stücke mit Chromelodeon, dem klavierähnlichsten Instrument von Harry Partch, im Zentrum des Konzerts stehen.

„RAUMKLÄNGE 2016" ist die fünfte Zusammenarbeit der Kulturabteilung der Stadt Pulheim mit dem Kölner Künstler-Kurator Georg Dietzler als neuer Kooperationspartner kommt in 2016 das Museum Morsbroich Leverkusen dazu.

Ein zweiter Veranstaltungsteil folgt im Herbst. Neben einem Konzert von Dorrit Bauerecker im Spiegelsaal des Museums Morsbroich wird RAUMKLÄNGE sich an der Leverkusener Kunstnacht am 7. Oktober beteiligen. Weitere Konzerte finden an verschiedenen Orten in Köln statt.

Zusammengestellt wird das Programm von Harald Kimmig, Georg Dietzler und Sara Bosqui.

Das Programm in Leverkusen und Stommeln

23. Juni | Akiko Okabe im Schloss Morsbroich

"Was will mir ein Stück sagen, und was hat ein Komponist uns mitzuteilen? Und wie kann ich dies dem Publikum vermitteln?" – das sind ihre Grundfragen bei der Erarbeitung und Darbietung ihres weit gefächerten Repertoires. So entstehen ganz besondere Interpretationen, die von der internationalen Presse hoch gelobt werden.

Während ihres Klavierstudiums bei Prof. James Avery an der Musikhochschule Freiburg entdeckte die japanische Pianistin Akiko Okabe ihre Leidenschaft für Neue Musik. Die in Tokyo an der Toho-Gakuen Musikhochschule klassisch ausgebildete Künstlerin beschäftigte sich zuerst mit dem kompositorischen Werk von Mathias Spahlinger, dessen Seminare sie bis zu ihrem Abschluss besuchte. Nachdem Akiko Okabe ihr Solistenstudium mit Auszeichnung abgeschlossen hatte, setzte sie ihre Studien bei Prof. Stefan Litwin an der Hochschule für Musik Saar fort, wo sie ihre Erfahrungen mit der Aufführungspraxis Neuer Musik vertiefen konnte.

Mit Offenheit und Neugierde auf Neues realisierte sie zahlreiche Uraufführungen im In- und Ausland und arbeitete mit bedeutenden Komponisten unserer Zeit wie Beat Furrer, Georg Friedrich Haas, Nicolaus A. Huber, Isabel Mundry, Bernhard Lang, Salvatore Sciarrino, Mathias Spahlinger u.a. zusammen. Sie tritt bei zahlreichen nationalen und internationalen Festivals auf wie bei den Donaueschinger Musiktagen, Wien Modern, Luzerne Festival, dem Ars Musica Festival in Brüssel, Musica Straßburg, musica viva in München, Tage für Neue Musik Zürich, März Musik Berlin, Eclat Festival Stuttgart, Weingartener Tage für Neue Musik, Festival für zeitgenössische Musik pgnm Bremen, Festival Sonorama in Rosario u.a.

Seit 2006 ist sie Mitglied des Ensemble Aventure, Freiburg.

28. Juni | Philip Zoubek in der Alten Kirche St. Martinus

Kaum ein anderer lotet so weitgehend die Klangvielfalt des Klaviers aus wie Philip Zoubek, was ihn zum Ausnahmepianisten sowohl unter den österreichischen Improvisatoren als auch innerhalb der Kölner Szene macht.
Ausgehend von "traditionellen" Präparationstechniken à la Cage, verfügt Philip Zoubek über ein breites Arsenal an Präparationsmaterial (Aluminiumtöpfe, Plastikutensilien, Glaskrüge etc...), die klanglich von perkussiven, geräuschhaften bis zu elektronisch anmutenden Sounds reichen. Philip Zoubek, in Tulln (Niederösterreich) geboren, studierte Jazz-Klavier in Wien und Köln sowie Komposition bei Franz Hautzinger. Zoubek arbeitet unter anderem mit Frank Gratkowski, Wilbert de Joode, Thomas Lehn, Herb Robertson, Paul Lytton zusammen

29. Juni | Trio Demierre, Dörner, Kocher in der Alten Kirche St. Martinus

Im 2014 gegründeten Trio Demierre – Dörner – Kocher vereinen sich drei bekannte Musiker der europäischen Szene für experimentelle, improvisierte Musik. Das Trio fokussiert sein Spielen komplett auf das Hier und Jetzt. Die Wechselwirkung von Klangproduktion und Hören machen den Kern der Musik aus und prägen sie mehr als jede stilistische Ausdruckskonvention.

Jacques Demierre bewegt sich als Pianist und Komponist im Grenzgebiet zwischen Jazz, freier Improvisation und zeitgenössischer Musik, wobei in seinen Kompositionen oft die Fusion von komponierten und improvisierten Musiktraditionen eine Rolle spielt. Axel Dörner studierte Klavier am niederländischen Konservatorium in Arnhem und in Köln sowie Trompete bei Malte Burba. Dörner zeichnet sich vor allem durch seine Vielseitigkeit aus: Er spielt eher traditionellen Bebop genauso wie klassischen Free Jazz oder elektronische Musik, wie er unter anderem mit Otomo Yoshihide bei den Donaueschinger Musiktagen 2005 bewies. Jonas Kocher legt seinen musikalischen Schwerpunkt als Akkordeonist wie als Komponist auf die Beziehungen zwischen Ton, Geräusch und Stille sowie deren Wahrnehmung als Hörer.

13. Juli | Ensemble Musikfabrik in der Alten Kirche St. Martinus

Die Beschäftigung mit der Musik Harry Partchs und den dafür für das Ensemble Musikfabrik neu gebauten Instrumenten ist der Ausgangspunkt zu dieser Forschungsreise durch die Welt der „anderen“ Klänge.

Der amerikanische Komponist und Instrumentenbauer Harry Partch schrieb die meisten seiner Kompositionen für selbst erfundene Instrumente in reiner Stimmung. Partch war seiner Zeit voraus, als er begann sich mit Mikrotonalität zu befassen. Er entwickelte ungewöhnliche Harmonien, die er mit poetischer Leichtigkeit, mit rhythmischem Puls und unakademischem Humor als eine uns fremde Musik ins Werk setzte. Er schuf nicht nur ein hochkomplexes Tonsystem, sondern entwarf und baute für dessen Realisierung im Laufe seines Lebens ein umfangreiches Instrumentarium von eigenwilliger Schönheit und großer Bühnenpräsenz.

Das Ensemble Musikfabrik widmet sich dem Œuvre des amerikanischen Komponisten Harry Partch, einem der originellsten Künstler und Musiker des 20. Jahrhunderts. Im Zusammenhang der Ruhrtriennale 2013 wurde das gesamte von Partch gebaute Instrumentarium für das Ensemble Musikfabrik erstmalig vollständig rekonstruiert und von den Mitgliedern des Ensembles erlernt.

Tickets und VVK

Leverkusen: Museum Morsbroich | Gustav-Heinemann-Str. 80 | 51377 Leverkusen
Stommeln: Alte Kirche St. Martinus | Ingendorfer Str. | 50259 Pulheim
Eintritt: 10 €, erm. 5 €
VVK (nur Stommeln) Rathaus Pulheim | Alte Kölner Str. 26 | 50259 Pulheim | Tel. 02238 808-116

Raumklänge ist eine Kooperation von gerngesehen, der Stadt Pulheim und des Museum Morsbroich im Rahmen der regionalen Kulturpolitik NRW. Die Veranstalter freies rheinland e.V. c/o Georg Dietzler und Stadt Pulheim danken allen Förderern und Veranstaltungspartnern für die Zusammenarbeit: Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Konzert des Deutschen Musikrates, der Pfarrgemeinde St. Martinus Stommeln und den Kölner Partnern.

Kontakt

Alte Kölner Straße 26
50259 Pulheim

Telefon: 02238 - 808-0
Telefax: 02238 - 808-345

www.pulheim.de
stadtpulheim@pulheim.de

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