Aktuelles zum Nordpark
Erster Realisierungsabschnitt Nordpark Pulheim offiziell eröffnet
Der 1. Realisierungsabschnitt des Nordpark Pulheim wurde am Samstag, 02. Juni, 14.00 Uhr durch Bürgermeister Keppeler offizielle eröffnet und der Bevölkerung zur Nutzung übergeben. Die Eröffnung fand im Rahmen einer kleinen Feier statt, an der u.a. auch der Landrat des Rhein-Erft-Kreises Herr Stump, der Geschäftsführer des Region Köln/Bonn e.V. Herr Dr. Molitor, Herr Prof. Aufmkolk von WGF Landschaft aus Nürnberg sowie die für die Planung verantwortlich zeichnende Landschaftsarchitektin Ulrike Böhm aus Berlin teilgenommen haben. Viele interessierte Bürgerinnen und Bürger haben den Weg in den Nordpark gefunden, um bei der Eröffnung dabei zu sein und sich nochmals aus erster Hand über die Planung zu informieren oder den neu angelegten Parkabschnitt einfach nur zu genießen.
Nordpark Planung
Welche Planung steckt hinter dem Projekt Nordpark?
Am nordwestlichen Siedlungsrand von Pulheim soll in den nächsten 20 – 30 Jahren ein ca. 100 ha großer Landschaftspark entstehen. Das Vorhaben ist Teil des Projektes RegioGrün der Regionale 2010. Der für die Naherholung der Pulheimer Bevölkerung geplante Nordpark Pulheim soll sich behutsam in die bestehende Agrarlandschaft einfügen. Intensiv genutzte Ackerparzellen sollen in Grün- und Weideland umgewandelt werden, das zusätzlich durch Baum- und Strauchpflanzungen aufgelockert wird. Das Wegesystem des zukünftigen Nordpark soll es Spaziergängern und Erholungssuchenden ermöglichen, Rundgänge durch den Park zu machen. Auf ihrem Weg kommen sie an sogenannten Aktivitätszonen vorbei, die Möglichkeiten zu Spiel und Sport für Jung und Alt bereit halten. Alle geplanten Nutzungen im Nordpark Pulheim sind so flexibel angelegt, dass sie sich den mit der Zeit verändernden Ansprüchen an den Park anpassen lassen.
Die Umsetzung des ersten Realisierungsabschnitts hat im Frühjahr 2011 begonnen und hat etwa ein Jahr Bauzeit in Anspruch genommen. Das Projekt wird mit Städtebaufördermitteln des Landes und des Bundes gefördert. Bei der Veranstaltung „Picknick im Nordpark Pulheim“ am 17.09.2010 hat die Regierungspräsidentin Frau Walsken den Zuwendungsbescheid persönlich an Bürgermeister Keppeler überreicht. Insgesamt handelt es sich um Mittel in Höhe von 3.087.366 €, die für die Umsetzung des ersten Realisierungsabschnitts Nordpark Pulheim zur Verfügung stehen. Davon trägt die Stadt Pulheim einen 20 %igen Eigenanteil in Höhe von 617.473 €.
Die Planung der Landschaftsarchitektin Ulrike Böhm vom beauftragten Büro bbzl aus Berlin sieht folgende Elemente vor:
Die Horizontallee, die an der Kante zwischen Nordpark und angrenzender Agrarlandschaft verläuft, liegt ca. 60 cm höher als die Umgebung. Sie nimmt die Typologie der vorhandenen Feldwege auf, indem zwei Wegespuren durch eine schmale Rasenfläche getrennt werden. Als Material zur Befestigung dienen Ortbeton und helle Tenne. Die Felderpromenade erschließt und verbindet das Band der Stadt begleitenden Parzellen. Sie zeichnet sich durch Weitungen und Richtungswechsel aus. Sie verläuft höhengleich mit dem umgebenden Gelände und wurde als wassergebundene Wegedecke ausgebaut. Die Platzbeläge wurden überwiegend als Tenne hergestellt. Selbstverständlich wurden Plätze und Wege barrierefrei angelegt. Die Parkterrasse an der Venloer Straße ist über Rampen erreichbar.
Entlang der Horizontallee wurden säulenförmige Hainbuchen gepflanzt. Auf den Parkwiesen wurden Baumgruppen aus Feldahorn und Walnuss gepflanzt. Die Baumgruppen werden von Haselnuss-, Holunder- und Fliederbüschen ergänzt. Auch Obstgehölze regionaler Sorten sowie Mehlbeeren und Ebereschen haben Verwendung gefunden.
Es wurden sowohl artenreiche blühende Wiesen als auch extensive Parkwiesen als robuster Landschaftsrasen entwickelt. Innerhalb der Wiesenflächen sind an verschiedenen Stellen Aufenhalts- und Spielinseln entstanden, deren Ausstattung multifunktional zum Spielen und Klettern sowie Lagern und Sitzen genutzt werden kann.
Die Ausschreibung für den Bau des etwa 6 ha großen ersten Realisierungsabschnitts zwischen der Venloer Straße und dem nordöstlichen Ende des Parkfriedhofs am Schürgespfad ist zum Jahreswechsel 2010/2011 erfolgt. Nachdem der erste Parkabschnitt im Frühjahr 2012 fertig gestellt worden ist, wird er am 02. Juni 2012 von Bürgermeister Keppeler feierlich eröffnet und der Bevölkerung zur Nutzung übergeben.
Klicken Sie hier auf die pdf-Dateien und Sie bekommen weitere Informationen über das Projekt Nordpark Pulheim
- Wettbewerbsdokumentation Nordpark Pulheim (PDF 4,4 MB)
- Banner zu Konzept und Ausgestaltung des Nordpark Pulheim (PDF 2,5 MB)
- Projektdokumentation (PDF 5,19 MB)
- Bauschild zum 1. Realisierungsabschnitt Nordpark Pulheim (PDF 6,38 MB)
Regionale
Was ist die Regionale?
Die REGIONALE „Kultur- und Naturräume in Nordrhein-Westfalen“ ist ein im Turnus von 2 Jahren stattfindendes Strukturprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen und richtet sich an die „Regionen“ des Landes. Diese können sich auf der Basis eines gemeinsam erarbeiteten Leitbildes um die Ausrichtung der REGIONALE bewerben. Ziel des Landes ist es in der jeweils ausgewählten Region Impulse für deren zukünftige Entwicklung zu geben. Erreicht werden soll dies durch eine gezielte Förderung strukturrelevanter Projekte. Dabei decken die Projekte ein breites Themenspektrum ab. Es reicht von Städtebau und Landschaft über Kultur und Tourismus bis hin zu Wirtschaftsförderung und Bildung. Zum Abschluss einer jeden REGIONALE präsentieren sich die Projekte der Öffentlichkeit.
Unter dem Namen EXPO-Initiative Ostwestfalen-Lippe wurden im Jahr 2000 die Projekte der ersten REGIONALE in Nordrhein-Westfalen der Öffentlichkeit vorgestellt. Es folgten die EUROGA 2002+, die REGIONALE 2004 „Links und rechts der Ems“, die REGIONALE 2006 (Bergisches Städtedreieck) und die EuREGIONALE 2008 (u. a. Aachen, Limburg, Maastricht).
Bis zum 21. Juni 2011 präsentierte sich die Region Köln/Bonn mit der sogenannten „Rheinischen Welt-Ausstellung“ und zahlreichen REGIONALE 2010 Projekten aus Themenbereichen wie ‚stadt‘, ‚rhein‘, ‚kulturelles erbe‘, ‚grün‘ oder ‚gärten der technik‘ der Öffentlichkeit. Weiterführende Informationen zu den Projekten der REGIONALE 2010 und der Rheinischen Welt-Ausstellung finden Sie unter:
http://www.regionale2010.de/
http://www.rheinische-welt-ausstellung.de/
RegioGrün
Was ist RegioGrün?
Die Stadt Pulheim beteiligt sich aktiv seit einigen Jahren an dem Regionale 2010 Projekt ‚RegioGrün‘. Als einen wesentlichen Entwicklungsschwerpunkt hat die Region Köln/Bonn die Sicherung und Entwicklung der vielfältigen Natur- und Kulturlandschaft ausgemacht. Die besondere Bedeutung dieses Themas kommt in den zahlreichen „grünen“ Projekten zum Ausdruck. Grundlage hierfür ist der ‚Masterplan :grün 2.0‘.
Aufbauend auf dem ‚Masterplan :grün‘ wurde das Projekt ‚RegioGrün‘ entwickelt. Auf der Grundlage des historisch gewachsenen Grünsystem von Köln mit seinem Inneren und Äußeren Grüngürtel und den radialen Verbindungsachsen soll eine Grünvernetzung entstehen, die den bewaldeten Höhenzug der Ville durch radiale „Grünkorridore“ mit dem Äußeren Grüngürtel verbindet. „Neben der nachhaltigen Sicherung der natürlichen Ressourcen (schutzwürdige Böden, Wälder, Flußauen, Quellbereiche etc.) und der Erhaltung unversiegelter Freiräume und landwirtschaftlicher Nutzflächen entstehen durch RegioGrün Naherholungsräume für die Bevölkerung sowie ein attraktives Umfeld für das Wohnen und Arbeiten in der Region. Darüber hinaus leistet RegioGrün nachweislich auch einen Beitrag zum Klimaschutz und zur CO2-Reduzierung.“ Dieser Auszug aus der sogenannten Grüngürtelcharta verdeutlicht knapp die Ziele und den Nutzen der Zusammenarbeit zwischen den Projektpartnern bestehend aus Kommunen, Verbänden sowie Landkreisen. Die Unterzeichnung der Grüngürtelcharta, die im Dezember 2010 von den einzelnen RegioGrün-Partnern unterzeichnet wurde, bekräftigt die Absicht der Projektpartner, die mit RegioGrün verbundenen Ziele gemeinsam und kooperativ unter der Berücksichtigung der Interessen der Land- und Forstwirtschaft sowie der Wasserwirtschaft umsetzen zu wollen.
Der linksrheinische Korridor Nord liegt zu großen Teilen im Stadtgebiet Pulheims. Aufgrund der vorhandenen Altrheinschleifen erhält dieser Korridor innerhalb der Gesamtkonzeption zu ‚RegioGrün‘ die Bezeichnung ‚Am Alten Rhein‘. Innerhalb dieses Korridors verfolgt die Stadt Pulheim mit zahlreichen Maßnahmen gemeinsam mit den Projektpartnern von ‚RegioGrün‘ das o. g. Ziel der Sicherung und Entwicklung der Natur- und Kulturlandschaft.
Mit der Zustimmung des Pulheimer Stadtrates zum Gesamtkonzept RegioGrün und dem Masterplan grün 2.0 wurde die vertiefende Untersuchung des Korridors ‚Am Alten Rhein‘ beschlossen und gemeinsam mit dem Rhein-Erft-Kreis und dem Zweckverband Stöckheimer Hof beauftragt. Das Ergebnis dieser Untersuchung stellt u.a. auch die Grundlage für die Entwicklung des Nordpark Pulheim dar. Dieser im Norden vom Zentralort Pulheim liegende Projekt-Bereich reicht von der Venloer Straße im Westen bis zur Orrer Straße im Osten. Der Nordpark Pulheim stellt einen wichtigen Baustein des Nordkorridors dar und ist von seinem Volumen auch eines der größten Projekte in der Gesamtkonzeption von RegioGrün. Es gibt weitere Maßnahmen im Korridor ‚Am alten Rhein’ auf Pulheimer Stadtgebiet, die mit dem Nordpark Pulheim in direkter Verbindung stehen und in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen. Neben der Förderung durch Städtebaumittel des Landes und des Bundes werden diese Maßnahmen im Rahmen eines Mantelantrags zusammen mit den übrigen RegioGrün-Projektpartnern auch mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung“ (EFRE) gefördert:
Hier geht es zum Internetauftritt von RegioGrün.
RegioGrün Teilmaßnahmen auf Pulheimer Stadtgebiet
Welche RegioGrün Teilmaßnahmen gibt es auf Pulheimer Stadtgebiet?
Die RegioGrün Teilmaßnahmen auf Pulheimer Stadtgebiet werden zu 80% durch die EU, den Bund und das Land gefördert. Die Förderung ist zeitlich befristet. Die Maßnahmen müssen bis Ende 2014 abgeschlossen sein.
Übersicht Projektbausteine
1. 2. Realisierungsabschnitt Nordpark Pulheim
2. Aussichtspunkt Stommeln inklusive Wegeausbau
3. Verbindungsweg Orr/Nordpark – Portal Pletschmühle
4. Blühstreifen am Verbindungsweg zwischen Orr und Sinnersdorf
5. Ausbau RegioGrün Route Nord "Vom Mediapark zum Kloster Knechtsteden"
6. Ausbau RegioGrün Route Nordwest "Vom Adenauer Weiher zum Schloss Paffendorf"
- Übersichtsplan Projektbausteine 1-5 (PDF 2,42 MB)
- Projektbaustein 6 Route Nordwest (PDF 603,72 kB)
2. Realisierungsabschnitt Nordpark Pulheim
2. Realisierungsabschnitt Nordpark Pulheim
Der Entwurf für den 2. Realisierungsabschnitt greift die Idee eines Feldflur-Parks auf. Auf dieser Fläche soll eine Vielzahl von Nutzungsmöglichkeiten entstehen, die allen potentiellen Nutzer/innen Raum bietet. Neben einer lockeren Obstwiese im Übergang zur freien Landschaft wird es Aufenthaltsinseln und Bereiche zum Lagern, Sonnen und Picknicken geben. Ein Mobilitätsparcours soll dem Training der Geschicklichkeit und Beweglichkeit von Erwachsenen und insbesondere älteren Menschen dienen. Holzdecks in verschiedenen Höhen bieten Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten für Nutzer/innen jeden Alters.
- Lageplan 2. Realisierungsasbchnitt Nordpark Pulheim (PDF 293 kB)
Aussichtspunkt Stommeln inklusive Wegeausbau
Aussichtspunkt Stommeln inklusive Wegeausbau
An der Hangkante in Stommeln wird eine über wenige Stufen erreichbare Aussichtsplattform mit Infopunkt errichtet. Von hier aus können die Besucher/innen den Blick über die alte Rheinstromrinne und den Korridor Nord bis nach Köln schweifen lassen. Neben allgemeinen Informationen zum Korridor Nord informiert eine Infotafel über diesen geologisch interessanten Bereich der Rheinterrassenkante und die kulturhistorische Entwicklung der ehemals von sumpfigen Niederungen und ausgedehnten Waldflächen geprägten Landschaft im Teilbereich Stommelner Busch. Durch die Herrichtung des vorhandenen Wirtschaftsweges vorbei am Aussichtspunkt soll Spaziergängern der „Aufstieg“ zum Aussichtspunkt erleichtert werden. Außerdem bietet sich Radfahrerinnen und Radfahrern dadurch die Möglichkeit den geplanten Aussichtspunkt unmittelbar von der Hauptroute „Mediapark – Kloster Knechtsteden“ aus anzusteuern. Zusätzlich soll der Bolander Weg, ebenfalls ein Wirtschaftsweg, ausgebaut werden. Mit dieser Maßnahme erfolgt ein Anschluss an das Routensystem der Rad Region Rheinland, wodurch nicht nur der Aussichtspunkt in Stommeln, sondern der gesamte Nordkorridor regional besser angebunden wird. Auch Spaziergängern kommt die Maßnahme zu Gute. Für diese wird ein gut begehbarer Rundweg um den Aussichtspunkt herum entstehen, der der ortsrandnahen Naherholung dient.
- Lageplan Aussichtspunkt Stommeln (PDF 1,63 MB)
Verbindungsweg Orr/Nordpark – Portal Pletschmühle
Verbindungsweg Orr/Nordpark – Portal Pletschmühle
Der geplanten Wegeverbindung zwischen dem sogenannten Portal Pletschmühle und dem verwilderten Landschaftsgarten rund um die Ruine des Haupthauses von Haus Orr kommt eine große Bedeutung zu. Der Weg verbindet die Seenlandschaft Stöckheimer Hof und den naturräumlich hochwertigen Auenwaldbereich der Kleinen und Großen Laache, in denen der Pulheimer Bach versickert, mit Orr und dem zukünftigen Nordpark Pulheim.
Blühstreifen am Verbindungsweg zwischen Orr und Sinnersdorf
Blühstreifen am Verbindungsweg zwischen Orr und Sinnersdorf
Mit einem Blühstreifens entlang des Wirtschaftsweges zwischen Orr und Sinnersdorf soll dieser Teil der RegioGrün Hauptroute Nord, der häufig von Radfahrern und Spaziergängern genutzt wird, aufgewertet werden. Auch aus ökologischer Sicht führt die Maßnahme zu einer Aufwertung. Als östliche Tangente vom Nordpark Pulheim bietet der Weg zu großen Teilen einen freien Blick auf eben jenes Herzstück des Korridors Nord ‚Am alten Rhein’.
Ausbau der RegioGrün Route Nord "Vom Mediapark zum Kloster Knechtsteden"
Ausbau der RegioGrün Route Nord "Vom Mediapark zum Kloster Knechtsteden"Der Ausbau dieses Teilstücks der RegioGrün-Hauptroute im Korridor ‚Am alten Rhein’ unmittelbar angrenzend an das Naturschutzgebiet Große Laache soll einerseits die Route für Radfahrerinnen und Radfahrer attraktiver und sicherer machen und andererseits zu einer Besucherlenkung und Entlastung des Naturschutzgebietes Große Laache führen. Es handelt sich darüber hinaus um einen Lückenschluss im Radverkehrsnetz der Rad Region Rheinland.
Ausbau der RegioGrün Route Nordwest "Vom Adenauer Weiher zum Schloss Paffendorf"
Ausbau der RegioGrün Route Nordwest "Vom Adenauer Weiher zum Schloss Paffendorf"Die Maßnahme beinhaltet die Ausbesserung einer Radwegeverbindung zwischen den Freimersdorfer Höfen und der L 91 auf einem von der Landwirtschaft genutzten und durch zahlreiche Schlaglöcher in schlechtem Zustand befindlichen Weg. Der Weg ist auf Pulheimer Stadtgebiet zentraler Bestandteil der RegioGrün Erlebnisroute Nord-West „Vom Adenauer Weiher zum Schloss Paffendorf“. Die Ausbesserung wird den Radfahrern ihren Weg vom äußeren Kölner Grüngürtel bis in die Energielandschaft rund um Bergheim erleichtern.

