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Klimaschutz

Klimaschutzinitiative

Die Einschränkung der weltweit jährlich in die Atmosphäre emittierten Treibhausgase gilt als zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Experten zahlreicher Wissenschaftsdisziplinen sind sich einig, dass der global steigende Energiebedarf auch in Zukunft zu beträchtlichen Treibhausgasemissionen führen wird und dabei die Klimaproblematik weiter vorantreibt. Insbesondere sind hier Vertreter aus Politik und Wirtschaft vorrangig in der Verantwortung, den folglich verursachten Klimawandel zu stoppen, um diese existenzielle Bedrohung von zukünftigen Generationen abzuwenden.
Im Focus der medialen Berichterstattung stehen zumeist nationale sowie internationale Klimaschutzkonzepte, aber auch die einzelnen Kommunen haben realisiert, dass sie eine Vorbildfunktion in Sachen Klimaschutz einnehmen können. Die Umsetzung von klimafreundlichen Handlungskonzepten zur Einsparung von Treibhausgasen lassen sich in Kommunen oftmals schneller umsetzen und implementieren als auf nationaler oder internationaler Ebene. Hier kann gezielt für die Steigerung der Energieeffizienz, den Ausbau von erneuerbaren Energien sowie klimafreundlicher Mobilität geworben werden. Klimaschutz ist nicht nur Aufgabe von Staaten oder internationaler Energieerzeuger sowie Konzerne, er beginnt schon auf kommunaler Ebene.

Integriertes Klimaschutzkonzept der Stadt Pulheim

Grundlage zur Umsetzung ist ein integriertes Klimaschutzkonzept, dass die Stadtverwaltung im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zwischen April 2009 und Februar 2010 durch ein externes Ingenieurbüro anfertigen ließ.
Hauptbestandteil ist hierbei ein Klimaschutzteilkonzept für alle städtischen Liegenschaften und Gebäude. Dabei wurden eingehende energetische Gebäudeanalysen vorgenommen und die Ergebnisse anschließend in einzelnen Objektberichten dokumentiert. Für die einzelnen Objekte erfolgte eine Erfassung und Bewertung des Ist-Zustandes mit dem Ziel, energetische Schwachstellen und Optimierungsmöglichkeiten zu identifizieren. Hierauf aufbauend wurden in einem zweiten Schritt mögliche Modernisierungsmaßnahmen zur Energieeinsparung, zur effizienten Energieverwendung sowie zum Einsatz erneuerbarer Energien untersucht und dabei unter ökonomischen sowie ökologischen Aspekten bewertet. Die mit den untersuchten Modernisierungsmaßnahmen jeweils erzielbaren Energie- und Kosteneinsparungen sowie die CO2-Minderungen wurden für jede Maßnahme gesondert ermittelt.

Klimaschutzmanager
Am 01. August 2012 hat Klimaschutzmanager Marc Weßling in der Stadtverwaltung im Immobilienmanagement seinen Dienst angetreten. Diese Stelle ist auf zwei Jahre befristet und wird zu 65 Prozent der Gesamtprojektkosten (etwa 68.000 Euro) vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert (Förderkennzeichen: 03KS1865) sowie vom Projektträger Jülich betreut.
Die Aufgabe des Klimaschutzmanagements ist die verwaltungsinterne und externe Information über das Klimaschutzkonzept und dessen Umsetzungsprozess, den es initiiert, begleitet und moderiert.

Stadtverwaltung Pulheim
Immobilienmanagement
Marc Weßling
Rathaus-Center, R 116a (1. Etage)
Telefon 02238 - 808 271
E-Mail marc.weßling@pulheim.de

Aktivitäten und Projekte

Die im Zuge der Bewertung mit „Priorität hoch“ deklarierten vorrangigsten Gebäude will die Stadt in den kommenden acht Jahren energetisch sanieren und dabei besonders die Bereiche baulicher Wärmeschutz der Gebäudehülle (Fassade, Fenster, Dach etc.); Wärmeerzeugung/-verteilung (Heizung, Warmwasser); sowie Stromverbrauch (insbesondere Beleuchtung) verbessern. Das Gesamtinvestitionsvolumen dieser Maßnahmen beläuft sich auf rd. 8 Mio. €.
Zur Umsetzung erster energetischer Maßnahmen hat der Rat im Jahre 2011 bereits 500.000 € bereitgestellt. Mit diesen Geldern wurden beispielsweise Wärmeschutzmaßnahmen der Gebäudehülle an der Richeza-Schule in Brauweiler sowie an der Christinaschule in Stommeln finanziert. An beiden Objekten hat die Stadt erfolgreich eine Dämmung der Außenfassaden durchgeführt. Weitere energetische Sanierungsmaßnahmen befinden sich derzeit in der Umsetzung und werden in den kommenden Wochen und Monaten fertiggestellt. Diese Maßnahmen tragen ebenfalls dazu bei, die Treibhausgasemissionen der Stadt weiter zu reduzieren. Voraussichtlich wird diese Summe auch in kommenden Jahren bereitgestellt, so dass die Abarbeitung der Prioritätenliste einen Zeitraum von acht Jahren in Anspruch nehmen wird.
Energiesparprojekte an Schulen und Kindergärten
Zur Förderung eines nachhaltigen sowie bewussten Umganges mit Energie bei Kindern und Jugendlichen werden derzeit an drei Schulen Energiesparprojekte durchgeführt. An der Barbara-Grundschule in Pulheim sind beispielsweise seit 2002 engagierte Schüler als Energiedetektive tätig um die Energieverbräuche zu senken.
Als Grundlage dient hier das mit der lokalen Agenda 21 abgeschlossene Rahmenabkommen. Ziel dieses Abkommens ist es in erster Linie, das Nutzerverhalten positiv zu beeinflussen, pädagogische Ziele zum Energiesparen zu setzen und Multiplikatorwirkungen zu erreichen. Zusätzliche Anreize zum Sparen von Energie und Wasser sollen die Schulen und Kindergärten durch finanzielle oder anderweitige Zuwendungen bekommen. Weitere Energieprojekte an anderen Schulen sollen folgen.

Im Rathaus Pulheim
Stromsparen mit LED Beleuchtung

Die Bemühungen der Pulheimer Stadtverwaltung, mit energetischen Sanierungsmaßnahmen nachhaltig Energie zu sparen, wird besonders durch die Erneuerung der Beleuchtung im Rathausgebäude umgesetzt. Um die vergleichsweise hohen Investitionskosten zu minimieren, sind im Zuge der nationalen Klimaschutzinitiative des Bundes Fördermittel zur Umsetzung hocheffizienter LED-Beleuchtung beantragt und bewilligt worden. Die Gesamtinvestitionskosten belaufen sich auf rund 422.000 Euro. Dabei handelt es sich um eine investive Maßnahme, die zu einer CO2-Emmissionsminderung führen soll und dabei gleichzeitig Energiekosten senkt. Somit werden zukünftig ca. 137.894 kWh an Strom pro Jahr eingespart, was eine Emissionsminderung von ca. 87.000 kg CO2 beinhaltet. Das Projekt wird zu 40 Prozent der Gesamtprojektkosten (etwa 169.000 Euro) vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert (Förderkennzeichen: 03KS7946) und vom Projektträger Jülich betreut. Es befindet sich derzeit in der Umsetzung und wird voraussichtlich im März 2015 abgeschlossen sein.
Die Vorteile der LEDs liegen nicht nur bei enormen Energieeinsparungen (bis zu 50 %), sondern zeigen sich ebenfalls bei der relativ unkomplizierten technischen Umsetzung der Austauschmaßnahme. Somit erfordert die Umrüstung der Beleuchtungsanlage auf LED im Rathausgebäude keine zusätzlichen Investitionen in die Infrastruktur, sondern hier kann kosteneffizient auf die vorhandene Bausubstanz aufgesetzt werden. Des Weiteren können zahlreiche Studien belegen, dass entgegen einer oft negativ behafteten öffentlichen Meinung, die Qualität der Beleuchtung mit LEDs wesentlich verbessert wird.

Kontakt

Alte Kölner Straße 26
50259 Pulheim

Telefon: 02238 - 808-0
Telefax: 02238 - 808-345

www.pulheim.de
stadtpulheim@pulheim.de

Öffnungszeiten

Montag - Mittwoch
08.30 Uhr – 12.00 Uhr
14.00 Uhr – 16.00 Uhr

Donnerstag
08.30 Uhr – 12.00 Uhr
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Freitag
08.30 Uhr – 12.00 Uhr

Zusätzlich im Einwohnermeldeamt
Dienstag 16.00 Uhr – 18.00 Uhr
Donnerstag 18.00 Uhr – 19.00 Uhr


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